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Neue Virusvariantengebiete: Quarantäne für Reisende aus Südafrika, Namibia und Botswana

Südafrika mit dem beliebten Reiseziel Kapstadt ist ab Samstag wieder Virusvariantengebiet.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Freitagabend die Liste der Risikogebiete aktualisiert. Für acht Länder im südlichen Afrika, darunter die beliebten Urlaubsziele Südafrika, Namibia und Botswana, gelten die strengsten Regeln. Sie sind künftig als Virusvariantengebiete geführt. Erst Ende Juli wurden die Länder nach sieben Monaten von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen, damals war die Beta-Variante des Virus ausschlaggebend für die Einstufung.

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Für Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Lesotho und Eswatini gilt ab Mitternacht zu Sonntag ein Beförderungsverbot. Nur deutsche Staatsangehörige sowie Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltstitel in Deutschland dürfen dann noch direkt von diesen Ländern nach Deutschland fliegen. Zudem gilt für alle Reisenden aus dem südlichen Afrika, unabhängig des Impf- oder Genesenenstatus, eine vierzehntägige Quarantänepflicht, die auch durch einen negativen Corona-Test nicht verkürzt werden kann.

Das RKI weist auf seiner Website darauf hin, dass die Behörden lokal bereits mit sofortiger Wirkung die Quarantänepflicht verhängen können. „Das Bundesministerium für Gesundheit weist darauf hin, dass bereits ab sofort die jeweils zuständigen Gesundheitsämter für Einreisende aus den als Virusvariantengebiet eingestuften Ländern eine Quarantäne und eine Untersuchung auf SARS-CoV-2 anordnen können“, heißt es. Die Polizei sei zudem an Flughäfen im Einsatz, um Reisende aus den baldigen Virusvariantengebiete auf „infektionseindämmendes Verhalten“ hinzuweisen.

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Als Grund für die Einstufung wird angegeben, dass die kürzlich in Südafrika entdeckte neue Mutation des Coronavirus, B.1.1.529 mit dem Namen Omikron, im Verdacht steht, sich schneller auszubreiten und weniger wirksam gegen Impfstoffe zu sein. Die Länder im südlichen Afrika trifft die Einstufung hart: Im Dezember startet die Hauptsaison, vor allem Südafrika, Namibia und Botswana sind bei deutschen Reisenden beliebt. Zwar sind aktuell nur rund 400 Deutsche mit Reiseveranstaltern im südlichen Afrika unterwegs, die Region ist aber vor allem bei Individualreisenden beliebt.

Für Urlaubende im südlichen Afrika könnte es allerdings noch härter kommen: Die EU prüft, den Flugverkehr zwischen der Region und der EU komplett einzustellen. Dann könnten auch deutsche Reisende nicht mehr direkt aus Südafrika nach Deutschland fliegen, sondern müssten über Drittstaaten einreisen. Am Freitagnachmittag stimmten alle 27 Mitgliedsstaaten dem Vorhaben zu, eine Umsetzung ist aber nicht bindend. So könnten Quarantänebestimmungen jeweils schon reichen.

Auch die Liste der Hochrisikogebiete wurde überarbeitet, Änderungen sind ebenfalls ab Sonntag, 28. November, 0 Uhr, gültig. Allerdings gibt es hier ausschließlich positive Nachrichten: Neue Gebiete sind nicht hinzugekommen, dafür wurden unter anderem Singapur, St. Kitts und Nevis sowie Nicaragua von der Liste gestrichen.

Neue RKI-Liste: Die Änderungen im Überblick

Neue Virusvariantengebiete ab Sonntag, 28. November, 0 Uhr:

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  • Botswana
  • Eswatini
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mosambik
  • Namibia
  • Simbabwe
  • Südafrika

Keine neuen Hochrisikogebiete

Nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete

  • Brunei Darussalam
  • El Salvador
  • Gabun
  • Nicaragua
  • São Tomé und Príncipe
  • St. Kitts und Nevis
  • Singapur
Neue Supervariante: Spahn erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet

Die Verbreitung einer neuen Supervariante in Südafrika bereitet zusätzliche Sorgen. Gesundheitsminister Spahn erklärt das Land zum Virusvariantengebiet.

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Einreiseregeln in Deutschland

Für die Einreise nach Deutschland gilt generell die 3G-Regel: Reisende müssen den Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test bei sich führen. Für die Einreise aus Risikogebieten gelten verschärfte Regeln:

Onlineanmeldung: Alle, die aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten zurückkehren, müssen vorab eine digitale Einreise­anmeldung ausfüllen. Getestete, vollständig Geimpfte und Genesene müssen dort ihren Test-, Impf- oder Genesenen­nachweis hochladen.

Quarantänepflicht: Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und weder geimpft noch genesen ist, muss in Deutschland für bis zu zehn Tage in Quarantäne. Ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich. Auch Kinder müssen in Isolation – allerdings müssen unter Zwölfjährige sich nicht freitesten, die Quarantäne endet automatisch nach dem fünften Tag. Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss für 14 Tage in Quarantäne. Es gelten keine Ausnahmen für Geimpfte, Genesene oder Kinder.

Corona-Testpflicht: Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Ein Antigen-Schnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test 72 Stunden. Diese Regel gilt auch für Geimpfte und Genesene. Bei der Einreise aus einem Hochrisikogebiet reicht ein 3G-Nachweis (Impfung, Genesung oder Corona-Test). Kinder unter zwölf Jahren sind von der Nachweispflicht befreit.

RND/msk/gei

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