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Flugchaos im Sommer

Lufthansa streicht nun doch einzelne Urlaubsflüge

Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 der Lufthansa startet vor dem Tower des Flughafens Frankfurt zu einem Transatlantikflug.

Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 der Lufthansa startet vor dem Tower des Flughafens Frankfurt zu einem Transatlantikflug.

Frankfurt/Main. Die Lufthansa streicht erneut Hunderte Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München. Vom 8. bis 14. Juli soll so der Flugplan der übrigen Verbindungen stabilisiert werden, sagte ein Unternehmensprecher. Insgesamt werden 770 Verbindungen aus dem Programm genommen – in Frankfurt und München.

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Welche Flüge streicht Lufthansa?

Bis zu 18 Prozent der Flüge seien an einigen Tagen betroffen, sagte ein Sprecher gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es würden vor allem kurze Flüge am späten Nachmittag und abends aus dem Plan genommen, da die Flugzeuge über den Tag hinweg immer mehr Verspätungsminuten ansammelten. Zudem werde in der Regel versucht möglichst Flüge zu streichen, für die Alternativen angeboten werden können.

Auch einzelne Urlaubsflüge betroffen

Von der Lufthansa hieß es bislang immer, die Streichungen beträfen insbesondere innerdeutsche und innereuropäische Flüge, jedoch nicht die in der Ferienzeit gut ausgelasteten klassischen Urlaubsziele. Bei den europäischen Verbindungen treffe es vor allem von Geschäftsreisenden genutzte Ziele – „die wir auch hochfrequent bedienen, wie London, Brüssel, Wien oder Graz“, so ein Lufthansa-Sprecher zum RND. Auf diesen Strecken könnten Fluggäste gut auf andere Tageszeiten oder aber bei Streichungen innerdeutscher Verbindungen auf die Bahn umgebucht werden.

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Allerdings zeigt ein Blick auf den Abflugplan des Frankfurter Flughafens, dass es vereinzelt auch klassische Urlaubsflüge trifft. Am Samstag waren beispielsweise eine Verbindung nach Palma de Mallorca oder nach Neapel. Am Sonntag wurden Verbindungen nach Rom, Venedig und Nizza gestrichen.

Dies könne passieren – Gerade bei Zielen, die mehrfach täglich angeflogen werden, könne auch mal ein Urlaubsziel dabei sein, so die Airline gegenüber der „Hessenschau“. Allerdings sei dies eine Ausnahme. Ziel sei es weiterhin, keine Urlaubsflüge anzufassen.

Mehr als 3700 gestrichene Lufthansaflüge

Die 770 gestrichenen Flüge verstehen sich zusätzlich zu rund 3000 Flügen, die Lufthansa bereits zuvor für die Monate Juli und August an ihren beiden Drehkreuzen abgesagt hatte. Dies entsprach im Schnitt bereits einer Streichung von 330 Flügen pro Woche. Lufthansa will den Angaben zufolge in der kommenden Woche neu entscheiden, ob das Programm weiterhin so stark reduziert werden muss wie derzeit.

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Mehr Leerflüge bei der Lufthansa

Damit verbunden ist auch eine Zunahme von Positionierungsflügen, um Crews und Maschinen am nächsten Tag am richtigen Einsatzort zu haben. Diese Maschinen nehmen Gepäck, aber keine Passagiere mit, wie eine Lufthansa-Sprecherin erläuterte. Eine Zahl dieser Flüge könne sie nicht nennen.

Lufthansa hat zudem die niedrigeren Buchungsklassen für ihre Europaflüge wieder geöffnet. Zwischenzeitlich hatte sie Tickets sowohl in der Business- als auch in der Economy-Klasse ausschließlich zu Höchstpreisen angeboten. Ziel dieser Verknappung sei es gewesen, Plätze frei zu halten für die zahlreichen Passagiere, die nach den Absagen auf andere Flüge umgebucht werden mussten. Dies sei nun geschehen und die Tickets würden wieder im üblichen Rahmen angeboten.

Personalmangel beeinträchtigt auch Frachtflüge

Besonders am Flughafen Frankfurt gibt es wegen Personalmangels Engpässe bei der Bodenabfertigung der Flugzeuge, von denen zunehmend auch die Frachttochter Lufthansa Cargo betroffen ist.

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Das Tochterunternehmen bestätigte, dass für das Wochenende vier Frachtflüge nach München verlegt worden sind. Der zwischenzeitlich geltende Stopp für den Transport lebender Tiere an Bord soll hingegen wieder aufgehoben werden.

RND/bv/dpa

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