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Österreich macht Skiurlaub bis 2021 praktisch unmöglich - auch für Deutsche

  • Österreich verschärft bis 10. Januar die Einreisebestimmungen.
  • Die neuen Regelungen machen einen Skiurlaub für Deutsche praktisch unmöglich.
  • Denn Österreich verhängt eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten – auch Hotels bleiben vorerst geschlossen.
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Wien. Österreich befindet sich noch bis zum 6. Dezember im harten Lockdown, die Skigebiete in Österreich sind geschlossen. Ein Skiurlaub wird für deutsche Touristen aber auch danach vorerst nicht möglich. Die Regierung plant zwar leichte Lockerungen ab dem 7. Dezember, von diesen wird aber der Reisesektor nicht profitieren. „Bei Tourismus, Gastronomie und Kultur ist es schmerzlich, dass wir hier noch mit Öffnungsschritten warten müssen“, sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nach der Sitzung des Ministerrates am Mittwoch. In diesen Bereichen werde Österreich erst ab dem 7. Januar 2021 wieder hochfahren.

Österreich: Quarantäne für Urlauber aus Risikogebieten

Gleichzeitig bremst Österreich die Einreisen über Weihnachten: Das Land verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit.

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„Wir hatten im Sommer sehr, sehr niedrige Ansteckungszahlen nach dem Lockdown. Wir haben dann durch Reiserückkehrer, und insbesondere durch Menschen, die in ihren Herkunftsländern den Sommer verbracht haben, uns wieder Ansteckungen ins Land hereingeschleppt“, so Kurz. Daher müsse Österreich dieses Mal auf ein „sehr konsequentes Grenzregime“ setzen. Das soll verhindern, dass „wir durch Auslandsreisen in der Weihnachtszeit das Virus wieder ins Land einschleppen“.

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RND-Videoschalte: „Kitzloch“-Wirt aus Ischgl über mögliche Absage der Skisaison
3:41 min
Soll es trotz Corona-Krise eine Skisaison geben? Darum ist ein Streit entbrannt. „Kitzloch“-Wirt Bernhard Zangerl aus Ischgl spricht über die aktuelle Situation  © RND

Der Schwellenwert sei mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Das gelte praktisch für alle Nachbarstaaten und speziell auch für den Westbalkan, hieß es. Deutschland hat dem ECDC zufolge aktuell eine 14-Tage-Inzidenz von 302. Momentan liegen in Europa laut dem Institut nur Island und Irland unter dem Schwellwert von 100.

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Skifahren für Österreicher ab 24. Dezember wieder erlaubt

Für Österreicher wird das Skifahren aber schon früher wieder möglich, die Skilifte sollen ab dem 24. Dezember wieder von Hobbysportlern genutzt werden können. Dabei werden aber Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen: „In den Liftanlagen und Gondeln gilt beim Ein- und Aussteigen die Mund-Nasen-Schutzpflicht, die Abstandsregeln müssen eingehalten werden, und in Gondeln wird es entsprechende Kapazitätsbeschränkungen geben“, sagte Österreichs Vizekanzler Werner Kogler. Wie diese aussehen sollen, darüber will Österreichs Regierung noch am Mittwoch informieren.

Die Zahl der Neuinfektionen ist während des Lockdowns deutlich zurückgegangen, jedoch ist der Abwärtstrend weniger stark als erhofft. Am Mittwoch wurden 3972 Neuinfektionen gemeldet, bezogen auf die Einwohnerzahl ist dieser Wert um ein Mehrfaches höher als in Deutschland.

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Söder: „richtig und verständlich“

Das praktische Wintersport-Aus für viele Touristen in Österreich bewertet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als „richtig und verständlich“. Bei Twitter schrieb der CSU-Chef am Mittwoch zudem: „Auch wenn es schwer fällt: Sicherheit geht vor. Die Ferien dürfen nicht zu einem Risiko werden.“

Bisher äußerte sich Söder nicht dazu, ob Skilifte in den bayerischen Wintersportgebieten in den Weihnachtsferien geöffnet sein werden. Fest steht bislang nur, dass im Rahmen des verlängerten Teil-Lockdowns die Anlagen bis einschließlich zum 20. Dezember geschlossen bleiben.

RND/dpa

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