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  • Österreich-Urlaub: Lockdown verlängert, Hotels bleiben wohl bis März geschlossen

Hotels in Österreich wohl bis März geschlossen

  • Die Corona-Pandemie hat Österreich weiter fest im Griff – auch die neuen Corona-Mutationen grassieren im Land.
  • Daher wird der Corona-Lockdown erneut verlängert.
  • Die Öffnung von Hotellerie und Gastronomie stellt Bundeskanzler Kurz erst für März in Aussicht.
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Österreich verlängert aufgrund der ansteckenderen Corona-Mutationen den Lockdown bis zum 7. Februar. Diese hätten die Lage laut Bundeskanzler Sebastian Kurz nochmals deutlich verschärft. Ziel sei es, nach der zweiwöchigen Verlängerung Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Auch Dienstleistungsbetriebe wie Friseure sollen dann wieder arbeiten dürfen.

Der Sicherheitsabstand, den Menschen in Österreich einhalten sollen, wird von einem auf zwei Meter ausgedehnt. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen künftig – wie in Bayern – FFP2-Masken getragen werden. Die Masken sollen einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus appellierte die Regierung an Firmen, Beschäftigte möglichst von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Eine Pflicht zum Homeoffice – wie von Experten gefordert – gibt es aber nicht.

Gastronomie und Hotellerie: Öffnung frühestens im März möglich

Mitte Februar sei geplant, die Lage für Gastronomie, Hotellerie und Veranstalter neu zu beurteilen, sagte Kurz. Eine Öffnung sei aber frühestens im März möglich. Skipisten und Eislaufplätze sind hingegen weiterhin geöffnet. Doch gerade in den Hotels und Gasthäuser der Skiregionen sowie in der Stadthotellerie und -gastronomie fehlen seit Beginn der Corona-Pandemie die ausländischen Gäste, die maßgeblich für eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Öffnungsperspektive sind, berichtet das Portal „Hogapage“.

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„Durch die Verlängerung des Lockdowns fehlt diese Perspektive nun der gesamten Branche, eine neuerliche Unterstützung ist daher dringend notwendig“, so Mario Pulker vom gastgewerblichen Fachverband der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Die Wintersaison ist für uns nun praktisch gelaufen, weitere Zuschüsse werden über das Überleben der Betriebe entscheiden“, bekräftigt Susanne Kraus-Winkler, ebenfalls vom WKÖ. Das Finanzministerium kündigte an, von den Sperren betroffene Unternehmer bis zum Ende der Pandemie finanziell zu unterstützen.

Neue Maßnahmen einen Tag nach Demo gegen Corona-Regeln verkündet

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Die Opposition reagierte unterschiedlich. Die Vorsitzende der sozialdemokratischen SPÖ, Pamela Rendi-Wagner, begrüßte die Verlängerung. „Die Infektionszahlen sind zu hoch, die Mutationen ein heftiger Beschleuniger der Virusausbreitung.“ Die liberalen Neos tragen die Regelungen ebenfalls mit. Kritik kam aber an der Impfstrategie. Norbert Hofer, Chef der rechten FPÖ, zeigte sich hingegen „enttäuscht“ und „wütend“. Die Bevölkerung verstehe dies nicht mehr und zeige vermehrt „zivilen Ungehorsam“.

Die Verkündung der neuen Maßnahmen kam einen Tag nach einer großen Demonstration gegen die Corona-Regeln in Wien, an der sich etwa 10.000 Menschen beteiligten. Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden nach Polizeiangaben weitgehend ignoriert. Insgesamt gab es 23 Festnahmen. Zudem wurden mehr als 300 Anzeigen erstattet.

Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern mehr als 7000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Kurz zeigte sich aber überzeugt, dass durch Impfungen im Sommer das normale Leben wieder einkehren werde.

RND/bv/dpa

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