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Tourismusbeauftragter Bareiß warnt vor Lockdown der Reisebranche

  • Angesichts der massiv steigenden Corona-Neuinfektionen sollen im November flächendeckend massive Einschränkungen gelten.
  • Eine entsprechende Beschlussvorlage sieht auch vor, touristische Übernachtungen in Deutschland zu verbieten.
  • Der Tourismusbeauftragte Thomas Bareiß warnt derweil vor einem Lockdown der Reisebranche.
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Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen massiv – am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut mit 14.964 neuen Fällen innerhalb eines Tages einen neuen Rekord. Mit drastischen Kontaktbeschränkungen will der Bund nun die massiv steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Griff bekommen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorlag. Die Maßnahmen würden auch die Tourismusbranche in Deutschland hart treffen.

Kommt Übernachtungsverbot ab November in Deutschland?

Demnach sollen Hotels für touristische Zwecke schließen müssen – und zwar ab dem 4. November bis Ende des Monats. Der Bund will, dass Übernachtungsangebote nur noch für notwendige Zwecke gemacht werden dürfen, heißt es in dem Entwurf der Beschlussvorlage. Übernachtungen bei Verwandten und Freunden wären demnach noch unter Einhaltung der anderen Regeln theoretisch erlaubt. Die Bürger werden jedoch aufgefordert, generell auf private Reisen und auf Verwandtenbesuche zu verzichten.

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Rekord bei Neuinfektionen: RKI meldet fast 15 000 neue Fälle
0:52 min
Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen 14 964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.  © dpa
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Schließung des Tourismus gilt als umstritten

Ein Lockdown der Reisebranche gilt als umstritten, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hatte im Vorfeld vor einer Stigmatisierung der Branche gewarnt: „Wir sollten daran arbeiten, einen kompletten Lockdown der Reisebranche zu vermeiden“, sagte der Politiker dem „Tagesspiegel”. „Wir haben die letzten Monate viel dazugelernt und wissen, mit pauschalen Maßnahmen kommen wir nicht weiter.” Vielmehr brauche es „glaubwürdige, vertrauensbildende und nachvollziehbare Maßnahmen” – nur so schaffe man Akzeptanz in der Bevölkerung, so Bareiß.

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Die Beherbergungsverbote, die einige Bundesländer ohne Rücksprache mit Hoteliers ausgesprochen hatten, kritisierte der Tourismusbeauftragte. Sie hätten nichts gebracht. „Im Gegenteil: Sie haben Schaden angerichtet.“

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Um der angeschlagenen Tourismusbranche zu helfen, hält Bareiß nicht nur eine Verlängerung des laufenden 50-Milliarden-Euro-Hilfsprogramms des Bundes, sondern auch zusätzliche Spezialprogramme für nötig. Diese sollten Gastronomen, Hoteliers, Veranstaltern oder Schaustellern helfen, ihre Kosten abzudecken.

RND/gei/dpa

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