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  • Mehr Reisebuchungen trotz Pandemie: Deutsche wollen Sommerurlaub am Mittelmeer

Sommerbuchungen ziehen leicht an: Deutsche wollen vor allem ans Mittelmeer

  • Die Sehnsucht der Deutschen nach einem Urlaub ist groß, die Reisebuchungen ziehen langsam an.
  • Die Umsätze in Reisebüros und auf Onlineportalen sind in der zweiten Februarwoche merklich angestiegen.
  • Die Trends: Sonne, Strand und Mittelmeer.
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Von einem eindeutigen Trend will der Deutsche Reiseverband (DRV) zwar noch nicht sprechen, doch die Hoffnung steigt: Seit Mitte Februar gebe es Anzeichen, dass die Deutschen trotz anhaltendem Lockdown Urlaub buchen. Das teilte der DRV auf Basis der Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA) im Vorfeld der weltweiten Reisemesse ITB Berlin mit.

Griechische Inseln liegen bei deutschen Urlaubern hoch im Kurs

Die meisten Kunden buchen demnach aktuell Reisen in diesem Sommer – die Hauptsaison umfasse rund 60 Prozent der Buchungsumsätze. Ein Viertel der Buchungen entfalle auf den späten Herbst für die Zeit nach Oktober. Gefragt seien für den Sommer 2021 vor allem Pauschalreisen am östlichen Mittelmeer, ganz weit vorn liegen die griechischen Inseln. Aber auch Ziele in der Türkei seien gefragt. Noch verhalten gehen die Buchungen für spanische Ziele wie zum Beispiel die Balearen ein. Dagegen steige die Zahl der Buchungen für Kreuzfahrten und Fernreiseziele laut der TDA-Auswertung überproportional an. Die Nachfrage bei den Kreuzfahrten beziehe sich jedoch mehrheitlich bereits auf den Sommer 2022.

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Reiseverband rechnet mit Nachholeffekt im Sommer 2021

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„Mit der Aussicht auf Impfungen und mehr Möglichkeiten für Tests steigt auch die Zuversicht, bald wieder verreisen zu können. Zudem rechnen wir mit einem Nachholeffekt, da viele Menschen im vergangenen Jahr keinen Urlaub machen konnten und diesen auf 2021 verschoben haben“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV).

Die Hoffnung der Deutschen auf einen Osterurlaub hingegen sei sehr gering. Nur 13 Prozent der Buchungen, die Mitte Februar eingegangen seien, entfallen auf die noch bis Ende April laufende Wintersaison. Fiebig kritisierte in diesem Zuge die fehlende Öffnungsstrategie für die Tourismusbranche und die Unsicherheit über Reisemöglichkeiten zu den Osterfeiertagen. Sollte es jedoch zu Lockerungen kommen, rechne der Verband mit einem kurzfristigen Buchungsanstieg.

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Buchungen auf niedrigem Niveau

Bei aller Freude über den leichten Buchungsanstieg erwartet der DRV aber ein hartes Jahr und schreibt das laufende Touristikjahr wirtschaftlich weitgehend ab. „Es wäre schon als Erfolg zu werten, wenn wir für den Markt der Reisebüros und Reiseveranstalter rund 50 Prozent des Umsatzvolumens von 2019 erreichen würden“, sagte Norbert Fiebig, Präsident des Reiseverbandes DRV, am Mittwoch. Nach dem Rekordjahr 2019 war der Umsatz mit organisierten Reisen in der Corona-Krise um 65 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro eingebrochen.

Insgesamt verharrten die Neubuchungen in den vergangenen Wochen trotz leichten Anstiegs auf einem Niveau von etwa gerade einmal 20 Prozent des Vorjahresvolumens. „Dieser Umsatzeinbruch bei Reiseveranstalterbuchungen von über 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum wird nicht annähernd einzuholen sein, dieses Jahr wird weiter von Verlusten für die Reisewirtschaft geprägt sein“, befürchtet DRV-Präsident Norbert Fiebig. Normalerweise sind die ersten Wochen eines Jahres die Hauptbuchungsmonate.

RND/gei

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