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„Wer will, muss sich beeilen“: Unterkünfte an der Ostsee werden teils knapp

  • Viele Deutsche träumen nach der langen Lockdownzeit von einem Urlaub am Meer.
  • Obwohl es noch keinen konkreten Öffnungstermin gibt, fehlt es an der Ostsee nicht an Buchungen für den Sommer.
  • Viele Hotelzimmer mit Meerblick und Plätze fürs Camping sind schon weg.
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Die Urlaubslust der Deutschen ist groß – und buchen trotz anhaltenden Lockdowns eine Reise ans Meer. Auf den beliebten Inseln gehen Betreiber von Hotels, Pensionen und Campingplätzen davon aus, dass der Tourismus nach den Corona-Einschränkungen wieder anspringen wird.

Die Mitarbeiter der Usedom Tourismus GmbH berichten gegenüber der „Ostsee Zeitung“ (OZ) von einer Belebung des Buchungsgeschäftes. „Eine Familie mit zwei Kindern würde noch eine schöne Unterkunft auf Usedom während der Hochsaison finden“, so UTG-Chef Michael Steuer. Der bei der UTG am häufigsten nachgefragte Reisezeitraum betrifft die letzte Woche im Juli und erste Woche im August. „Aber selbst in diesem Zeitraum gibt es noch eine große Auswahl an Ferienwohnungen- und -häusern in Strandnähe. Wer jedoch auf direkten Meerblick besteht, muss sich sputen.“

Camping: Kaum noch Plätze in den Sommermonaten

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Von einer Buchungszunahme spricht auch die Gemeinde Karlshagen auf Usedom mit ihrem Fünfsternecampingplatz. „Nach jetzigem Stand ist Pfingsten schon bis zu 80 Prozent ausgebucht. In der Hauptsaison ist fast alles dicht“, so Christina Hoba vom Eigenbetrieb. Einzig zu Ostern (40 Prozent Auslastung) und Himmelfahrt (65 Prozent) sieht sie noch Chancen. Sollte es erste Öffnungstermine für den Neustart des Tourismus auf Usedom geben, rechnen die Touristiker mit einer wahren Anfragenflut.

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Hotelöffnungen hängen an der Inzidenz von 35

Aktuell aber mangelt es noch an einer klaren Antwort auf die Frage, wann die Hotels öffnen dürfen. Zunächst hatte es so ausgesehen, als könnte der Urlaub bereits zu Ostern wieder möglich sein, allerdings nur für Einwohner aus Mecklenburg-Vorpommern. Von diesem Vorschlag war die Branche nicht sonderlich begeistert. Die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr hätte gezeigt, dass sich diese Variante wirtschaftlich für den Hotelbetrieb nicht rechne, sagte beispielsweise Michael Raffelt vom Hotelverband der Insel Usedom gegenüber der „OZ“. Die Quote der Urlauber aus dem eigenen Bundesland liege bei einigen Hotels gerade mal bei 10 Prozent, in den meisten Fällen aber im einstelligen Bereich.

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Inzwischen ist dieser Zeitplan auch wieder vom Tisch. Beim Corona-Gipfel des Bundeslandes an der Ostsee am Mittwoch war nun im Gespräch, dass Hotels und Pensionen etwa Mitte April, also nach Ostern, wieder öffnen könnten. Der Betrieb soll aber erst möglich werden, wenn die Inzidenz stabil unter 35 liegt. Bis wieder Menschen aus anderen Bundesländern Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen können, dauert es wohl noch länger. Die weiteren Öffnungsschritte sollen der „Ostsee Zeitung“ zufolge jeweils nach 14 Tagen erfolgen. Eine Beherbergung wäre demnach eventuell im Mai wieder möglich – aber nur, wenn die anderen Regionen in Deutschland eine Inzidenz unter 35 haben.

RND/gei

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