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„Kurzzeit-Dauercamping“: Neuer Urlaubstrend in Schleswig-Holstein

  • Campingurlaub ist laut der Corona-Regeln in Schleswig-Holstein verboten, Dauercamping aber nicht.
  • Dieses Schlupfloch sorgt für eine hohe Nachfrage nach Dauerstellplätzen.
  • Die Betreiber reagieren zum Teil mit kreativen Angeboten – und wünschen sich dennoch die Tagestouristen zurück.
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Während viele Camper es kaum erwarten können, endlich wieder die Plätze in Schleswig-Holstein beziehen zu dürfen, rollen andere schon die Markise aus. Denn: Die Corona-Regeln untersagen touristische Übernachtungen – Dauercamping aber ist erlaubt. Genau diese Ausnahme machen sich offenbar immer mehr Menschen zunutze, sie beschert den Betreibern einen Run auf die Dauerstellflächen, wie die „Lübecker Nachrichten“ (LN) berichten.

„Die Nachfrage ist hoch, wir sind quasi ausgebucht“, wird Tim Ratajczak, Betreiber des Campingplatzes „Weißer Brunnen“ in Wittenborn, in dem Bericht zitiert. Die Menschen seien verunsichert, ob sie in diesem Jahr noch in den Urlaub fahren könnten und ob sie dann noch freie Plätze bekämen – und sicherten sich deshalb einen Dauerstellplatz, der für mindestens fünf Monate gemietet werden muss.

Betreiber setzen auf neue Angebote mit kürzeren Laufzeiten

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Die Betreiber stellen sich mit teilweise kreativen Angeboten auf die neuerliche Nachfrage ein. So hat der Campingplatz „Seecamping Segeberg“ am Großen Segeberger See etwa das „Kurzzeit-Dauercamping“ erfunden: Statt eines Jahresvertrages ist das Angebot auf sechs Monate während der warmen Jahreszeit limitiert und läuft automatisch aus. Dabei muss der Wohnwagen noch nicht einmal dauerhaft geparkt werden, sondern kann auch für Urlaubsreisen genutzt werden, sobald das möglich ist.

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Oftmals werden auch die Stellflächen, die eigentlich für Tagesgäste gedacht sind, an Dauercamper vergeben. Mit ihnen lässt sich jedoch weniger Geld verdienen. Deshalb halten Betreiber dennoch auch Stellplätze für Touristen frei und hoffen, dass sich auch für sie die Corona-Regeln bald lockern.

Auch Dauercamper müssen Corona-Regeln einhalten

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Für die Dauercamper indes gelten auf den Plätzen dennoch einige Auflagen. Sie dürfen etwa keinen Besuch empfangen, und die Duschen sind gesperrt. Doch auch dieses Problem kann Dauercamper nicht aufhalten – schon gar nicht die, die nur einen kurzen Aufenthalt planen: „Wer über das Wochenende kommt, duscht eben freitags vor der Anfahrt und Sonntag, wenn er wieder nach Hause fährt. Und sonst gibt es eine Schüssel heißes Wasser zum Waschen mit in den Wohnwagen“, sagt Brigitte Schmidt, die zusammen mit Uwe Maletzki den Campingplatz „Seecamping Segeberg“ betreibt, den „LN“.

RND/cs

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