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Spanien macht auf: Einreise auch mit Antigen-Schnelltest möglich

  • Ab Montag ist in Spanien die Einreise mit einem negativen Antigen-Testergebnis möglich.
  • Außerdem fällt die Testpflicht für Geimpfte. So will die Regierung mehr Reisende anlocken.
  • Das Land hofft für dieses Jahr auf mindestens halb so viele Besucher wie 2019.
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Urlaubsreisen nach Spanien werden leichter. Jedenfalls für Covid-Geimpfte und jene, die die Krankheit überstanden haben: Ab diesem Montag brauchen sie bei der Einreise keinen negativen PCR-Test mehr vorzuweisen. Die Impfung muss komplett sein und mindestens zwei Wochen zurückliegen, was bei der Ankunft überprüft wird.

Wer nicht geimpft ist oder schon eine Covid-Erkrankung hinter sich hat, muss sich entweder vor der Einreise nach Spanien einem PCR-Text unterziehen oder kann ab dem 7. Juni mit einem negativen Antigen-Testergebnis einreisen. Alle Reisenden, Geimpfte wie Ungeimpfte, sollten sich vor dem Abflug die App Spain Travel Health aufs Telefon laden und dort einen Fragebogen zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Der dadurch kreierte QR-Code wird bei der Ankunft in Spanien kontrolliert.

Spanien hofft auf mehr als 40 Millionen Reisende im Jahr 2021

Mit diesen Reiseerleichterungen hofft Spanien auf die Rückkehr der Touristen. Das vergangene Jahr war beinahe ein Totalausfall für das Urlaubsland: Es kamen knapp 19 Millionen ausländische Gäste, das waren 77 Prozent weniger als im Vorjahr. Für dieses Jahr erwartet das Tourismusministerium mindestens halb so viele Besucher wie 2019, also deutlich mehr als 40 Millionen – wenn es die Entwicklung der Corona-Pandemie erlaubt.

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Bisher waren die Menschen vorsichtig. Auch wenn dieses Jahr ausführlich über den Osterurlaub wagemutiger Deutscher auf Mallorca berichtet wurde – besonders viele kamen nicht. Im April landeten 125.000 ausländische Gäste auf den Balearen (zu denen Mallorca gehört), darunter 81.000 Deutsche. Zum Vergleich: Im April 2019 kamen knapp 1,1 Millionen Ausländer auf die Inseln, davon gut 453.000 Deutsche. Es ist also noch Luft nach oben. Wenn die Informationen des spanischen Tourismusministeriums stimmen, dann haben die Deutschen schon wieder große Lust auf Spanien: In der Woche vom 4. bis 10. Mai hätten sie Urlaubsreisen nach Spanien im Wert von fast 100 Millionen Euro gebucht, das sei ein Viertel mehr als in der gleichen Woche 2019 gewesen. Wobei zu bedenken ist, dass die Menschen mit ihren Reiseplänen dieses Jahr länger gezögert haben und jetzt ihre Buchungen nachholen, die sie in normalen Jahren längst getätigt hätten. Aber vielleicht ist der Durchbruch erreicht.

Fast 40 Prozent aller Spanier haben mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten

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Viel – fast alles – wird davon abhängen, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 54 und einer 14-Tage-Inzidenz von 118 steht Spanien im europäischen Vergleich zurzeit durchschnittlich gut da. Je weiter die Impfungen vorangehen, umso mehr sinken die Ansteckungszahlen. Besonders gut sieht es auf Mallorca und den anderen Baleareninseln aus, dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz schon länger unter 20, und von den Krankenhausbetten sind nur noch 34 – 1,05 Prozent der Kapazität – mit Covid-Patienten belegt. Fast 40 Prozent aller Spanier haben mittlerweile mindestens eine Impfdosis erhalten, gut die Hälfte von ihnen ist komplett geimpft.

Spanien-Urlaub: Diese Corona-Regeln gelten im Land

Weil das Virus aber noch nicht besiegt ist, gelten weiterhin bestimmte Einschränkungen. Am augenfälligsten ist die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit – nur zum Essen, Trinken oder Baden (auch zum Sonnenbaden) darf man sie abnehmen. Nächtliche Ausgangssperren gibt es mittlerweile nicht mehr, aber immer noch frühere Schlusszeiten als gewöhnlich in der Gastronomie: auf den Balearen zum Beispiel um 23 Uhr auf Terrassen und um 18 Uhr in den Innenräumen von Restaurants und Cafés. Über den gerade geltenden Stand der Dinge in allen spanischen Regionen informiert (auf Deutsch) die ständig aktualisierte Website travelsafe.spain.info/de.

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Ab diesem Montag können in Spanien auch wieder europäische Kreuzfahrtschiffe anlegen. Grundsätzlich gelten für die Schiffsreisenden dieselben Regeln wie für Flugreisende. Beim Landgang allerdings sollen die Gäste in Gruppen zusammenbleiben und die Städte nicht auf eigene Faust erkunden. Und auch wer die Landgrenze von Frankreich nach Spanien überquert, muss im Besitz eines aktuellen, negativen PCR-Tests sein, es sei denn, er ist geimpft oder hat bereits eine Covid-Erkrankung überstanden. Grenzkontrollen allerdings gibt es keine. Sich an die Regeln zu halten, ist hier eine Frage des guten Benehmens.

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