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Neue RKI-Liste veröffentlicht: Fast ganz Österreich ist jetzt Risikogebiet, Warnung für Kanaren aufgehoben

  • Nahezu in allen Ländern Europas hat die Bundesregierung bereits Gebiete als Corona-Risikogebiete eingestuft.
  • Am Donnerstag kamen weitere Regionen in Europa und anderen Staaten auf die Liste.
  • Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes soll am Samstag folgen.
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Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung am Donnerstagmorgen (22. Oktober) etliche weitere Regionen in Europa zu Corona-Risikogebieten erklärt – diese sind nun in der entsprechenden Liste des bundeseigenen Robert-Koch-Institutes (RKI) aufgeführt.

Unter anderem gelten nun alle Bundesländer in Österreich als Risikogebiete, mit Ausnahme von Kärnten. Das berichteten die „Salzburger Nachrichten“ bereits am späten Mittwochabend. Die neu ausgewiesenen Risikogebiete sind ab Samstag, 24. Oktober, um 0 Uhr wirksam.

Folgende Länder und Regionen wurden vom RKI neu als Corona-Risikogebiete eingestuft:

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  • Bulgarien: Es gelten nun auch die Verwaltungsbezirke Rasgrad, Sofia Stadt und Sliven als Risikogebiete.
  • Estland: Die Region Jogeva gilt als Risikogebiet.
  • Irland: Ganz Irland gilt nun als Risikogebiet.
  • Italien: Es gelten nun auch die Regionen Aostatal, Umbrien, Lombardei, Piemont, Toskana, Venetien, Latium, Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Emilia-Romagna, Sardinien und die autonome Provinz Bozen als Risikogebiet.
  • Kroatien: Es gelten nun auch die Gespanschaften Karlovac, Osijek-Baranja, Zagreb, Varazdin und Bjelovar-Bilogora als Risikogebiete.
  • Liechtenstein: Gesamt Liechtenstein gilt als Risikogebiet.
  • Österreich: Es gelten nun auch die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark als Risikogebiete.
  • Polen: Ganz Polen gilt nun als Risikogebiet.
  • Schweden: Es gelten nun auch die Provinzen Jönköping und Östergötland als Risikogebiete.
  • Schweiz: Die gesamte Schweiz gilt nun als Risikogebiet.
  • Slowenien: Es gelten nun auch die Regionen Posavska und Goriska als Risikogebiete.
  • Ungarn: Es gelten nun auch die Regionen/Komitate Heves, Zala und Somogy als Risikogebiete.
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: Das gesamte Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie Gibraltar gelten als Risikogebiet. Ausgenommen sind die weiteren Überseegebiete, Isle of Man und die Kanalinseln (Guernsey, Jersey).

Nicht mehr als Risikogebiet gelten:

  • Spanien: die Kanarischen Inseln
  • Estland: die Region Ida-Viru
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Reisewarnung für alle betroffenen Gebiete

Für Risikogebiete ruft das Auswärtige Amt kurze Zeit später auch eine Reisewarnung aus, in diesem Fall soll die Reisewarnung ab Samstag (24. Oktober) gelten. Eine Reisewarnung, die höchste Warnstufe, ist kein Reiseverbot – sie führt jedoch dazu, dass die meisten Veranstalter Pauschalreisen in die Regionen absagen. Es gibt Ausnahmen – so bietet Tui trotz Reisewarnung wieder Urlaub auf den Kanaren oder den Malediven an.

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Umgekehrt haben Reisewarnung und die Einstufung als Risikogebiet auch eine positive Seite für Verbraucher: Denn sie ist ein starkes Indiz dafür, dass eine Gefährdungslage vorliegt. Und damit ist es Verbrauchern möglich, Buchungen einer Pauschalreise kostenlos zu stornieren.

Bei Individualreisen gelten immer die jeweiligen AGB, anders als bei einer Pauschalreise greift hier nicht das EU-Pauschalreiserecht. Airlines fliegen auch trotz Reisewarnung meist weiter in die betroffenen Gebiete, und bezüglich der Stornierung eines Fluges gelten die jeweiligen AGB der Fluggesellschaft. Fluggäste tragen in diesen Fällen das Verwendungsrisiko, erläutert Reiserechtsanwalt Paul Degott.

Einreise aus Risikogebiet: Corona-Test und Quarantäne in Deutschland

Gleichzeitig bedeutet die Einstufung als Risikogebiet auch, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt sowie das Bundesinnenministerium. Über die Risikogebiete führt das RKI eine Liste, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA.

Urlaub im Risikogebiet: Bald sollen Reiserückkehrer in Quarantäne

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Nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollen sich die Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten bald ändern. So soll es unter anderem ab dem 8. November neue Quarantäneregeln für Reiserückkehrer geben.

Geplant ist, dass nach dem Urlaub in einem Risikogebiet wieder ausschließlich die Quarantäneregelung gelten soll. Demnach müssten sich die Betroffenen beim Gesundheitsamt melden und in Quarantäne – voraussichtlich für zehn Tage. Die häusliche Isolation soll im Unterschied zur jetzigen Regelung erst dann verlassen werden dürfen, wenn mit einem frühestens fünf Tage nach der Einreise gemachten Test ein negatives Ergebnis vorgewiesen wird.

RND/gei/bv

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