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Sommer 2022: Airlines und Experten erwarten starke Reisesaison

Weil mehrere Passagiere die Maschine wegen Flugangst verließen, kam es zu einer mehr als dreistündigen Verspätung. Den übrigen Fluggästen steht nun eine Entschädigung zu.

Airlines und Reiseanbieter blicken optimistisch aufs Sommergeschäft 2022. (Symbolbild)

Frankfurt/Main. Die Reiselust vieler Menschen in Deutschland scheint trotz der verschärften Corona-Lage zurückzukehren. Nach einer Auswertung des Analysehauses TDA haben die Buchungen seit Ende vergangenen Jahres Fahrt aufgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei der Sommerurlaub. Auch Eurowings sowie die Billigflieger Ryanair und Easyjet bereiten sich auf einen Sommer mit hohen Buchungszahlen vor.

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Eurowings plant mit 100 eigenen Flugzeugen auf Mittelstrecke

Der Lufthansa-Ferienflieger Eurowings berichtete von Zehntausenden Neubuchungen, die jeden Tag für die kommende Saison einliefen. „Die Indizien für ein gutes Jahr verdichten sich“, sagte Airline-Chef Jens Bischof. Man werde das Angebot auf der Mittelstrecke mit rund 100 eigenen Flugzeugen mindestens auf das Vorkrisenniveau ausbauen oder es sogar übertreffen. Allein Mallorca wolle man in der Hauptsaison von mehr als 20 europäischen Flughäfen zusammen 380 Mal in der Woche anfliegen.

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Angesichts allseits steigender Faktorkosten etwa bei Energie, Steuern und Gebühren werde sich Eurowings aber nicht auf einen Preiskampf einlassen. Diese Faktoren seien auch verantwortlich für die aktuell höheren Ticketpreise, während sich bei den Erlösen der Fluggesellschaft wenig geändert habe.

Eurowings bietet als Lufthansa-Tochter günstige Fernflüge an - wie viel Geld Reisende am Ende jedoch sparen, hängt auch von den Extrakosten für Gepäck und Sitzplatzreservierungen ab.

Eurowings will im Sommer allein Mallorca von mehr als 20 europäischen Flughäfen zusammen 380 Mal in der Woche anfliegen.

Sommerurlaub rückt zunehmend in den Fokus Sonnenhungriger

Allein in den ersten zwei Januarwochen 2022 hätten die Neubuchungsumsätze im Reisevertrieb die des gesamten Dezembers 2021 deutlich übertroffen, teilte TDA mit. Der klassische Januar-Peak kehre in diesem Jahr zurück. Das Vor-Corona-Niveau hätten die Umsätze aber noch nicht wieder erreicht. Der Januar zählte vor Ausbruch der Pandemie traditionell zu den starken Buchungsmonaten für die volumenstarke Sommersaison.

Der diesjährige Sommerurlaub rückt demnach zunehmend in den Fokus Sonnenhungriger: Sein Anteil am gesamten Buchungsumsatz stieg bis Mitte Januar auf 64 Prozent. Zusammengerechnet erreichten die Buchungen in Reisebüros und auf Reiseportalen für die diesjährige Sommersaison zwar erst die Hälfte des Vor-Corona-Umsatzes 2019. Hoffnung mache aber die Entwicklung seit Anfang des Jahres. Die Buchungsumsätze seien von Woche zu Woche gestiegen. „Die Tendenz stimmt“, teilte TDA mit.

Ryanair will die Nachfrage zusätzlich mit Preissenkungen ankurbeln

In eine ähnliche Richtung gehen die Sommer-Prognosen der zwei großen Billigflieger Ryanair und Easyjet. Ryanair-Chef Michael O‘Leary rechnet für seine Airline sogar mit mehr Flügen als vor der Corona-Krise: Die angebotene Sommer-Kapazität liege derzeit 14 Prozent höher als im Sommer 2019. „Wir sehen einen starken Sommer vor uns, mit einer aufgestauten Nachfrage“, hatte Easyjet-Chef Johan Lundgren bereits am Mittwoch (27. Januar) gesagt. Für die Hauptreisezeit von Juli bis September will er daher fast so viele Flüge anbieten wie im Vorkrisen-Sommer 2019.

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Durch Omikron-Welle sei weiterhin eine Zurückhaltung bei den Ticketbuchungen zu süren. Die Kunden kauften ihre Tickets nach wie vor sehr kurzfristig, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Ryanair will die Nachfrage im laufenden Quartal daher mit deutlichen Preissenkungen ankurbeln.

Palma De Mallorca: Eine Ryanair-Maschine und eine Maschine von EasyJet stehen auf dem Vorfeld. Europas größter Billigflieger Ryanair spürt infolge der Omikron-Welle weiter eine Zurückhaltung bei den Ticketbuchungen.  Ryanair will die Nachfrage im laufenden Quartal daher mit deutlichen Preissenkungen ankurbeln.

Palma De Mallorca: Eine Ryanair-Maschine und eine Maschine von EasyJet stehen auf dem Vorfeld. Europas größter Billigflieger Ryanair spürt infolge der Omikron-Welle weiter eine Zurückhaltung bei den Ticketbuchungen. Ryanair will die Nachfrage im laufenden Quartal daher mit deutlichen Preissenkungen ankurbeln.

Ryanairs britischer Wettbewerber Easyjet rechnet in disem Sommer ebenfalls mit hohen Buchungszahlen, nachdem die britische Regierung die Corona-Regeln für die Einreise nach England aufgehoben hat. In den kommenden fünf Jahren will Easyjet insgesamt 1000 Piloten einstellen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Ein Fokus soll dabei auf Pilotinnen liegen. Damit wolle das Unternehmen helfen, das Ungleichgewicht der Geschlechter in dem Beruf zu bekämpfen. Nach Easyjet-Angaben sind nur 6 Prozent aller Cockpit-Lenker weltweit Frauen.

RND/dpa

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