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Inzidenz 348,7: Spaniens Tourismusbranche ist pessimistisch für den Sommer

  • Spaniens Tourismus erlebt einen Rückgang an Buchungszahlen.
  • Das liegt vor allem an den stark steigenden Corona-Fällen landesweit und auf den Inseln.
  • Auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz bei 348,7 liegt, ist die Lage in den Krankenhäusern entspannt.
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Madrid. Angesichts hoher Corona-Zahlen in Spanien hat sich die Tourismusbranche pessimistisch über die laufende Sommersaison geäußert. Es gebe einen „plötzlichen Rückgang“ bei den Buchungen ausländischer Urlaubenden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Samstag unter Berufung auf den Vizepräsidenten des spanischen Tourismusverbandes Exceltur, José Luis Zoreda.

„Wenn sich die Corona-Zahlen weiter verschlechtern, schätzen wir, dass der Tourismus in diesem Sommerquartal einen Umsatz von 37,97 Milliarden Euro generieren wird, mehr als die 24,30 Milliarden im selben Zeitraum des Vorjahres, aber viel weniger als die 58,37 Milliarden des Jahres 2019“, zitierte der Sender den Tourismusmanager.

Spanien hoffte wegen Impf-Fortschritt auf Tourismus im Sommer

Die Branche hatte wegen der fortschreitenden Impfkampagne auf eine weit stärkere Erholung des Geschäfts in diesem Sommer gehofft. Der Tourismus trägt in normalen Zeiten mehr als zwölf Prozent zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, auf den auch bei Deutschen beliebten Urlaubsinseln der Balearen und auf den Kanaren sind es sogar rund 35 Prozent. Die Branche sichert Hunderttausende Arbeitsplätze.

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Zur Eindämmung der Pandemie haben einige Regionen wieder nächtliche Ausgehsperren in einzelnen Kommunen von 01.00 bis 06.00 Uhr eingeführt - so Katalonien sowie Valencia und Kantabrien. Bereits 8 Millionen der 47 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Spaniens seien davon betroffen, schrieb die Zeitung „El País“. Auf Mallorca mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 270 ist das bisher nicht vorgesehen. Auf den Kanaren (176) lehnte ein Gericht eine Ausgehsperre ab, dennoch gelten auch hier auf vielen Inseln wie Teneriffa und Fuerteventura inzwischen wieder Einschränkungen.

Trotz Inzidenz 348,7: Entspannte Lage in den Krankenhäusern

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Spanien lag am Sonntag bei 348,7. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt sie derzeit 10. Allerdings ist die Lage in den Krankenhäusern nicht so angespannt wie bei früheren Wellen. Knapp zehn Prozent aller Betten auf Intensivstationen sind mit Corona-Patientinnen und -Patienten belegt. Binnen sieben Tagen wurden 56 weitere Todesfälle wegen Corona registriert. Das liegt vor allem an der Impfkampagne. Gut 61 Prozent aller Spanierinnen und Spanier haben mindestens eine Corona-Impfung erhalten, knapp 50 Prozent sind vollständig geimpft.

RND/dpa

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