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Sommerurlaub: Ferienwohnungen an Nordsee und Ostsee werden teils schon knapp

  • Viele Deutsche träumen trotz Corona-Lockdown vom Urlaub am Meer.
  • Das macht sich bereits in den Buchungszahlen für den Sommer bemerkbar, besonders gefragt sind Ferienwohnungen und Ferienhäuser.
  • Für die Monate Juni bis August wird das Angebot in beliebten Regionen teils schon knapp.
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Durch die Corona-Pandemie buchen viele Reisewillige bevorzugt Ferienhäuser und Ferienwohnungen. So können sie den Hygieneauflagen in den Hotels entfliehen und gleichzeitig genügend Abstand zu anderen Urlaubern halten. Beliebte Unterkünfte sind daher für den Sommer schnell vom Markt. Das zeigt unter anderem eine Analyse der bisherigen Buchungsdaten für den Reisezeitraum Juni bis August 2021 von DS Destination Solutions, dem Ferienwohnungvermarkter der HRS-Gruppe, die mehr als 270.000 Ferienunterkünfte in Deutschland und Österreich vermittelt.

Auch die Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TASH) bestätigt gegenüber den „Lübecker Nachrichten”, dass der Urlaub in „fremden eigenen Wänden”, wo Urlauber autark seien, klar im Trend liege. Reisende würden voraussichtlich zunächst schnell und unkompliziert erreichbare Orte bevorzugen, um bei Bedarf auch schnell wieder nach Hause zurück fahren zu können.

Nachfrage für Regionen an Nordsee und Ostsee groß

Insbesondere für die Nord- und Ostsee ist die Nachfrage groß und die Angebote werden jetzt bereits knapp. So seien im August auf den Nordseeinseln nur noch 32 Prozent der Unterkünfte bei DS Destination Solutions buchbar. Die meisten Buchungen entfallen auf Sylt und Föhr, ermittelte das Unternehmen für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Relativ knapp werde die durchschnittliche Verfügbarkeit insbesondere auf Föhr (24 Prozent), Norderney (23 Prozent), Langeoog (23 Prozent). Vergleichsweise mehr Auswahl gebe es derzeit noch auf Sylt (36 Prozent).

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Auf den Ostseeinseln seien im August bereits 52 Prozent der Ferienwohnungen ausgebucht. Ferienwohnungen in Heringsdorf in Mecklenburg-Vorpommern würden die höchste Nachfrage erzielen – gefolgt von Binz, Bansin, Sellin, Ahlbeck, Karlshagen, Kühlungsborn, Baabe, Göhren und Zingst. Besonders bei bestimmten Wünschen an eine Unterkunft, sollten Urlauber daher nicht all zu lange mit einer Buchung warten. „Zum Beispiel Ferienwohnungen mit zwei separaten Schlafzimmern werden schon knapp”, so Doris Wilmer-Huperz von der Tourismusagentur Lübecker Bucht (TALB).

DIe Auswertung von DS Destination Solutions zeigt, dass bereits viele Ferienwohungen für die Sommermonate Juni bis August bereits ausgebucht sind. Die Nachfrage ist besonders hoch an den Küsten. © Quelle: DS Destination Solutions
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Ähnlich sieht es bei der Buchungsplattform Home to Go aus. Dort seien allein zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar die Suchanfragen für den Sommerurlaub zwischen Juni und August an Ostsee- und Nordsee um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Suchvolumen 2019/2020 gestiegen. Und auch für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 11. Februar klingen die Anfragen zu den Küstenregionen nicht ab. Die meist gesuchten Orte für die Hochsaison seien Rügen, Usedom, Sylt, Fehmarn, Sankt Peter-Ording, Zingst, Fischland-Darß-Zingst, Kühlungsborn, Grömitz und Norderney. Viele Anfragen gebe es zudem zu Bayern und dem Allgäu, so Home to Go gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Auch die Nachfrage für Unterkunft in den Bergen steigt

Eine relativ hohe Nachfrage zu Unterkünften in den bayerischen Alpen zeigt sich auch bei an der Verfügbarkeit des DS-Angebotes. Denn dort seien nur noch 50 Prozent der Ferienwohnungen verfügbar. In der Zugspitzregion seien es zum Beispiel 51 Prozent, rund um den Chiemsee etwa 55 Prozent. Zu den Topzielen gehören dort Schliersee, Rottach-Egern und Bad Wiessee. Gleichzeitig gebe es aber in der Mitte des Landes noch viel Auswahl für Urlauber auf der Suche nach der passenden Unterkunft. Die Sächsische Schweiz hält zum Beispiel noch 84 Prozent bereit, an der Rhön sind es sogar 89 Prozent. Ähnlich entspannt sieht es derzeit noch im Odenwald sowie im Harz aus.

Buchungsverhalten von Urlaubern zu Ostern eher zurückhaltend

Zu Ostern sei das Buchungsverhalten wegen der ungewissen Lage aufgrund des Lockdowns insgesamt eher zurückhaltend, so Touristiker aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gegenüber dem Reisereporter. Es wird vermutet, dass die meisten Gäste lieber abwarten, um sich das Hin und Her von Buchung, Umbuchung und Stornierung zu ersparen. Die TASH schätzt aber, dass mit den ersten Lockerungen die Urlaubsplanungen stark ansteigen, beispielsweise in Büsum.

RND/bv

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