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Ostseeurlaub 2021: Was am Strand erlaubt ist – und was nicht

  • Nach langer Pause erlaubt Mecklenburg-Vorpommern wieder touristische Übernachtungen und Tages­gäste.
  • Das erste Ziel für viele Reisende ist nun ein Strand­besuch. Doch nicht nur die Corona-Regeln sorgen für Verunsicherung.
  • Zusätzlich gelten in einigen Orte neue Regeln für den Ostseeaufenthalt. Was gilt am Strand? Ein Überblick.
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Die Ostseestrände Mecklenburg-Vorpommerns sind bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt. Seit einer Woche sind touristische Übernachtungen wieder erlaubt, ab diesem Freitag (11. Juni) dürfen auch Tagestouristen wieder einreisen. Allerdings müssen sich Reisende an die gegenwärtige Corona-Verordnung halten: Übernachtungsgäste müssen einen Corona-Test vor der Anreise machen, Gäste in Hotels und Pensionen alle drei Tage einen weiteren. Wer in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern wohnt, ist davon ausgenommen. Zudem hat die Rostocker Tourismuszentrale grundsätzlich die Regeln für den Aufenthalt an der Ostsee geändert. Welche Regeln gelten nun in den Ferien an den Stränden?

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Ostsee: Neue Regeln fürs Rauchen, Grillen und im FKK-Bereich

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In Warnemünde, Markgrafenheide, Hohe Düne und Diedrichshagen an der Ostseeküste gibt es unter anderem neue Regeln für Sportler, Hundebesitzer und Raucher, berichtet die „Ostsee-Zeitung“ (OZ). So können sich Hundebesitzer in der Sommersaison über mehr Platz für ihre Vierbeiner an den Badestränden freuen. Auch im Sommer dürfen sie beispielsweise an den Warnemünder Strandabschnitten acht bis zehn oder in Hohe Düne vom Strandzugang zehn bis zwölf zwischen 21 Uhr abends und 9 Uhr morgens mit ihren Tieren spazieren gehen. Am sogenannten Naturstrand dürfen Hunde ganzjährig mitgeführt werden.

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Beim Thema Rauchen will die Rostocker Tourismuszentrale hingegen härter durchgreifen. Die Nutzung von Wasserpfeifen mit Kohle oder anderen fossilen Brennstoffen soll ohne Ausnahme verboten werden. Grillen wird nur an ausgewiesenen Stellen gestattet. Dabei müsse die aktuelle Waldbrandwarnstufe beachtet werden. Außerdem werden die FKK-Abschnitte an den Stränden verkleinert. Die Freikörperkultur ist künftig im Bereich Warnemünde/Diedrichshagen nur noch zwischen den Strandzugängen 18 und 22b erlaubt. Im Gebiet Hohe Düne/Markgrafenheide haben FKK-Fans fortan nur noch die Möglichkeit, sich zwischen den Strandzugängen vier bis 18 sowie 32 bis 34 ungestört zu bewegen.

Corona-Regeln an allen Ostseestränden in Mecklenburg-Vorpommern

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Zudem gelten, wie im Rest von Deutschland, die derzeitigen Corona-Verordnungen. Strandkörbe und Boote dürfen in Mecklenburg-Vorpommern wieder verliehen werden. Nun müssen sich Strandbesucher nicht länger nur mit Strandmuscheln zufriedengeben. Denn diese sind auch zu Corona-Zeiten erlaubt, so die „OZ“. Ab dem 11. Juni entfallen alle Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit. Dann dürfen sich mehrere Familien beispielsweise eine große Decke am Strand teilen. Essen und trinken war schon vorher möglich. Auch Sportarten in Gruppen am Strand sind wieder erlaubt. Gleiches gilt für den Aufenthalt im Wasser. Bei Kontakt mit Fremden sollten aber weiterhin die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Infografik mit einem Überblick zu den aktuellen Testbestimmungen in Mecklenburg-Vorpommern. © Quelle: TMV

Keine Obergrenze für Strandbesuche auf Usedom

Eine klassische Obergrenze für Strandbesuche gebe es auch auf Usedom nicht, erklärt Inselbürgermeisterin Laura Isabelle Marisken. Und auch bei einer Überfüllung der Strände würden diese grundsätzlich nicht geschlossen. „Wir bitten die Besucher dann, auf den nächsten Strandabschnitt auszuweichen“, wird sie von der „OZ“ zitiert. Wichtig sei nur, dass die Abstände ausreichend eingehalten würden. Die Wasserwacht würde mittels Drohnen die Lage kontrollieren.

Strandticker lenken Menschenströme an der Ostsee

An der Ostsee – sowohl im Bereich Mecklenburg-Vorpommern als auch Schleswig-Holstein – sind auch in diesem Sommer Systeme im Einsatz, um die Menschenströme zu lenken. Auf Basis von strukturierten Daten hat etwa die Lübecker Bucht den Strandticker entwickelt.

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Dieser erfasst, wie viele Menschen sich wo aufhalten und übermittelt sowohl auf Apps als auch auf Bildschirme an den Stränden in Echtzeit, wo es voll ist. Grün bedeutet, dass noch Platz ist, gelb, dass es langsam voller wird, und rot, dass die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Damit belegten die Regionen sogar den zweiten Platz beim Deutschen Tourismuspreis 2020. Ähnliche Systeme sind auch auf Rügen im Einsatz.

RND/bv

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