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  • Ostsee: Strände dicht - Polizei warnt: “Bloß nicht noch losfahren”

Volle Strände, lange Staus: Polizei warnt vor Kurztrip an die Ostsee

  • Das Sommerwetter hat erneut für einen Ansturm an der Küste gesorgt
  • Die Straßen Richtung Ostsee waren voll, die Strände ebenso.
  • Die Polizei warnte daher vor einem Kurztrip ans Meer.
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Lübeck. Die Aussicht auf eine Erfrischung in der Ostsee bei sommerlichen Temperaturen hat am Samstagmorgen zahlreiche Kurzurlauber auf die Autobahnen gelockt und zu kilometerlangen Staus geführt.

Schon zur Mittagszeit warnte die Polizei Kurzentschlossene und Nachzügler davor, ebenfalls noch den Weg an die Küste anzutreten. “Bloß nicht noch losfahren”, warnte die Polizeileitstelle Lübeck, gegenüber den “Lübecker Nachrichten”. Und weiter: “Die Verkehrslage auf der A 1 ist katastrophal.”

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Zu voll: Mehrere Strände an der Ostsee dicht

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Gegen 12 Uhr waren in der Lübecker Bucht nach Angaben der Polizei nahezu alle Parkplätze belegt. Gegen Samstagmittag waren dann mehrere Strände in Schleswig-Holstein gesperrt: Scharbeutz meldete gegen 13 Uhr, dass alle Strandabschnitte voll sind, auch Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin waren dicht.

Von den Ausfahrten zur Ostsee staut sich der Verkehr teils auf bis zu 17 Kilometern Länge zurück. Auch auf dem restlichen Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Lübeck sei durchweg mit stockendem Verkehr zu rechnen.

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Die beliebten Touristen-Orte hatten in diesen Sommerferien bereits mehrfach die Notbremse ziehen müssen. Zum ersten Mal waren die Strände Scharbeutz und Haffkrug Ende Juni für Tagestouristen vorübergehend dicht gemacht worden.

Kontrolle der Corona-Regeln an Strandpromenade kaum möglich

Neben dem Aufruf, auf einen Strandbesuch zu verzichten, mahnte die Polizei zudem Urlauber zur Vorsicht. So lasse sich an den engen Strandpromenaden kaum kontrollieren, ob die geltenden Corona-Bestimmungen wie der Mindestabstand eingehalten werden. Am späten Samstagnachmittag entspannte sich die Lage langsam.

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Volle Strände auch in Mecklenburg-Vorpommern

Das Wetter hat auch den Ostseestränden in Mecklenburg-Vorpommern am Samstag einen rekordverdächtigen Besucheransturm beschert. Nach den besucherärmeren vergangenen Wochen waren die Strände ausnahmslos sehr gut besucht, wie verschiedene DLRG-Wachstationen zur Mittagszeit bestätigten. “Das ist für uns heute der beste Tag der Saison”, sagte ein Wachführer einer Wasserrettungsstation im Ostseebad Boltenhagen, wo rund 24 Grad gemessen wurden.

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Auch an den Stränden des Seeheilbades Graal-Müritz tummelten sich die Besucher, die das hervorragende Wetter für sich nutzen und vereinzelt in der rund 18 Grad kalten Ostsee Erfrischung suchten. “So voll wie heute war es an diesem Strand in diesem Jahr noch nicht”, sagte Abschnittsleiter André Rieckhoff.

Anders als in Schleswig-Holstein sind Tagestouristen aus anderen Bundesländern in Mecklenburg-Vorpommern aber wegen der Corona-Pandemie noch verboten – einzige Ausnahme sind Busreisen.

Sommerwetter nur von kurzer Dauer

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Das uneingeschränkte Sommergefühl an der Ostsee-Küste war aber nur von kurzer Dauer. Am Sonntag führten vergleichsweise niedrige Temperaturen, dichte Wolken und vereinzelter Nieselregen dazu, dass der Ansturm auf die Küste deutlich abflaute.

Wie die Polizei mitteilte, kam es auf den Autobahnen zur Ostseeküste bis zur Mittagszeit zu keinerlei Staus oder sonstigen Verkehrsbehinderungen. Auch die Strände, etwa in der Lübecker Bucht oder in der Eckernförder Bucht, waren deutlich leerer als noch am Vortag.

RND/gei/dpa

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