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Flugzeuge steuern im Sommer 2021 fast so viele Ziele wie vor Corona an

  • Reisende haben im zweiten Corona-Sommer wieder deutlich mehr Möglichkeiten, ins Ausland zu fliegen.
  • 217 von ehemals 226 europäischen Zielen in 38 Ländern sind wieder per Flugzeug erreichbar.
  • Noch aber buchen lange nicht so viele Menschen einen Urlaub wie vor der Corona-Pandemie.
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Die Sommerferien stehen vor der Tür und die Sehnsucht nach Reisen ist groß. Da immer mehr Länder die Einreise wieder ermöglichen, stellt sich die Flugbranche auf verschiedene Neuerungen ein. Gleichzeitig werden immer mehr Reiseziele wieder von deutschen Flughäfen aus angeflogen, sodass das Flugnetz von 2019 größtenteils wieder hergestellt sei, teilt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit.

Flugnetz fast komplett wieder hergestellt, Frequenz noch gering

„Die Welt ist wieder deutlich erreichbarer als in den letzten 15 Monaten“, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow am Freitag in Berlin. Demnach sind in der Sommersaison wieder 217 von ehemals 226 europäischen Zielen in 38 Ländern erreichbar. „Darunter sind beliebte Reiseländer wie beispielsweise Italien mit 30 Zielen, Spanien mit 20 Zielen und die Türkei mit 21 Zielen“, so von Randow. Für manche Länder übersteige das Angebot sogar das Niveau von 2019.

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Aber nicht nur in Europa steuern Flieger wieder viele Urlaubsorte an. Auch in außereuropäischen Zielen geht es wieder los: 115 der ehemals 141 Ziele in 48 Ländern sind wieder erreichbar, darunter Marokko mit acht Zielen und die USA mit 25 Zielen, trotz noch geltendem Einreiseverbot für die meisten Europäerinnen und Europäer. Somit ist das Flugnetz von Vor-Corona-Zeiten fast vollständig wiederhergestellt.

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Allerdings lässt sich die Krise ablesen: Die Auslandsziele werden nicht in der Frequenz angeflogen, wie es noch vor Corona der Fall war. Das heißt, dieses Flugnetz wird in geringerer Dichte bedient. Für Europa finden 34 Prozent weniger Abflüge statt, für Länder außerhalb Europas sind es sogar minus 44 Prozent.

Im Vergleich zu 2019: Bislang erst 30 Prozent des Buchungsvolumens erreicht

Ein Blick auf die Reisebereitschaft der Deutschen zeigt zwar eine spürbare Zunahme der Buchungen seit Ende April, vor allem für die Sommermonate: So entfallen rund 40 Prozent aller neuen Buchungen im Mai und Anfang Juni auf Reisen im Juli und August. Dennoch seien bislang erst rund 30 Prozent des Buchungsvolumens im Vergleich zu 2019 erreicht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbands (DRV), Dirk Inger. Er schätze, dass sich das Niveau über den Sommer auf rund 40 Prozent einpendeln werde. Ein Trend sei klar: Insgesamt seien sieben von zehn Reisebuchungen Flugpauschalreisen. Die Deutschen würden während der Corona-Pandemie auf die Absicherung durch Reiseveranstalter setzen.

Mit Blick auf die Reiseziele innerhalb der EU freut sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) über die Einführung des Corona-Impfpasses, mit dem Geimpfte und demnächst auch Genesene sowie Getestete einfacher reisen können sollen. „Mit dem Zertifikat bekommen die Menschen ihr Grundrecht der Freizügigkeit zurück“, so Scheuer. Seit gestern steht die „CovPass“-App zur Verfügung. „Damit wird sich das Reisen, das Fliegen in dieser Zeit verändern. Durch diese neuen digitalen Möglichkeiten schaffen wir es, einen besseren Gesundheitsschutz zu garantieren und das Reisen somit sicherer zu machen.“

Einreiseverbot in die USA könnte Anfang Juli aufgehoben werden

Außerdem wirbt der Bundesverkehrsminister dafür, dass die Einreisemöglichkeiten für Geimpfte aus nicht EU-Staaten deutlich ausgeweitet werden. „Wer nachweislich mit einem anerkannten Impfstoff geimpft ist, soll auch nach Deutschland einreisen können, um in Deutschland Urlaub machen zu können.“ Gleichzeitig sollen auch wieder Reisen in die USA oder Asien möglich sein. Grundsätzlich sind Anflüge auf die USA zwar bereits jetzt möglich. „Allerdings sind das im Moment noch sehr wenige, weil nur ein sehr begrenzter Kreis von Personen einreisen darf“, sagt von Randow.

Deswegen sei die Aufhebung der Einreiseverbote wichtig. Dass dies geschieht, hatte der Europäische Rat vor 14 Tagen einvernehmlich beschlossen. „Diese Empfehlung des Rates können die Mitgliedsstaaten gemeinsam mit den einzelnen Drittstaaten umsetzen. Wir setzen daher darauf, dass das Einreiseverbot zwischen Deutschland und den USA im Juli aufgehoben wird“, so von Randow. Ein erstes Signal für bevorstehende Lockerungen sei laut Scheuer der Besuch des US-Präsidenten Joe Biden derzeit in Großbritannien.

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