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Nach Reise in Risikogebiet: Arzt aus Schwerin hat Corona - mehrere Kontaktpersonen angesteckt

  • Ein Arzt aus Schwerin und seine Kinder ließen sich nach einem Urlaub im Risikogebiet sofort auf Corona testen.
  • Der erste Test war negativ, der zweite jedoch positiv.
  • Darüber entzündet sich eine Diskussion über den Sinn verpflichtender Tests für Reiserückkehrer.
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Wie sinnvoll sind verpflichtende Coronavirus-Tests am Flughafen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten? Über diese Frage wird derzeit diskutiert, nicht zuletzt wegen eines aktuellen Falls aus Schwerin, über den die “Ostsee Zeitung” berichtet. Ein Arzt kehrte mit seinen Kindern (5 und 7 Jahre alt) aus einem Urlaub im Kosovo zurück – einem Corona-Risiko-Gebiet.

Er ließ sich am Dienstag sofort testen, das Ergebnis war negativ. Ein zweiter Test am Donnerstag machte dann aber klar: Die drei haben doch Covid-19. Und auch weitere Kontaktpersonen haben sich angesteckt.

Wieso war erst zweiter Corona-Test positiv?

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Gängige Tests auf eine akute Corona-Infektion sind die sogenannten PCR-Tests. Dabei nehmen Helfer in der Regel mit einem Stäbchen Abstriche aus Nase oder Rachen, die dann auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 untersucht werden. Diese Tests bieten allerdings nur eine Momentaufnahme. Es kann vorkommen, dass das Virus bei einem erst kürzlich Infizierten zum Testzeitpunkt noch nicht nachweisbar ist, wenn die sogenannte Viruslast in seinem Rachen noch zu gering ist.

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Kritik an verpflichtenden Corona-Tests: “Falsche Sicherheit”

Für Prof. Dr. Emil Reisinger, Infektionsmediziner an der Uni Rostock sind verpflichtende Tests am Flughafen daher wenig sinnvoll: “Wir wissen schon seit Monaten, dass die Abstrichtests keine verlässlichen negativen Ergebnisse liefern”, sagte er gegenüber der “Ostsee Zeitung”. Das Problem: “Der Test sagt dann, die Person ist gesund. Am nächsten Tag könnte das Ergebnis aber schon anders sein.”

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Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) bezeichnete Pflicht-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sogar als “Aktionismus, der die Menschen in falscher Sicherheit wiegt”. Besser wäre die Einhaltung einer ein- bis zweiwöchigen Quarantäne gewesen. “Die Erfassung der Rückreisenden an den Flughäfen und die anschließende Verhängung von Quarantäne ist möglich – und für mich alternativlos”, so Badenschier.

RND/gei

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