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Maut und Vignetten: Diese Regeln gelten in beliebten Urlaubsländern

  • Mit Bayern und Baden-Württemberg starten Ende der Woche die letzten Bundesländer in die Sommerferien.
  • Wegen der Corona-Pandemie reisen viele Urlauber und Urlauberinnen mit dem Auto ins Ausland.
  • Dabei müssen Reisende häufig einige Maut- und Vignettenvorschriften beachten.
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In den meisten Bundesländern haben die Sommerferien längst begonnen, Ende Juli starten auch in Bayern und Baden-Württemberg die lang ersehnten Sommerferien. Da viele Urlauber und Urlauberinnen Flugreisen coronabedingt meiden, machen sich in diesem Sommer noch mehr Reisende als sonst mit dem Auto auf den Weg in Urlaub.

Dabei sollten sie nicht nur die im Zielland aktuell geltenden Reisebestimmungen kennen, sondern auch die dort geltenden Mautregeln und Vignettenvorschriften. Der Autoclub Europa (ACE) hat einen Überblick zusammengestellt:

In Frankreich muss Maut teilweise vorab gezahlt werden

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In Frankreich sind Autobahnen in der Regel mautpflichtig. Ausnahmen bestehen laut ACE etwa für einige Abschnitte der Stadtautobahnen und -umfahrungen von Bordeaux, Lyon, Marseille, Paris und Toulouse. In der Regel werde beim Befahren einer mautpflichtigen Straße ein Ticket gezogen, das am Ende bezahlt werde. An einigen Abschnitten müsse die Maut aber vorab gezahlt werden. Das geht mit Bargeld, gängigen Kreditkarten und teilweise auch mit Girokarten.

Der ACE rät Autoreisenden in Frankreich, immer genügend Kleingeld in der Tasche zu haben und sich vor den Mautstationen in die richtige Spur einzuordnen. Mit „t“ gekennzeichnete Spuren sind für das Télépéage-System reserviert: Die Bezahlung erfolgt hier ausschließlich elektronisch über einen Chip an der Windschutzscheibe. Andere Bezahlarten sind auf dieser Spur nicht zulässig.

Maut in Italien: Reisende können Viacard nutzen

Auch in Italien wird für die Fahrt auf einer mautpflichtigen Straße ein Ticket gezogen, das beim Verlassen oder Wechseln der Straße bezahlt werden muss. Das geht bar oder mit Bankkarte, aber auch über Prepaidzahlsysteme wie Viacard. Ein Hinweis hierzu vom ACE: Eventuell fehlende Beträge, die das Guthaben einer Viacard übersteigen, können in bar oder mit Kreditkarte nur an Fahrspuren mit Servicepersonal beglichen werden.

Auf A 36, A 59 und A 60 Nähe Mailand wird die Maut den Angaben zufolge über das System Free Flow erhoben. Dafür empfiehlt der ACE eine Onlinevoranmeldung. Innerhalb von 15 Tagen kann alternativ bei der Kundendienststelle Punto Verde oder an manchen Tankstellen der Region die Gebühr nachträglich in bar bezahlt werden, so der Autoclub.

Geld sparen in Kroatien mit System ETC

Auch in Kroatien ist das Grundprinzip beim Befahren mautpflichtiger Straßen gleich: Ticket ziehen und beim Abfahren bar oder mit Kredit- oder Bankkarte zahlen. Der Euro wird laut ACE akzeptiert.

Als alternatives Zahlungsmittel können Reisende auch das System Electronic Toll Collect (ETC) nutzen: Ein Transponder ermöglicht dabei das bargeldlose Bezahlen der Mautgebühren, erklärt der ACE. Das Teil bekommt man über die Autobahngesellschaft HAC für umgerechnet rund 17 Euro. ETC spart etwas Geld, ist aber nicht auf allen Mautstraßen verwendbar.

Der ACE weist außerdem darauf hin, dass die Mautgebühren in Kroatien je nach Saison oder Nebensaison variieren. Preiserhöhungen gebe es meist kurz vor Ferienbeginn.

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Österreich: Vignettenpflicht auf Autobahnen und Schnellstraßen

In Österreich herrscht auf Autobahnen und Schnellstraßen bis auf wenige Ausnahmen eine Vignettenpflicht für Motorräder, Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen Gewicht. Das „Pickerl“ muss bereits vor der entsprechenden Auffahrt als Klebevariante für die Windschutzscheibe oder digital besorgt werden. Es gibt Vignetten für zehn Tage, zwei Monate oder das ganze Jahr. Für Anhänger wird laut ACE keine zusätzliche Vignette benötigt.

Wichtiger Hinweis: Auf baulich kostenintensiven Alpenüberquerungen wie der Tauernautobahn oder der Europabrücke vor dem Brennerpass gelten laut Autoclub gesonderte Abschnittsmauttarife.

Sondertarife für Tunnelstrecken in der Schweiz

Bei den Eidgenossen in der Schweiz gilt ebenfalls Vignettenpflicht. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gewicht muss laut ACE eine Jahresvignette für 40 Schweizer Franken in der Schweiz oder für 38,50 Euro in Deutschland gekauft und am Fahrzeug angebracht werden.

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Wer mit Anhänger unterwegs ist, benötige zwei Vignetten – eine für das Zugfahrzeug und eine für den Anhänger. Gesonderte Tarife gibt es in der Schweiz etwa für manche Tunnelstrecken.

Maut auf der Autobahn: In Spanien variieren die Kosten stark

In Spanien sind Autobahnen mautpflichtig, Schnellstraßen aber kostenfrei. Reisende erkennen gebührenpflichtige Autobahnen an einer blauen Tafel mit der weißen Aufschrift „AP“. Auch in Spanien muss das zu Beginn gezogenen Ticket beim Verlassen oder Wechseln der Autobahn bezahlt werden. Laut ACE variieren die Kosten je nach Wochentag und Tageszeit – für einige Teilstrecken fällt eine Pauschalgebühr an. Bezahlt wird mit Bargeld oder an „Vias Automaticas“-Spuren mittels Kreditkarte.

Unbedingt beachten sollten Urlauber und Urlauberinnen laut dem Autoclub Europa, dass Spuren, die mit Télépéaje, „T“ oder „VIA-T“ gekennzeichnet sind, nur für Fahrzeuge mit einer elektronischen Mautbox sind. Außerdem sollten Reisende wissen, dass Spanien seit Dienstag (27. Juli) als Hochinzidenzgebiet gilt: Um einer zehntägigen Quarantäne nach ihrer Rückreise nach Deutschland zu entgehen, müssen Reisende eine vollständige Impfung oder eine überstandene Corona-Erkrankung nachweisen. Wer nicht geimpft und nicht genesen ist, hat die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen Quarantäne freizutesten.

RND/jaf/dpa

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