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Spanien wird Corona-Risikogebiet: Reiseverband bleibt gelassen

  • Die extrem gestiegenen Corona-Zahlen haben Konsequenzen.
  • Ganz Spanien gilt ab Sonntag als Corona-Risikogebiet.
  • Während die Reiseindustrie vor Ort bangt, bleibt der Deutsche Reiseverband gelassen.
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Berlin/Madrid. Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat gelassen auf die ab Sonntag geltende Einstufung ganz Spaniens als Corona-Risikogebiet reagiert. „Für Flugreisende ändert sich mit der Einstufung von Spanien als einfaches Risikogebiet faktisch nichts. Reisende können ihren Urlaub wie geplant fortsetzen“, sagte DRV-Sprecherin Kerstin Heinen der Deutschen Presse-Agentur.

Sie appellierte an alle Reisenden, sich auch während ihres Urlaubs an Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. „So ist verantwortungsvolle Mobilität auch in Zeiten von Corona möglich.“

Mallorca und andere spanische Inseln werden Risikogebiet

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Die Bundesregierung hatte das beliebteste Urlaubsland der Deutschen zuvor mit Wirkung ab Sonntag auf die Corona-Risikoliste gesetzt. Dann werden auch Mallorca und die Kanaren zum Risikogebiet.

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Für Flugreisende ergeben sich daraus aber keine Folgen: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

Allerdings rät das Auswärtige Amt ab Sonntag in seinen Reisehinweisen von touristischen Reisen nach Spanien ab. Aber: „Risikogebiet heißt nicht Urlaubsverbot. Es ist aber das deutliche Zeichen: Bitte aufpassen und bei Rückkehr testen!“, so ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Sorge in Spanien vor Buchungseinbruch

Während die Reisebranche hierzulande die Einstufung daher gelassen nimmt, sieht das in Spanien anders aus. Dort sorgt sich die Tourismusindustrie fürchtet einen Buchungseinbruch – noch aber fehlen dazu belastbare Zahlen. „Es gibt keine Stornierungsstatistiken“, zitiert die Netzzeitung „El Confidencial“ den Präsidenten des Hotelverbandes Cehat, Ramón Estalella. „Niemand kann sagen, dass es geschieht“ – dass also Urlauber aus Furcht vor dem Virus wegbleiben.

Die spanische Tourismusministerin Reyes Maroto hat kein Verständnis für die Hochstufung ihres Landes: „Die Regierungen dürfen jetzt keinen Alarm schlagen“, sagte sie in einem Interview mit dem Radiosender RNE. Man könne die epidemiologische Situation nicht nur anhand der kumulierten Inzidenz messen.

RND/dpa/gei

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