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Reisen trotz Corona: Verband fordert Schnelltests statt Quarantäne für Urlauber

  • Der Deutsche Reiseverband fordert von der Politik eine schlüssige Teststrategie anstatt der Quarantänepflicht für Reiserückkehrer.
  • Denn die Isolation gelte als vorrangigster Grund für die Deutschen, keine Reise zu buchen.
  • DRV-Präsident Norbert Fiebig kritisiert den langsamen Impffortschritt in Deutschland.
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Einen schnelleren Impffortschritt, Tests statt Quarantäne für Reiserückkehrer und Reisen nicht pauschal schlechtzureden – das fordert der Deutsche Reiseverband (DRV) vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch. Die Quarantäneregeln und die Appelle der Politik, auf Reisen zu verzichten, würden Urlauber abschrecken, Urlaub zu buchen. Das zeige eine Umfrage des DRV, an der Ende Februar 600 Reisebüros, Reiseveranstalter und touristische Dienstleister teilgenommen haben.

So nannten über drei Viertel der Befragten eine mögliche Quarantäne bei der Rückreise nach Deutschland als vorrangigsten Grund, keine Reise zu buchen – bei Reisebüros sogar 82 Prozent. 70 Prozent der befragten Reisebüros sehen die sich wiederholenden Appelle der Politik, auf Reisen zu verzichten, als gravierendes Buchungshemmnis.

„Organisierte Reisen sind nachweislich nicht Treiber der Pandemie“

„Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass im Mittelpunkt der politischen Überlegungen jetzt Strategien stehen müssen, die internationale Mobilität schrittweise wieder zu ermöglichen. Dazu zählt die Beschleunigung des Impfens ebenso wie eine schlüssige Teststrategie“, sagte der DRV-Präsident Norbert Fiebig in einer Pressekonferenz im Vorfeld der ITB.

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Außerdem müsse die Politik mit ihren Appellen, auf das Reisen zu verzichten, aufhören. Denn: „Organisierte Reisen sind nachweislich nicht Treiber der Pandemie – das sagen nicht wir, das sagt das RKI in einer aktuellen Studie”, so Fiebig. Diesen Erkenntnissen müsse in den politischen Entscheidungen angemessen Rechnung getragen werden.

Mehrheit der Reiseveranstalter will, dass Geimpfte uneingeschränkt reisen können

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Derweilen begrüßen die meisten der Befragten, dass geimpfte Personen uneingeschränkt reisen können sollen. Bei den Reisebüros, die an der Befragung teilgenommen haben, sind es mit 41 Prozent weniger als bei Reiseveranstaltern (51 Prozent) und den sonstigen Unternehmen (52 Prozent). Immerhin fast 12 Prozent der Reisebüros halten grundsätzlich gar nichts von dieser Idee; bei Reiseveranstaltern (7,2 Prozent) und den sonstigen Unternehmen (6,1 Prozent) sind es deutlich weniger.

Daher sehe die Mehrheit der Befragten die Beschleunigung des Impfens als besonders wichtig, wenn es um eine Restart-Strategie des Tourismus geht – sowohl bei Reisebüros als auch bei Reiseveranstaltern und den übrigen Unternehmen der Branche sind das jeweils knapp 80 Prozent der Nennungen.

Ein Drittel aller Unternehmen hofft auf den Restart im Sommer

Mit einem Anlaufen des Geschäfts zu Pfingsten beziehungsweise zum Sommer rechne derzeit jeweils etwa ein Drittel aller Unternehmen. Einen Restart zu Ostern sehen nur wenige der teilnehmenden Unternehmen. 10 Prozent der befragten Reisebüros und knapp 9 Prozent der Reiseveranstalter sehen in diesem Jahr überhaupt keine Chance auf ein Anlaufen des Geschäfts.

RND/bv

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