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Auf Lockdownflucht: Niederländische Einkaufstouristen bereiten deutschen Grenzstädten Sorge

Passantinnen und Passanten laufen durch Düsseldorf (Archivfoto). Kurz vor Weihnachten sind auch viele Menschen aus den Niederlanden in grenznahen Städten unterwegs.

Noch kurz ein Geschenk für Weihnachten kaufen oder einen Glühwein im Café trinken – das ist in den Niederlanden aktuell nicht möglich. Das Land hat wegen der schnellen Verbreitung der Omikron-Variante wenige Tage vor den Feiertagen einen harten Lockdown verhängt. Seit Sonntag sind fast alle Geschäfte, Gaststätten und weitere Freizeiteinrichtungen geschlossen.

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Viele Niederländerinnen und Niederländer aus den Grenzregionen fahren deshalb nun nach Deutschland zum Shoppen – wie beispielsweise ins Emsland. Verboten ist das nicht, denn es gelten keine Einreisesperren. Doch in der aktuellen Situation bereitet der Grenztourismus in der Region Sorge. Im Fokus stehen Landrat Marc-André Burgdorf (CDU) zufolge vor allem größere Städte wie Papenburg, Meppen und Lingen.

Diese Corona-Beschränkungen gelten nach Weihnachten

Mit neuen Einschränkungen wollen Bund und Länder die Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus bremsen.

Kritisch sieht er die Aufhebung von 2G im Einzelhandel durch die Gerichte in Niedersachsen. Dadurch sei dem Shoppingtourismus im grenznahen Gebiet zusätzlich Vorschub geleistet worden, so Landrat Marc-André Burgdorf (CDU) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Landrat appelliert: Nicht ins Emsland kommen

Er habe grundsätzlich Verständnis für den Wunsch nach Normalität und dass die Menschen die vorhandenen Möglichkeiten für sich nutzen möchten. Auch umgekehrt haben die Grenzregionen in der Corona-Krise mehrfach ähnliche Situationen erlebt – beispielsweise als am 1. Mai viele Deutsche in die Niederlande gefahren sind, um zu shoppen. Doch in der aktuellen Situation bittet der Landrat, von Reisen abzusehen: „Auch mit Blick auf die Omikron-Variante können wir daher nur an die Nachbarn in den Niederlanden appellieren, möglichst zu Hause zu bleiben zum Schutz der eigenen Gesundheit und die der anderen sowie weiterhin die Kontakte zu beschränken“, so Burgdorf (CDU) zum RND.

Die Kontrollen der Corona-Regeln in den Innenstädten, wie etwa die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im Einzelhandel, erfolge anlassbezogen weitestgehend durch die Polizei in Unterstützung mit den Ordnungsämtern.

Grenztourismus auch in NRW

In Nordrhein-Westfalen bietet sich eine ähnliche Situation – beispielsweise in Düsseldorf und Kleve am unteren Niederrhein sind viele Menschen aus den Niederlanden unterwegs. Die Stimmung ist gemischt. „Ich würde mich freuen, wenn die niederländischen Gäste in diesen Tagen der zunehmenden Pandemie etwas zurückhaltender bei ihren Besuchen sind und nicht nach Kleve kommen“, zitiert der WDR beispielsweise Kleves Bürgermeister Wolfgang Gebing. Er wollte notfalls die Politik um Hilfe bitten: „Wir können natürlich keine Einreisesperren verhängen, das müsste dann auf höherer Ebene passieren. Wir können nur appellieren.“

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Die Menschen in der Innenstadt hingegen würden die Situation eher locker sehen. Ein Mann sagte dem Sender, man sei während des Lockdowns in Deutschland schließlich auch über die Grenze gefahren.

RND/gei

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