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RKI-Liste aktualisiert: Niederlande gelten nun als Hochinzidenzgebiet

  • Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der internationalen Risiko­gebiete aktualisiert.
  • Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gelten die Niederlande seit Mitternacht aus deutscher Sicht als Hochinzidenzgebiet.
  • Wer von dort nach Deutschland reist, muss vorab einen negativen Corona-Test vorweisen können.
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Berlin. Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundes­regierung das Nachbarland seit Mitternacht als Hochinzidenz­gebiet ein. Wer ab Dienstag, 6. April, aus den Niederlanden nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können. Das gab das Robert-Koch-Institut am Sonntag bekannt. Die Quarantäne­pflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahme­regelungen.

Vier Nachbarländer Deutschlands nun Hochinzidenzgebiet

Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die an Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen grenzenden Niederlande das vierte Nachbarland, das als Hochinzidenz­gebiet mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) eingestuft wird. Zuvor galten die Niederlande laut RKI als Risikogebiet, Einreisende mussten erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen können.

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Diese Regeln gelten für Grenzpendler

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Von den 26 EU-Partnerländern Deutschlands sind ab Dienstag mit den Niederlanden 13 als Hochinzidenz- und 13 ganz oder teilweise als Risiko­gebiete eingestuft.

Die Einhaltung der Testpflicht ab Dienstag nach Ostern soll durch Stichproben­kontrollen der Polizei überprüft werden, erklärte die nordrhein-westfälische Staatskanzlei. Der Test dürfe höchstens 48 Stunden alt sein. Für Pendler sei ein negativer Test 72 Stunden gültig. Zusätzlich müssen sich Einreisende vor Ankunft auf der Internetseite www.einreiseanmeldung.de anmelden. Ausgenommen sind Durchreisende und Menschen, deren Aufenthalt weniger als 24 Stunden dauert.

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Niedersachsens Landes­regierung kündigte unterdessen an, Grenzgänger zweimal pro Woche testen zu wollen. Damit wolle das Land dafür sorgen, dass der Grenzverkehr sicher und trotzdem reibungslos möglich sei, erklärte die niedersächsische Gesundheits­ministerin Daniela Behrens (SPD) am Sonntag in Hannover. „Der Anstieg der Infektions­zahlen in den Niederlanden ist besorgnis­erregend“, sagte Behrens. Die Regierung habe die Grenz­kommunen angewiesen, eine entsprechende Allgemein­verfügung zu erlassen. In Niedersachsen grenzen die Landkreise Aurich, Leer, Emsland, Grafschaft Bentheim sowie die Stadt Emden an die Niederlande.

Keine weiteren Länder neu auf RKI-Liste

Ansonsten wurden keine weiteren Länder als Risiko­gebiete oder Hochinzidenz­gebiete eingestuft. Ebenso gibt es seit der vorigen Änderung keine neuen Virusvarianten­gebiete. Aus deutscher Sicht gelten derzeit zehn Länder und Regionen als solche. Davon sind acht im südlichen Afrika (Südafrika, Botswana, Eswatini, Lesotho, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Sambia). Die anderen zwei sind Brasilien und in Frankreich das Departement Moselle.

Die Bundesregierung hat ein Beförderungs­verbot für Virusvarianten­gebiete erlassen, um die grenzüberschreitende Verbreitung von besonders ansteckenden Corona-Mutationen einzudämmen. Es gelten Ausnahmen für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transit­passagiere und den Waren­verkehr. Es gilt zudem eine strikte Quarantäne­pflicht für diese Reisenden, sie müssen in fast allen Bundesländern für 14 Tage in Quarantäne. Ein Freitesten ist nicht möglich.

Testpflicht für alle Flugreisenden vor Einreise

Inzwischen müssen sich alle Menschen, die aus dem Ausland mit dem Flugzeug nach Deutschland reisen wollen, bereits vor dem Flug auf Corona testen lassen. Das gilt unabhängig von der Inzidenz und davon, ob sie aus einem Risiko­gebiet kommen oder nicht. Die entsprechende neue Einreise­verordnung ist seit 30. März in Kraft. Bisher konnten Reise­rückkehrer, die aus einem Land einreisen, das nicht als Risiko­gebiet gilt, frei nach Deutschland einreisen: ohne Corona-Test und ohne Quarantäne.

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Doch nun müssen auch sie einen Nachweis über ein negatives Test­ergebnis vor der Abreise nach Deutschland vorzeigen. Wer der Airline keinen entsprechenden Nachweis vorlegen kann, dürfe nicht befördert werden, heißt es vom Gesundheits­ministerium in einem entsprechenden Entwurf. Die Crews von Airlines sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen.

Folgende Staaten und Regionen gelten somit aktuell als Hochinzidenz­gebiete:

  • Ägypten
  • Albanien
  • Andorra
  • Bahrain
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Chile
  • Ecuador
  • Estland
  • Frankreich inklusive aller Überseedepartements: Das Departement Moselle gilt weiterhin als Virusvarianten­gebiet.
  • Iran
  • Jordanien
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kuwait
  • Lettland
  • Libanon
  • Malta
  • Mexiko
  • Moldau, Republik
  • Montenegro
  • Niederlande inklusive der autonomen Länder und der überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande (Hochinzidenz­gebiet seit 6. April 2021; bereits seit 17. Oktober 2020 als Risiko­gebiet ausgewiesen)
  • Nordmazedonien
  • Palästinensische Gebiete
  • Paraguay
  • Peru
  • Polen
  • Schweden
  • Serbien
  • Seychellen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Sudan
  • Syrische Arabische Republik
  • Tansania
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Uruguay
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zypern

RND/bv/dpa

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