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Mehr Reisebeschränkungen auf Flugstrecken als 2020 – platzt der Osterurlaub?

  • In Deutschland ist eine Diskussion über den Osterurlaub 2021 entbrannt.
  • Wie realistisch sind Reisen derzeit tatsächlich?
  • Der Blick auf internationale Flugrouten zeigt: Aktuell gibt es mehr Reisebeschränkungen als im ersten Lockdown.
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Eigentlich hatte die Reisebranche auf einen Aufschwung des Urlaubsgeschäfts ab Ostern gehofft – doch Aussagen seitens Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) über das Aus des Osterurlaubs zerstört die aufkeimenden Hoffnungen auf Lockerungen bei deutschen Hoteliers und Gastwirten. Die Bundesregierung will hingegen mit möglichen Regeln für die Feiertage noch abwarten. Wie sieht es im internationalen Reiseverkehr aus?

Ein Blick auf den Flugverkehr zeigt, dass eine Erholung des Reiseverkehrs ab Ostern schwierig werden könnte. Derzeit gibt es auf Flugstrecken in Europa sogar mehr Reisebeschränkungen als im ersten Lockdown – dazu zählen Reisewarnungen, Corona-Tests oder Quarantänepflichten bei der Einreise.

Einer Übersicht des Datendienstes Evidence Lab der Schweizer Großbank UBS zufolge können Passagieren von 702 untersuchten internationalen Routen derzeit auf mindestens 610 nur beschränkt oder gar nicht reisen. Die Zahl sei um rund 20 Prozentpunkte höher als in der Frühphase der Corona-Krise im April 2020. Außerdem liege die Zahl um 15 Prozentpunkte höher als zu Beginn des aktuellen Lockdowns im November, berichtet die „Wirtschaftswoche“.

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Reisebeschränkungen in Europa derzeit schärfer als im Rest der Welt

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Die Flugeinschränkungen in Europa lägen zudem deutlich über dem Rest der Welt. Denn während global etwa 80 Prozent der Routen beschränkt seien, würden in Europa verschärfte Restriktionen aufgrund der Corona-Mutation darauf hindeuten, dass die Zahl in Richtung 90 Prozent steigt. Mit die schärfsten Einreiseregeln in Europa hat derzeit Großbritannien: Rückkehrer aus Mutationsgebieten müssen in ein Quarantänehotel und dieses selbst bezahlen. Wer versucht, die Regel zu umgehen, riskiert bis zu zehn Jahren Haft.

Aber auch in Deutschland sorgen die Coronavirus-Mutationen für verschärfte Regeln. Seit Ende Januar besteht ein Einreiseverbot für Menschen aus besonders betroffenen Gebieten, das nun weiter verlängert werden soll. Seit dem Wochenende gilt zudem erstmals ein Nachbarland Deutschlands als Virusvariantengebiet. An den Grenzen zu Tschechien und Tirol finden nun Grenzkontrollen statt. Für Pendler gibt es strenge Regeln, denn laut Infektiologen würden in Bayern bei deutlich mehr als 10 Prozent der Infizierten die ansteckendere Varianten des Coronavirus festgestellt.

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Lufthansa verlängert Umbuchungsmöglichkeiten

Die Mischung aus Beschränkungen und politischer Skepsis sorgt für Unmut in der Reisebranche. Die Stimmung unter den Hoteliers sei „aggressiv“, so Ingrid Hartges, Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands. Verfrühte Äußerungen über das Aus des Osterurlaubs würden für Verunsicherung und existenzielle Nöte sorgen, ebenso wie die fehlende Perspektive auf baldige Öffnung.

Auch Airlines scheinen nicht mehr an eine Erholung ab Ostern zu glauben. Lufthansa beispielsweise hat erneut die Frist für kostenlose Umbuchungen verlängert. Sämtliche Flüge lassen sich nun bis einschließlich 31. Mai beliebig oft kostenlos umbuchen. Das gilt für alle Flüge, die bis zu diesem Datum gebucht wurden, wie Lufthansa mitteilte.

RND/bv/dpa

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