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  • Reisen: Corona-Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne nach Rückkehr aus Risikogebiet

Bundesrat stimmt zu: Geimpfte Reisende müssen nicht mehr in Quarantäne

  • Immer mehr Menschen sind gegen Corona geimpft. Für sie gibt es im Alltag künftig deutlich weniger Regeln – auch beim Reisen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Risikogebiet müssen vollständig Geimpfte und Genesene nicht mehr in Quarantäne.
  • Lockerungen für Familien sind allerdings in der Verordnung nicht definiert.
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Für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene werden die Pandemieregeln gelockert. Die entsprechende Verordnung passierte am Freitag den Bundesrat. Wenn sie nun zügig im „Bundesgesetzblatt“ veröffentlicht wird, könnten die Lockerungen bereits am Wochenende in Kraft treten. Laut Bundesregierung sollen die Regelungen ab Sonntag, 9. Mai, gelten.

Laut Verordnung müssen vollständig Geimpfte und Genesene nach Reisen oder nach Kontakt zu Infizierten in der Regel nicht mehr in Quarantäne – es sei denn, sie haben sich mit einer in Deutschland noch nicht verbreiteten Virusvariante angesteckt oder reisen aus einem Virusvariantengebiet ein. Reiseerleichterungen für Familien mit geimpften Eltern und ungeimpften Kindern sind in der entsprechenden Verordnung bisher nicht definiert.

Für Geimpfte keine Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen

Außerdem fallen Kontaktbeschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene weg. Bei Treffen mit anderen Personen werden sie nicht mitgezählt. Also könnten sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl Geimpfter treffen. Abendliche Ausgangsbeschränkungen fallen für beide Gruppen ebenfalls weg. Aber auch Geimpfte und Genesene müssen weiter Masken an bestimmten Orten und in Gebäuden tragen und Abstandsregeln befolgen.

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Bereits vor der Zustimmung im Bundesrat sind einige Bundesländer vorangeprescht und haben die Corona-Regeln für geimpfte und genesene Reisende gelockert. Darunter: Bayern, Hessen, Brandenburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und zuletzt Nordrhein-Westfalen. Sollten die bisherigen Regelungen dort schärfer sein als die des Bundes, müssen die Bundesländer sie anpassen. Wichtig ist, dass die neuen Freiheiten für vollständig Geimpfte und Genesene unabhängig von der Inzidenz gelten – auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von über 100.

Die Erleichterungen fallen allerdings erst bei einem vollständigen Impfschutz weg. Der ist ab 14 Tagen nach allen notwendigen Corona-Spritzen erreicht. Bei Genesenen darf die Infektion nicht länger als ein halbes Jahr zurückliegen.

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31,5 Prozent der Deutschen haben Erstimpfung erhalten

In Deutschland haben 31,5 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten, teilte Bundes­gesund­heits­minister Jens Spahn (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit. Den vollen Impfschutz erhielten demnach bislang 8,8 Prozent der Bevölkerung.

Am Donnerstag wurden nach Angaben des RKI (Stand: 7. Mai, 10.10 Uhr) 932.495 Impfungen gemeldet. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am Mittwoch vergangener Woche mit 1.116.608 Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 33,6 Millionen Dosen, davon etwas mehr als 26,2 Millionen bei Erstimpfungen und weitere fast 7,4 Millionen bei Zweitimpfungen.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 35,4 Prozent. Brandenburg liegt mit genau 28 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 94 Prozent verbraucht. Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen.

RND/bv/dpa

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