• Startseite
  • Reise
  • Noer an der Ostsee: Tagestouristen nehmen keine Rücksicht und hinterlassen Schäden

Tagesausflügler überrennen Ostseeort – und hinterlassen Schäden

  • Wild geparkte Autos, blockierte Rettungswege und zerfahrene Randstreifen machen den Gemeinden an der Ostsee zu schaffen.
  • Schuld daran sind Gäste, die bei bei ihren Ausflügen keine Rücksicht nehmen und die Orte an den Wochenenden regelrecht überrennen.
  • In Noer ist der Ärger über die Schäden groß.
Anzeige
Anzeige

An sonnigen Tagen zieht es zahlreiche Tagestouristen an die frische Luft. Das sorgt in einigen Regionen vor allem an den Wochenenden immer wieder für verstopfte Straßen, überfüllte Parkplätze und zugeparkte Wege. Neben beliebten Wintersportgebieten im Harz und im Sauerland stürmen Tagesausflügler auch regelmäßig Ostseegemeinden, um dort an den Stränden zu wandern oder zu reiten. Da die kleinen Orte auf einen solchen Andrang nicht auslegt sind, sorgen die wild geparkten Autos für große Schäden.

Bürger der Gemeinde Noer müssen Touristenschäden auf eigene Kosten beheben

In der Gemeinde Noer in Schleswig-Holstein ist der Ärger über das rücksichtslose Verhalten der Tagestouristen besonders groß, denn die Gemeinde in der Nähe von Eckernförde hat nur zwei kleine Parkplätze, am Campingplatz und in Lindhöft am Strand: „Seit wir die Corona-Pandemie haben, ist an Wochenenden fast immer alles dicht. Da wird wild überall geparkt, über die Banketten gefahren, gewendet ohne Rücksicht auf Verluste“, zitieren die „Kieler Nachrichten“ die Bürgermeisterin Sabine Mues.

Das Ergebnis: Neu hergerichtete Banketten wurden zerfahren, die Erde an Parkplätzen aufgewühlt und mit Reifenspuren wendender Autos durchsetzt, sodass das Wasser nicht mehr absickern kann. Dadurch blieben Autos nun im Matsch stecken.

Anzeige

Erweiterbar seien die Parklätze nicht, da die Flächen drum herum oft Privatgrund seien. Und die entstandenen Schäden müssten die Bürger auf eigene Kosten beheben. Mues’ Rat an die Tagesgäste: Statt mit dem Auto anzureisen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – und auch mal das Binnenland zu erkunden.

RND/bv


  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen