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Neue Studie: Kämpfen Deutschlands Urlaubsorte mit Overtourism?

  • In einer Studie will das Deutsche Institut für Tourismus­forschung die Frage nach Overtourism in Deutschland klären.
  • Dazu werden Einheimische aus klassischen Urlaubsorten befragt.
  • Die größten Ärgernisse sind zu viele Autos, Umwelt­probleme und Menschen­massen.
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Urlaub an der Nordsee, der Ostsee oder in den Alpen – Reisen im eigenen Land sind besonders während der Corona-Pandemie beliebt. Das sorgt im Sommer für volle Strände und im Winter für mit Tages­touristinnen und ‑touristen überfüllte Schneehügel. Womit Städte wie Amsterdam und Venedig schon vor Corona zu kämpfen hatten, scheint nun auch Deutschland zu treffen: Das Stichwort lautet Overtourism.

Akzeptanz von Touristen in Mecklenburg-Vorpommern extrem hoch

Aber wie hoch ist die Akzeptanz der Deutschen von Menschenmassen in ihrem Wohnort? Das untersucht das Deutsche Institut für Tourismus­forschung seit 2019. In repräsentativen Befragungen wurden Einheimische von Urlaubsorten auf die positiven und negativen Effekten des Tourismus in ihrem Leben und an ihrem Wohnort angesprochen. Die Projektleiterin Sabrina Seeler erklärt, dass es dabei vor allem um die subjektiven Wahrnehmungen der Einheimischen gehe. Dabei spielen die Gegebenheiten vor Ort ebenso wie die persönliche Haltung der Bewohnerinnen und Bewohner eine große Rolle.

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Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Tourismus­akzeptanz extrem hoch. Das beliebte Bundesland an der Ostseeküste landet im Bundesland­vergleich auf dem ersten Platz. In Bayern liegt die Akzeptanz unter dem bundesweiten Durchschnitt, wodurch das Land in dem Ranking Platz zehn von 16 erreicht.

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Die Bundesländer in der absteigender Reihenfolge der Tourismus­­akzeptanz der Wohnbevölkerung

  1. Mecklenburg-Vorpommern
  2. Sachsen
  3. Niedersachsen
  4. Baden-Württemberg
  5. Schleswig-Holstein
  6. Hamburg
  7. Sachsen-Anhalt
  8. Bremen
  9. Nordrhein-Westfalen
  10. Bayern
  11. Hessen
  12. Rheinland-Pfalz
  13. Brandenburg
  14. Berlin
  15. Saarland
  16. Thüringen
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Positive und negative Effekte auf die Bevölkerung

In der Studie um die Tourismus­akzeptanz hoben die Einheimischen vor allem die Förderung der lokalen Wirtschaft, das positive Image für ihren Wohnort und die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze als positive Auswirkungen des Tourismus hervor. Als negative Effekte wurden die Verstärkung der Verkehrs­probleme ebenso beklagt wie die Belastung der Natur durch den Tourismus. Dass sich zu viele Touristinnen und Touristen zur selben Zeit am selben Ort aufhielten, landet bei der Befragung auf Platz drei.

RND/jm/bv

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