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Türkei: Überfüllte Strände und missachtete Abstandsregeln

  • Die Menschen in der Türkei sind am Wochenende an die Strände geströmt.
  • Dabei wurden die Corona-Regeln offenbar oft missachtet.
  • Betroffen sind auch Regionen, für die das Auswärtige Amt am Montag die Reisewarnung aufgehoben hat.
Leonie Greife
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Türkei. Menschen, die dicht an dicht am Strand liegen, im Meer baden oder durch Einkaufsstraßen: Dieses Bild konnten Einheimische und Urlauber am vergangenen Wochenende an vielen beliebten Ferienorten in der Türkei beobachten.

Über das Feiertagswochenende des islamischen Opferfests Eid ul-Adha, das vom 30. Juli bis 3. August gefeiert wurde, zog es Tausende Menschen an die Küsten. Dort wurden vielerorts die Corona-Regeln nicht ausreichend eingehalten. In den Innenstädten und an den Stränden hielten sich viele nicht an die Abstandsregeln, auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurde nicht überall befolgt.

Türkischer Gesundheitsminister ruft zum Einhalten der Corona-Regeln auf

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Der türkische Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca äußerte sich auf Twitter besorgt über die Vorfälle am Wochenende: “Leider wurde der epidemische Faktor während der Feiertage an den Ferienorten nicht ausreichend berücksichtigt. Wir sind besorgt über die Zunahme der Fälle.” Man müsse verhindern, dass die Kontakte während der Ferien und Feiertage schwerwiegende Folgen hätten.

Besonders an der Ägäis und am Mittelmeer habe ein reger Andrang geherrscht, berichtet unter anderem die Zeitung “Hürriyet”. In dem Urlaubsort Bodrum in der Provinz Muğla habe man denken können, es gäbe Corona nicht. “Auch hier schlängelten sich die Menschenmassen durch die Straßen – und das größtenteils ohne Schutzmasken”, schreibt die Zeitung.

Immer wieder berichten lokale Medien in der Türkei auch über hohe Strafen für Strandbetreiber, die die Abstands- und Maskenregeln nicht wie vorgeschrieben durchsetzen, etwa in Rize. In dem Badeort am Schwarzen Meer wurde sogar eine illegale Schaumparty veranstaltet. Der Betreiber muss dem Portal “Harberler” zufolge nun eine Geldstrafe zahlen.

Verstöße gegen Corona-Regeln auch in Izmir

Doch auch in den vier Regionen, für die seit Montag offiziell keine Reisewarnung mehr besteht, wurden am Wochenende Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. Darunter beliebte Urlaubsorte wie Çeşme in Izmir. Eigentlich stecken dort Mitarbeiter der Stadt sechs Quadratmeter große Flächen am Strand mit einem Abstand von 1,5 Metern ab. Aufgrund des großen Andrangs hielt sich aber niemand an die Distanz.

Der Besitzer eines Strandclubs in Çeşme muss ein Geldbuße in Höhe von umgerechnet rund 1.000 Euro zahlen, weil die Clubgäste die Abstands- und Maskenregeln nicht einhielten.

Für vier Provinzen in der Türkei ist die Reisewarnung aufgehoben

Izmir ist eine der vier Provinzen, für die das Auswärtige Amt die Reisewarnung Anfang der Woche aufgehoben hat. Daneben gilt auch für Aydin und Muğla an der Ägäis sowie die Provinz Antalya am Mittelmeer keine Reisewarnung mehr. Voraussetzung ist ein Corona-Test für dem Rückflug. Damit wird der Türkei-Urlaub für Reisende aus Deutschland wieder einfacher.

Die Nachrichten aus Izmir und Bodrum machen nun aber Sorge, ob die örtlichen Corona-Regeln wie angekündigt umgesetzt werden können, wenn wieder mehr Urlauber in die Ferienregionen strömen. Für den Rest des Landes gilt weiterhin die Reisewarnung für die Länder außerhalb des EU- und Schengen-Raums bis zum 31. August.

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