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Reisestopp: Auswärtiges Amt plant keine Rückholaktion für Deutsche aus Großbritannien und Südafrika

  • Seit Mitternacht dürfen in Deutschland keine Passagierflugzeuge aus Südafrika und Großbritannien mehr landen.
  • Der Reisestopp gilt vorerst bis zum 6. Januar.
  • Was passiert mit den Deutschen, die vor Ort gestrandet sind? Eine Rückholaktion plant das Auswärtige Amt zumindest nicht.
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Wegen der neuen Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung den Reiseverkehr aus Großbritannien und Südafrika nach Deutschland weiter ein. Verkehrsunternehmen ist eine Personenbeförderung von dort mit Flugzeug, Bahn, Bus und Schiff von diesem Dienstag an bis zum 6. Januar weitgehend verboten, wie aus einer am Montag im Bundesanzeiger veröffentlichten Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Ressortchef Jens Spahn (CDU) twitterte, dies erfolge “als Vorsichtsmaßnahme”, bis man mehr über die berichteten Coronavirus-Mutationen in beiden Ländern wisse.


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Infolge der Ausbreitung einer neuen Coronavirus-Variante in Großbritannien haben etliche Länder einen Einreisestopp für Reisende von der Insel verhängt. Auch in Deutschland dürfen aktuell keine Passagierflugzeuge aus Großbritannien landen. Die Passagiere, die am Sonntag noch gelandet sind, mussten sich an den Flughäfen in Deutschland testen lassen und durften diese erst mit einem negativen Testergebnis verlassen. Außerdem müssen sie für mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Mehrere Reisende wurden bereits positiv getestet, darunter in Hannover und Hamburg. Ob es sich dabei um die neue, ansteckendere Virus-Variante handelt, sollen weitere Labortests klären. Dutzende weitere Menschen warten an den deutschen Flughäfen noch immer auf ihre Testergebnisse.

„Große Einschränkungen“ für gestrandete Reisende

Was passiert aber mit den Deutschen, die noch vor Ort sind? „Für Deutsche vor Ort bedeutet das leider, dass es jetzt zu erheblichen Einschränkungen kommt“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bei der Regierungspressekonferenz am Montag mit Verweis auf die Situation in Großbritannien.

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Grundsätzlich sei es nach ihren Erkenntnissen so, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Großbritannien fahren, sodass die Reisenden an den Ausgangsort innerhalb des Landes zurückkehren könnten. Auch Hotels müssten nicht zwingend schließen. „Wir empfehlen Betroffenen, nach Möglichkeit vor Ort zu bleiben und die Lage zu beobachten“, so die Sprecherin.

Während es zunehmend schwerer scheint, aus Großbritannien auch in andere Länder in Europa zu reisen, gibt es für Deutsche in Südafrika allerdings noch Hoffnung. Zwar ist auch dort eine Virus-Variante aufgetreten, und ein Flugverbot ist noch nicht vom Tisch. Allerdings halten auch viele Nachbarländer von Deutschland den Flugverkehr von und nach Südafrika derzeit noch aufrecht. „Aus Südafrika können unter Umständen noch weitere Rückreisemöglichkeiten genutzt werden“, erklärt deshalb auch die Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

Rückholaktion aus Südafrika und Großbritannien aktuell kein Thema

Eine Frage nach einer Rückholaktion stelle sich dagegen aktuell nicht. Bei den Flugbeschränkungen handele es sich um eine Sofortmaßnahme, um eine unkontrollierte Einschleppung und die Gefährdung der Bevölkerung zu verhindern. „Die Maßnahmen sind kurzfristig angelegt und der Zugverkehr aus dem Vereinigten Königreich beispielsweise ist um 24 beziehungsweise 48 Stunden ausgesetzt. Auch im Fall Südafrikas ist es wie gesagt nicht so, dass es keine Verbindungen mehr nach Europa gibt.“

Auslandsvertretungen können Unterstützung leisten

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Betroffene in Großbritannien könnten sich aber direkt mit der jeweils zuständigen Auslandsvertretung in Verbidung setzen. Diese könnten konsularische Unterstützung leisten – auch über die Feiertage und unabhängig von den verhängten Reisebeschränkungen.

„Art und Umfang der konsularischen Hilfe richten sich dabei wie üblich danach, was im Einzelfall möglich und erforderlich ist. Die Bandbreite kann von allgemeiner Beratung bis hin zu konkreter praktischer Unterstützung reichen, beispielsweise bei der Suche nach einer vorübergehenden Unterkunft“, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.

RND/lg/dpa

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