Tourismusprojekt: Schleswig-Holstein zieht positive Bilanz

  • Das Bundesland Schleswig-Holstein startete Mitte April ein Tourismus-Modellprojekt.
  • Das Modell sollte zeigen, dass Urlaub trotz Corona möglich ist.
  • Nach drei Monaten fällt die Bilanz positiv aus.
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Kiel. Der vergangene Winter fühlte sich durch die Corona-Pandemie, den Lockdown und die damit verbundenen Maßnahmen für viele Menschen besonders hart und trostlos an. Umso mehr Anklang fand da im Frühjahr die Nachricht, dass die Tourismusbetriebe in vier Modellregionen in Schleswig-Holstein eine schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen erproben würden.

Zu den Modellprojekten zählten die Schlei-Region mit Eckernförde, Nordfriesland mit der Insel Sylt, die innere Lübecker Bucht und die Gemeinde Büsum. Jede der vier Modellregionen hatte eigene Regeln, an die sich sowohl Touristen und Touristinnen als auch Betriebe halten mussten. Insgesamt hatten sich zwölf Kreise, Städte, Gemeinden und Regionen beworben.

2,8 Millionen Übernachtungen allein im Mai

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Wie die „Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ nun berichtet, konnte das Bundesland durch das Projekt allein im Monat Mai 2,8 Millionen Übernachtungen verzeichnen – 85 Prozent mehr als noch im Mai 2020 und fast ebenso viele wie im Vorkrisenjahr 2019. Damals lag die Zahl der Übernachtungen im Mai bei rund 3,3 Millionen und damit nur etwa 15 Prozent über der Zahl dieses Jahres.

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Insbesondere die Städte Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster, die besonders stark von der Corona-Krise betroffen waren, hätten von dem Touristenansturm profitiert. Zwar sei das Normalniveau laut Bettina Bunge, der Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, bislang noch nicht erreicht worden, man sei jedoch auf einem guten Weg dahin.

Projekt trotz Corona-Fällen auf Sylt erfolgreich

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Das Projekt, das am 19. April startete, war mit engmaschigen Testkonzepten verbunden. Außerdem wurden die teilnehmenden Regionen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet und von den Gesundheitsämtern überwacht. Grundsätzlich war das Projekt auf vier Wochen ausgelegt – wären die Infektionszahlen in dieser Zeit in die Höhe geschnellt, wäre das Projekt frühzeitig abgebrochen worden.

Dazu kam es aber trotz einigen Corona-Fällen auf der Insel Sylt nicht. Ganz im Gegenteil: Im Anschluss an das Modellprojekt wurde Urlaub sogar in ganz Schleswig-Holstein unter Auflagen wieder möglich.

RND/jaf

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