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Nach Corona-Zwangspause: So war der Saison-Start in Sachsens Skigebieten

Ein Sessellift im Skigebiete Eibenstock in Sachsen im Winter 2022. Skifahrer nutzen die Fahrt mit dem Lift um die höher gelegenen Ski-Pisten für ihren Wintersport zu nutzen.

Oberwiesenthal/Eibenstock/Altenberg.Blauer Himmel und Frost: In Sachsens Skigebieten im Erzgebirge und Vogtland herrschte zum Saisonauftakt nach langer Corona-Zwangspause am Wochenende reger Betrieb und Kaiserwetter. „Ski und Rodel gut“, hieß es unisono, auch wenn der erwartete Ansturm von Wintersportlern zeitweise und mancherorts verhalten war. René Lötzsch, Chef der Fichtelberg Schwebebahn, sprach am Sonntag von einem normalen Januarwochenende. „Wir sind relativ gut besucht und zufrieden.“

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An der mit 1215 Metern höchsten Erhebung im Freistaat hatten Skifahrer weitgehend freie Fahrt und Blick auf eine Winterlandschaft. Auch Rodler und Wanderer aus der Gegend und umliegenden Regionen genossen bis Sonntagmittag die strahlende Sonne, sagte Lötzsch. Die Lifte sind nur für geimpfte oder genesene Skifahrer und Snowboarder offen, die Einhaltung der Corona-Regeln wird am Eingang zum Skigebiet kontrolliert.

Viel Andrang: Fichtelberghaus auf dem Gipfel: ausgebucht

Constantin Gläß von der Liftgesellschaft Oberwiesenthal zeigte sich indes enttäuscht von der Resonanz. Die Lifte seien nicht ausgelastet, sagte er am Samstag. Viele Menschen fahren nach wie vor lieber über die Grenze nach Tschechien, wo die Regeln lockerer seien. Die präparierten Pisten und Loipen am Fichtelberg waren aber zeitweise dicht bevölkert, die Parkplätze voll.

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Das Fichtelberghaus auf dem Gipfel: ausgebucht. Die Gäste kamen aus ganz Deutschland, wie Rezeptionist Robert Schreiter sagte. „Hier herrscht viel Andrang.“ Bei minus 3 Grad und 19 Zentimeter Schneedecke wanderten viele Menschen auch auf dem Erzgebirgskamm oder durch die verschneiten Wälder. Die Skiarena Eibenstock freute sich über den ersten Ansturm seit Monaten und Übernachtungsgäste. Mit einem Ticketmanagement wurde ausgelotet, wie viele Skifahrer und Rodler der Hang unter Corona-Bedingungen verträgt, sagte Stefan Uhlmann. „Da gab es auch Wartezeiten.“

Dunkelblau ist der Himmel über dem Hotel Fichtelberghaus (l) und der Seilbahnstation. Davor liegt Schnee an einer Piste.

Dunkelblau ist der Himmel über dem Hotel Fichtelberghaus (l) und der Seilbahnstation. Davor liegt Schnee an einer Piste.

Saisonauftakt auch in Schöneck im Vogtland gelungen – kein Ski seit März 2020

Auch in Schöneck im Vogtland gelang der Saisonauftakt. „Wir haben viele Besucher und nicht nur Tagesgäste, sagte eine Mitarbeiterin der dortigen Skiwelt. Selbst der Nebel vertrieb sie nicht, auch am Sonntag war reger Betrieb auf der Piste. In Altenberg trübten Temperaturen knapp unter Null das Vergnügen etwas. „Es ist relativ warm“, sagte am Sonntag ein Mitarbeiter der Ski- und Rodelarena im Osterzgebirge. „Aber der Hang ist voll.“

Seit Mitte März 2020 gab es wegen der Pandemie keinen alpinen Skibetrieb mehr im Freistaat. Nach dem Inkrafttreten von Lockerungen ist Wintersport wieder möglich, vielerorts war die Saison bereits am Freitag eingeläutet worden. Auch Hotels und Pensionen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Regeln gelten vorerst bis 6. Februar.

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Liftbetreiber, Skischulen und -verleiher, Hoteliers und Gastronomen hoffen nach der langen Durststrecke auf den Rest der Saison und die Winterferien. In der Nacht zum Montag könnte es bei Dauerfrost oberhalb von 600 Metern noch ein bisschen schneien, wie eine Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig sagte. Es werde stürmisch, auf dem Fichtelberg seien auch Orkanböen möglich. Im Flachland steigen die Temperaturen auf leichte Plusgrade. „Ein Tief aus dem Norden könnte aber im Erzgebirge nochmal Neuschnee bringen, bis zu zehn Zentimeter.“

RND/dpa

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