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Skifahren in den Alpenländern: Das planen die Skigebiete 2021

  • Die Alpen sind vielerorts tief verschneit und bilden die perfekte Kulisse für Wintersport.
  • In Deutschland werden die Skigebiete aber wohl noch bis Ende Januar geschlossen bleiben.
  • Italien und Frankreich will Skigebiete demnächst öffnen, in Österreich und der Schweiz ist Skifahren möglich.
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Sieben bis acht Millionen Deutsche fahren nach Angaben des Deutschen Skiverbandes regelmäßig Ski – ein Milliardengeschäft für die Skigebiete und ein großes Vergnügen für Skifans. Doch ob im Sauerland, auf der Zugspitze, in den Alpen, im Harz oder in Skihallen: In Deutschland stehen die Skilifte still – und das wohl mindestens bis zum 31. Januar. Auch die Hotels bleiben geschlossen. Denn der Lockdown wurde verschärft und bis Ende des Monats verlängert.

In Corona-Hotspots kann die Bewegungsfreiheit sogar auf einen Radius um 15 Kilometer eingeschränkt werden. So sollen Tagesausflüge in Wintersportorte erschwert werden, die in den vergangenen Wochenenden immer wieder unter dem Ansturm von Menschenmassen ächzten. Das sorgte für überfüllte Parkplätze, kilometerlange Staus und nicht eingehaltene Abstandsregeln. Im nordrhein-westfälischen Winterberg bleiben die Pisten, Rodelhänge und Parkplätze daher vorerst dicht, das hessische Willingen zieht nach. Andere Ausflugsregionen setzen hingegen auf Appelle statt Verbote.

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RND-Videoschalte: Bürgermeister Michael Beckmann: "Sowas haben wir in Winterberg noch nicht erlebt"
5:12 min
Winterberg wurde von Tagestouristen überrannt und mittlerweile abgeriegelt. Der Bürgermeister der Stadt, Michael Beckmann, über die aktuelle Situation.  © RND
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Skifahren in Italien, Schweiz und Österreich: Reiserückkehrer müssen in Quarantäne

Alternativen können Skigebiete jenseits der Grenzen, in Italien, Frankreich, Schweiz oder Österreich bieten. Italien, das einst gefordert hatte, über den Jahreswechsel die Skigebiete im gesamten Alpenraum zu schließen, will die Skigebiete am 18. Januar öffnen.

Doch Italien, wie auch Österreich, Frankreich und Schweiz gelten als Risikogebiete. Für Reiserückkehrer besteht eine zehntägige Quarantänepflicht, die mit einem negativen Corona-Test nach dem fünften Tag aufgehoben werden kann. Ab dem 11. Januar wird zudem die Zwei-Test-Strategie eingeführt. Das heißt, wer aus einem Risikogebiet einreist, muss sich entweder im Zielland selbst maximal 48 Stunden vor Rückkehr oder „unmittelbar nach Einreise“ einem Corona-Test unterziehen und dann dennoch in Quarantäne. Nur in NRW können Rückkehrer wählen, ob sie einen Corona-Test oder Quarantäne bevorzugen.

Skigebiete in Italien öffnen mit angepassten Gesundheitsregeln

Italiens Wintersportgebiete dürfen nach einer langen Corona-Sperre ihre Skilifte ab dem 18. Januar wieder für Freizeitsportler öffnen. Ursprünglich war der Neustart der Wintersportsaison schon nach der ersten Januarwoche vorgesehen gewesen, aber viele betroffene Regionen und Provinzen hatten um eine Verschiebung gebeten, damit sie die Gesundheitsregeln anpassen können. Dabei geht es etwa darum, wie voll Lifte und Gondeln besetzt sein dürfen, um zu gewährleisten, dass sich Wintersportfans nicht mit Covid-19 anstecken. Außerdem werden die Gondeln regelmäßig desinfiziert, es gibt Schutzabtrennungen und die Taktfrequenzen von Skibussen werden erhöht.

Bei Einreisen aus allen Ländern der EU ist die Vorlage einer Einreiseerklärung und eines negativen PCR- oder Antigen-Tests erforderlich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Wer keinen negativen Test vorlegt, muss eine Selbstisolation einhalten. Die Einreise muss dem zuständigen italienischen Gesundheitsamt am Aufenthaltsort in Italien (Dipartimento di prevenzione del’azienda sanitaria locale) angezeigt werden, so das Auswärtige Amt.

Trotz Lockdown: Skigebiete in der Schweiz zum Teil offen

Noch bis zum 22. Januar ist die Schweiz im Lockdown, allerdings dürfen die Kantone selbst entscheiden, ob sie die Skigebiete offen lassen oder nicht. So haben die Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Zug sowie Appenzell Innerrhoden angekündigt, dass die Skilifte bis dahin stehen bleiben. Die meisten Bergbahnen und Skigebiete sind aber unter strikter Einhaltung der Schutzkonzepte in Betrieb, so der Schweizer Tourismusverband. Dort gilt eine Maskenpflicht – nicht nur in den geschlossenen Seilbahnkabinen, sondern auch auf den Freiluftbahnen (Sesselbahnen, Schlepplifte) sowie in allen Anstehbereichen.

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Überfüllte Skigebiete trotz Lockdown
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Trotz der aktuell hohen Infektionszahlen tümmeln sich Menschen in den Skigebieten in Deutschland, Österreich und der Ukraine.  © Reuters
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Deutsche Staatsangehörige können grundsätzlich uneingeschränkt in die Schweiz einreisen, nur für Einreisende, die sich in den vergangenen zehn Tagen in Risikoländern aufgehalten haben, besteht eine zehntägige Quarantänepflicht. Derzeit ist aber nur Sachsen in der Schweiz als Risikogebiet eingestuft.

Österreich: Skigebiete offen – aber Deutsche sind unerwünscht

An Heiligabend ist Österreich unter strengen Hygieneauflagen in die Skisaison gestartet. Dabei ist wegen des Coronavirus das Tragen von besonders wirksamen FFP2-Masken für alle Skifahrer über 14 Jahre Pflicht, wenn sie sich in Gondeln aufhalten oder anstehen. Einige Seilbahnen bieten solche Masken zum Verkauf an, andere haben die Skiläufer gebeten, selbst welche mitzubringen.

Für Deutsche ist der Skiurlaub im Nachbarland aber quasi unmöglich - denn Österreich hat Vorkehrungen getroffen. In dem Land wird der bis zum 18. Januar geplante Lockdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Hotels und Gastronomie bleiben nun bis 24. Januar geschlossen. Und um Tagestourismus aus den Nachbarstaaten zu untersagen, gilt in Österreich eine zehntägige Quarantänepflicht nach Einreise.

Skilifte in Frankreich öffnen wohl nicht am 7. Januar

In Frankreich bleiben die Skilifte bis mindestens 7. Januar geschlossen. Der Ärger in den berühmten Tourismusregionen wie Chamonix, Savoyen oder Les Trois Vallées darüber war besonders groß. Viele kritisierten, die Entscheidung der Regierung sei nicht verhältnismäßig – man würde vor Ort Hygieneregeln einhalten.

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Eine Öffnung auch nach diesem Datum ist angesichts der weiterhin hohen Corona-Fallzahlen wenig wahrscheinlich, verkünde Regierungssprecher Gabriel Attal. Das weitere Vorgehen der Regierung ist bisher unklar. Reisen nach Frankreich sind unterdessen weiterhin uneingeschränkt möglich.

RND/bv/dpa

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