Sommerurlaub 2021: Buchungen brechen um 76 Prozent ein

  • Die Menschen in Deutschland zeigen sich noch sehr zurückhaltend mit Buchungen für den Sommerurlaub.
  • Die deutsche Reisebranche verzeichnet einen Rückgang um drei Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • Grund dafür sei auch die Stigmatisierung von Reisen durch die Politik, kritisieren Branchenvertreter.
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2020 war ein schlechtes Jahr für die deutsche Reisebranche – und 2021 verspricht bislang kaum besser zu werden. Die Buchungen seien derzeit noch unter dem Niveau des Vorjahres, erklärte Michael Frenzel, Chef des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), gegenüber „Welt am Sonntag“. „Für die Sommersaison liegen die Buchungen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den Zahlen im Vorjahreszeitraum.“

Im Frühjahr habe es mehr Stornierungen als Buchungen gegeben. Eine Verbesserung erwarte die Branche erst ab Herbst. Die Buchungsrückgänge für das dritte Quartal seien laut Frenzel niedriger als in den Sommermonaten davor: Für den September bezifferte er den Rückgang auf 36, für den Oktober auf 22 Prozent.

Kritik am Reisebashing durch die Politik

Die Tourismusbranche könne nur überleben, wenn die Politik Modellprojekte wie die in Schleswig-Holstein geplanten ermögliche, so Frenzel. Bislang werde allerdings ganz bewusst jede Form von Reisen schlechtgeredet. Sein Appell: „Diese Stigmatisierung muss aufhören.“

RND/cs

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