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RKI-Liste aktualisiert: Bretagne und Korsika gelten nicht mehr als Risikogebiete

  • Die Liste der Corona-Risikogebiete im Ausland wird kürzer.
  • Die Bundesregierung hat mehrere Regionen gestrichen, darunter die Bretagne und Korsika.
  • Die Änderungen der Reisehinweise durch das Auswärtige Amt folgte kurze Zeit später.
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Von der Liste der Corona-Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes sind am Freitag mehrere Orte gestrichen worden: Wegen gesunkener Infektionszahlen gelten die französischen Regionen Bretagne und Korsika aus deutscher Sicht nicht mehr als Risikogebiete, auch Überseegebiete und mehrere Regionen in Estland sowie Norwegen sind nicht mehr auf der Liste.

Konkret hat das Robert-Koch-Institut folgende Änderungen an der Liste vorgenommen:

  • Estland: Es gelten nun auch die Regionen Jõgeva, Lääne und Lääne-Viru als Risikogebiete.
  • Die Regionen Bretagne und Korsika in Frankreich gelten nicht mehr als Risikogebiete.
  • Die französischen Überseegebiete Guadeloupe, La Réunion und Martinique gelten nicht mehr als Risikogebiete.
  • Die Provinz Vestland in Norwegen gilt nicht mehr als Risikogebiet.
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Die neu ausgewiesenen Risikogebiete sind wirksam ab Sonntag, 13. Dezember 2020.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Ganz Deutschland ist nach diesen Kriterien wie die meisten anderen europäischen Länder Risikogebiet. Auf dem europäischen Festland gibt es ab Sonntag neben Frankreich nur noch in Griechenland, Estland, Finnland, Norwegen und Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze) Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind.

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Hinzu kommen einzelne Regionen in Irland sowie die Kanarischen Inseln in Spanien, das portugiesische Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.

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Corona-Infektionszahlen in Frankreich stark gesunken

Frankreich wurde von der ersten und auch der zweiten Corona-Welle hart getroffen. Nach drastischen Gegenmaßnahmen sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen aber wieder stark gesunken. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte den harten Lockdown in Frankreich am Donnerstag ausdrücklich gelobt. „Dieses Mal hat Frankreich alles richtig gemacht und eindrucksvolle Erfolge erzielt, während in Deutschland die Dynamik der zweiten Welle leider immer noch nicht gebrochen ist“, sagte er dem „Handelsblatt“ sowie der französischen Zeitung „Les Échos“.

Nach der Statistik der europäischen Gesundheitsagentur ECDC waren die Infektionszahlen in den vergangenen 14 Tagen nur in vier der 26 anderen EU-Ländern niedriger als in Frankreich (Stand Donnerstag): Spanien, Finnland, Irland und Griechenland.

Für Risikogebiete im Ausland gilt eine Reisewarnung

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Für Corona-Risikogebiete ruft das Auswärtige Amt kurze Zeit später auch eine Reisewarnung aus. Die höchste Warnstufe des Auswärtigen Amtes ist zwar ist kein Reiseverbot; sie führt jedoch dazu, dass die meisten Veranstalter Pauschalreisen in die Regionen absagen.

Umgekehrt haben Reisewarnung und die Einstufung als Risikogebiet auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie sind ein starkes Indiz für eine Gefährdungslage. Und damit ist es Verbrauchern möglich, Buchungen einer Pauschalreise kostenlos zu stornieren.

RND/gei/dpa

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