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  • Mallorca: Regierung schließt Lokale an Bier- und Schinkenstraße

Mallorca macht Lokale an der „Bier-“ und „Schinkenstraße“ dicht

  • Weil Touristen auf Mallorca gegen Corona-Regeln verstoßen haben, müssen nun Lokale auf den beliebten Partymeilen schließen.
  • Betroffen sind auch Bars und Kneipen an der „Schinken-“ und der „Bierstraße“.
  • Das gab die Regierung der Balearen bekannt.
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Palma. Nach den exzessiven Feiern von Touristen auf Mallorca folgen nun die Konsequenzen: Die balearische Landesregierung ordnet die Schließung sämtlicher Lokale der wichtigsten Partymeilen an, darunter die „Bier-“ und „Schinkenstraße“ an der Playa de Palma.

Dazu kommt der beliebte Straßenzug Punta Ballena in Magaluf. „Diese Art von Partys sind verboten, und wir werden sie unterbinden“, sagte der balearische Tourismusminister Iago Negueruela auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, 15. Juli.

Die Maßnahme trete mit der Veröffentlichung des dazugehörigen Dokuments mit sofortiger Wirkung in Kraft und bleibe vorerst zwei Monate, wie Negueruela mitteilte. Allerdings sei eine Verlängerung entsprechend der Corona-Lage denkbar.

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Schluss mit Feiern auf Mallorca - Spanische Regierung schließt Party-Meilen
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Auch deutsche Touristen hatten auf der spanischen Ferieninsel die Corona-Regeln missachtet. Nun hat die Regierung die Partylokale geschlossen.  © Reuters

Nach Partys auf Mallorca: Regierung plant weitere Corona-Regeln

In den nächsten Tagen kontrolliere die Polizei die Umgebung streng. Denn das Verhalten einiger weniger Urlauber und Lokalbesitzer dürfe nicht die riesigen Anstrengungen der Menschen auf den Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen. Allerdings handle es sich um präventive Maßnahmen, da die aktuellen Infektionszahlen auf der Insel „exzellent“ seien.

„Die Gesundheit geht vor. Und ohne Gesundheit gibt es auch keine Wirtschaft“, erklärte Negueruela.

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Urlaub trotz Corona: Der Reisereporter auf der Urlaubsinsel Mallorca
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10.900 Touristen sind im Rahmen eines Pilotprojekts auf die Balearen geflogen, um Urlaub unter Corona-Regeln zu testen. Darunter auch Maike Geißler.  © Maike Geißler/RND

Als weitere Regeln kündigte er ein Verbot langer Strohhalme an. Denn sie förderten das gemeinsame Trinken aus einem Behältnis. Zudem seien Hocker und Stehtische Geschichte. Stattdessen kämen nun traditionelle Tische zum Einsatz.

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Der sozialistische Politiker bezog sich auf Fotos und Videos, die gezeigt hatten, wie Hunderte – mutmaßlich Touristen aus Deutschland und Großbritannien – am Wochenende an der Playa de Palma sowie in Magaluf getrunken, getanzt und gefeiert hatten. Sie waren unterwegs, ohne Schutzmaske zu tragen und ohne den in ganz Spanien vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von mindestens anderthalb Metern einzuhalten.

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