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9‑Euro-Ticket im Norden

Überfüllte Züge, genervte Reisende und viele Ausflügler

Bahn­fahrerinnen und Bahn­fahrer warten auf dem Bahn­steig auf den einfahrenden Zug.

Berlin. Wie erwartet hat das 9‑Euro-Ticket deutlich mehr Menschen in die Regional­züge gelockt als üblich. Das lange Wochen­ende um Pfingsten tat sein Übriges – vielerorts wurde von mit Reisenden sowie Ausflüglerinnen und Ausflüglern überfüllten Zügen berichtet. In unserem Überblick lesen Sie, wie die Situation im Norden Deutschlands aussah.

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In der Region bestätigte sich: Zu Beginn der Pfingst­ferien und nach der Einführung des 9‑Euro-Tickets waren nach Angaben der Deutschen Bahn Regional­züge insbesondere zu touristischen Zielen sehr stark nach­gefragt. Reisende berichteten am Samstag von teils völlig über­füllten Zügen, es sei auch zu Verspätungen gekommen. Manche Bahn­kunden hätten keinen Sitz­platz gefunden, in Regional­zügen hätten Reisende mit Fahr­rädern mancher­orts nicht einsteigen können, wie dpa-Reporter berichteten.

Einschränkungen in Hannover

In Hannover mussten sich Bahn­­reisende so mit vollen Zügen und Bahn­steigen arrangieren. Es gab aber auch andere Einschränkungen: Die Mitnahme von Fahr­rädern war in den Regional­zügen ab Samstag­abend nicht mehr möglich. Waren dort die Fahr­gäste am Samstag­morgen noch entspannt, wich die ausgelassene Reise­stimmung laut eines Berichts der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) am Nach­mittag einer zunehmenden Unzufriedenheit. Angesichts überfüllter Bahn­steige und Züge zeigten sich viele Reisende genervt. Der Vorwurf: „Wenn man so ein Angebot macht, muss man doch auch die Kapazitäten erhöhen.“

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Auch in Lübeck motivierte das 9‑Euro-Ticket viele Menschen, auf Bus und Bahn umzusteigen. Die „Lübecker Nachrichten“ (LN) berichteten am Samstag­abend von Ausnahme­zuständen am Haupt­bahnhof. Massen von Menschen drängten sich vor den Zügen Richtung Stettin, Travemünde, Timmendorfer Strand und Puttgarden – nicht alle Fahr­gäste kamen letzt­endlich mit. Die Polizei zeigte dem Bericht zufolge Präsenz und kontrollierte das Geschehen. Nach Angaben eines Mittarbeiters der Bahnhofs­mission hätten in dem Gedränge vor allem Menschen mit Gehbehinderungen das Nachsehen gehabt.

In Kiel war der Einfluss des 9‑Euro-Tickets auch im Fähr­verkehr zu merken. In der Stadt drängten sich die Menschen nicht nur an den Bahn­steigen des Haupt­bahnhofs, sondern auch an den Fähr­anlegern. So nutzten viele Radfahrerinnen und Radfahrer den Schiffs­verkehr für Ausflüge, berichteten die „Kieler Nachrichten“ (KN).

Ruhiger Start auf Rügen

Vor dem Start des 9‑Euro-Tickets hatte auch die Verkehrs­gesellschaft Vorpommern-Rügen noch mit einem Ansturm gerechnet – vor allem bei der Rügenschen Bäder­bahn. Das lange Pfingst­wochen­ende startete dann jedoch ruhiger als erwartet. Zwar kamen Touristen, um mit der historischen Schmalspur­bahn „Rasender Roland“ zu fahren, aber das Chaos auf den Bahn­steigen blieb nach einem Bericht der „Ostseezeitung“ (OZ) aus.

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Pfingsten herrscht in der Regel immer reger Betrieb bei der Bahn. In diesem Jahr kommt noch das 9‑Euro-Ticket hinzu, mit dem Inhaberinnen und Inhaber jeweils in den Monaten Juni, Juli und August mit dem öffentlichen Personen­nahverkehr durch ganz Deutschland fahren können. Das Pfingst­wochenende gilt als erste Bewährungs­probe für diese Rabatt­aktion.

RND/dpa/ag

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