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  • Skisaison in Gefahr? Liftbetreiber in Thüringen angesichts Lockdown-Diskussion skeptisch

Liftbetreiber in Thüringen: Skepsis vor Beginn der Skisaison

  • Im vergangenen Winter standen die Skilifte wegen Corona still.
  • Anfang Dezember wollen die Skigebiete in Thüringen in die neue Saison starten.
  • Wegen 2G-Regelungen und Lockdown-Diskussion herrscht aber eher vorsichtige Skepsis.
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Suhl. Die Wintersport-Tourismusbranche im Thüringer Wald sieht der bevorstehenden Saison angesichts der hohen Infektionszahlen und strengen Corona-Regeln mit gemischten Gefühlen entgegen. Der kommende Winter werde für Gaststätten, Hotels und Freizeitanbieter in den Wintersportorten erneut zum Kraftakt, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Südthüringer Industrie- und Handelskammer (IHK), Jan Scheftlein, der Deutschen Presse-Agentur.

Kritik übte Scheftlein an den auch für Freizeitangebote unter freiem Himmel geltenden 2G-Regeln, die ungeimpfte Gäste ausschließen. Bei den Skiliften wiederum greift das 3G-Prinzip, damit ist ein Nachweis über Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test nötig. Angesichts des geringen Infektionsrisikos im Freien seien 2G beziehungsweise 3G für Rodelbahnen und Skilifte unverhältnismäßig, meinte Scheftlein.

Unsicherheit bezüglich der Regeln zu Weihnachten

Problematisch sei für die Tourismusanbieter außerdem die Unsicherheit darüber, welche Regeln für die wichtige Zeit zwischen Weihnachten und Silvester gelten. Die jetzigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit Schließungen etwa auch von Schwimmbädern und Saunen greifen zunächst bis zum 21. Dezember.

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In der vergangenen Saison war der Thüringer Wintersporttourismus vollständig dem Lockdown zum Opfer gefallen. Trotz reichlich Schnee standen alle Skilifte still. Loipen und Rodelhänge durften nur von Tagestouristinnen und Tagestouristen, teils sogar ausschließlich von Anwohnerinnen und Anwohnern genutzt werden.

Anfang Dezember will Oberhof in die Skisaison starten

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In Thüringen locken 21 Liftanlagen mit Pistenunterschiedlicher Schwierigkeitsgrade die Alpinskifahrerinnen und -fahrer. Vor allem die großen Anlagen in Heubach, Schmiedefeld, Oberhof und Steinach können bei entsprechenden Minusgraden auch Kunstschnee produzieren.

„Ich bin glücklich, dass wir den Skihang öffnen dürfen“, sagte Rainer Mahn, Geschäftsführer der Oberhofer Freizeit- und Tourismus GmbH, die den Fallbachlift in Thüringens bekanntestem Wintersportzentrum betreibt. Nach vier Wochen Vorbereitungszeit könnte der alpine Skibetrieb in Oberhof Anfang Dezember starten – wenn das Wetter mitspielt, wie Mahn sagte. Er rechnet bei einem schneereichen Winter auch mit einem entsprechenden Gästeandrang.

Liftbetreiber stellen auf Onlinetickets um

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In der Skiarena Silbersattel in Steinach mit vier Liftanlagen und fünf Kilometer Abfahrtspisten wird der 18. Dezember als Start in die Saison angepeilt. Zugang zu den Skiliften sollen in Steinach allerdings nur Geimpfte und Genesene erhalten – analog der Regelungen für die Gastronomie und die Verleihstationen, kündigte Axel Müller von der Skiarena Silbersattel an. Erstmals könnten Wintersportlerinnen und Wintersportler dann auch Tickets für die Lifte online kaufen.

RND/dpa

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