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  • Neue Einreiseregeln: Wann gilt Quarantäne, und wann nicht? Eine Übersicht

Neue Einreiseverordnung: Keine Quarantäne mehr nach Urlaub im Risikogebiet

  • In Deutschland gilt seit dem 13. Mai eine neue Einreiseverordnung.
  • Geimpfte, Genesene und negativ Getestete müssen seither nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet nicht mehr in Quarantäne.
  • Anders ist das bei Reisenden, die aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten einreisen.
Miriam Keilbach
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Reisen ist wieder ein Stück weit leichter – die Bundesregierung hat eine neue Einreiseregeln verabschiedet. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland reist, kann die Quarantäne umgehen. Die neue Einreiseverordnung ist am 13. Mai in Kraft getreten. Sie ist auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums abrufbar.

Demnach entfällt die Quarantänepflicht für verschiedene Personengruppen, wenn sie aus Risikogebieten einreisen:

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  1. Menschen, die vollständig geimpft sind. Als vollständig geimpft gelten Personen ab dem 15. Tag nach der zweiten Dosis. Zudem werden nur die in der EU zugelassenen Impfstoffe anerkannt, das sind Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson&Johnson.
  2. Menschen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate an Covid-19 erkrankt waren und als genesen gelten. Als genesen gilt eine Person, wenn der positive Corona-Test mindestens 28 Tage alt ist.
  3. Neu: Menschen, die bei der Rückkehr einen negativen Corona-Test vorweisen können. Anerkannt werden PCR-Tests, die maximal 72 Stunden alt sind, und Antigen-Schnelltests, die maximal 48 Stunden alt sind.
  4. Neu: Kinder unter sechs Jahre. Für Kinder ab sechs Jahren gilt die Testpflicht.
  5. Grenzpendler und Grenzgänger.

Zu Risikogebieten (Sieben-Tage-Inzidenz über 50) gehören etliche Länder in Europa – unter anderem Belgien, Dänemark, Kroatien, Griechenland, Italien, Österreich, die Schweiz, und Zypern – sowie viele Regionen, beispielsweise Andalusien in Spanien.

Testpflicht für Flugreisende vor Rückreise gilt weiterhin

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„Entsprechend des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes werden geimpfte und genesene Personen Getesteten gleichgestellt. Dem Testnachweis gleichwertig wird daher auch ein sog. Genesenen- oder Impfnachweis anerkannt (Ausnahme Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet)“, heißt es in der Verordnung.

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Genesene und Geimpfte sind ab Donnerstag damit auch vom Nachweis eines negativen Corona-Tests bei Einreise mit dem Flugzeug befreit. Für alle anderen Flugreisenden gilt die Testpflicht vor Abreise nach Deutschland, unabhängig des Status des Urlaubslandes, weiter. Sie müssen im Reiseland einen PCR- oder Antigen-Schnelltest machen. Der PCR-Test darf bei der Einreise maximal 72 Stunden alt sein, bei einem Antigen-Schnelltest maximal 48 Stunden. Wer keinen Testnachweis hat, darf von den Airlines nicht an Bord genommen werden.

Kinder sind auch ungetestet von der Quarantänepflicht ausgenommen

Mit einer weiteren Regelung erleichtert die Bundesregierung den Urlaub besonders für Familien. Denn Kinder mussten bisher weiterhin in Quarantäne, während ihre vollständig geimpften Eltern sich nicht isolieren mussten. Nun werden ältere Kinder durch einen Corona-Test von der Quarantänepflicht befreit. Für Kinder unter sechs Jahren gibt es keine Einreiseregelungen mehr. „Personen, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen keinen der genannten Nachweise vorlegen“, heißt es in der Verordnung.

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Bislang mussten Reisende aus Risikogebieten sowohl einen negativen Test bei Einreise vorweisen als auch in Quarantäne, eine Ausnahme von der Quarantänepflicht gab es nur in Nordrhein-Westfalen. Nun verabschiedet sich Deutschland rechtzeitig vor den Pfingst- und Sommerferien von der Test- und Quarantänestrategie. Die Pflicht, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet online anzumelden, bleibt aber. Dabei müssen auch Test-, Impf-, oder Genesenennachweis hochgeladen werden.

Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen bereits seit dem 9. Mai die Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen bei der Einreise aus Hochrisikogebieten (Sieben-Tage-Inzidenz über 200) weg, darüber hatte die Bundesregierung informiert. Alle anderen müssen bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und danach für bis zu zehn Tage in Quarantäne. Erst ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich. Zu den Hochinzidenzgebieten zählen aktuell noch viele Länder, darunter Frankreich, Kroatien, die Niederlande, die Türkei und Zypern.

Quarantäne und Corona-Tests nach Reise in Virusvariantengebiete bleibt bestehen

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Weiterhin in Quarantäne müssen allerdings alle Reisenden, die aus einem Virusvariantengebiet mit neuen, ansteckenderen Corona-Varianten kommen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte. Hier werden die Regeln beibehalten: Es gilt eine strikte 14-tägige Quarantänepflicht, ein Freitesten ist nicht erlaubt. Der erforderliche Antigentest vor der Einreise darf zudem nur maximal 24 Stunden alt sein – und diesen müssen auch Geimpfte sowie Genesene vorweisen.

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Deutscher Reiseverband freut sich über „Signal der Zuversicht“

Der Deutschen Reiseverband (DRV) begrüßte die neue Einreiseverordnung noch am Mittwochvormittag. „Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht und ein Signal der Zuversicht. Das eröffnet Urlaubern und auch den Unternehmen der Reisewirtschaft wieder eine positive Perspektive“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. „Mit diesem Beschluss kommt die Bundesregierung unserem bereits im vergangenen Jahr ausgearbeiteten Vorschlag, Test statt Quarantäne, nach. So haben auch diejenigen, die noch keine Möglichkeit hatten geimpft zu werden, die Möglichkeit, ohne Quarantäne zu verreisen“, sagte er.

Kritik findet er jedoch an der Testpflicht für alle Flugreisenden. Es werde nicht unterschieden, ob jemand aus einem Land mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter oder über 50 nach Deutschland reise. Das sei „nicht mehr nachvollziehbar“, so Fiebig, „zumal sie ausschließlich für Flugreisende nicht jedoch für Reisende, die mit dem Auto oder der Bahn unterwegs sind“ gelte.

mit dpa

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