• Startseite
  • Reise
  • London Heathrow: Flughafen führt Drop-off-Gebühr für Fahrzeuge ein

Fünf Pfund pro Fahrzeug: Flughafen London Heathrow führt eine Drop-off-Gebühr ein

  • Der Flughafen London Heathrow führt im Oktober eine Drop-off-Gebühr für alle Fahrzeuge ein.
  • Die Abgabe soll nicht nur Geld einbringen, sondern auch die Luft verbessern und Staus vermeiden.
  • Taxigewerkschaften fordern, dass ihre Fahrer von der Gebühr befreit werden.
Anzeige
Anzeige

London. Der Flughafen London Heathrow ist einer der größten Flughäfen weltweit. Vor Ausbruch der Pandemie flogen pro Monat mehrere Millionen Menschen von dort ab oder kehrten von einer Reise zurück. Doch wegen Corona blieben die Passagiere lange Zeit aus und London Heathrow verlor nach Angaben der Flughafenchefs täglich rund 5 Millionen Pfund – was knapp 6 Millionen Euro entspricht.

Laut einem Bericht der „Daily Mail“ soll eine sogenannte Drop-Off-Gebühr nun wieder etwas Geld in die Taschen des Flughafens spülen. Die 5 Pfund teure Abgabe, die im Oktober eingeführt werden soll, gilt dem Bericht der Zeitung nach für alle Fahrzeuge, die die Bereiche vor den Terminals des Flughafens befahren. Auch für Taxis und Privatfahrzeuge.

Bezahlung erfolgt online oder telefonisch

Anzeige

Zur Durchsetzung der Gebühr sollen Kameras verwendet werden, die die Nummernschilder der Autos auslesen können. Auf Schranken will der Flughafen verzichten. Die Bezahlung der Gebühr soll entweder online oder telefonisch erfolgen.

Mit der Einführung der Drop-off-Gebühr folgt der Flughafen London Heathrow dem Vorbild der Flughäfen in Gatwick und Manchester, die eine solche Abgabe bereits eingeführt haben. Auch dort müssen Fahrzeuge, die Passagiere am Flughafen absetzen, 5 Pfund zahlen.

Taxifahrer wollen von der Gebühr befreit werden

Anzeige

Die Londoner Taxifahrer sind mit dem geplanten Beitrag, der laut den Chefs des Flughafens nicht nur Geld bringen, sondern auch die Luftqualität verbessern und Staus vermeiden soll, nicht einverstanden. Mehrere Taxigewerkschaften haben sich bereits zusammengetan und fordern nun, dass ihre Fahrer von der Gebühr befreit werden.

Dave Lawrie von der National Private Hire and Taxi Association sagte gegenüber der „Daily Mail“, dass er zwar verstehe, warum Flughäfen solche Gebühren erheben und dass andere bereits ähnliche Systeme eingeführt hätten. Aber in Anbetracht der Covid-Pandemie, die auch die Taxiindustrie hart getroffen habe, müsste für seine Branche eine Ausnahme gemacht werden.

Ein weiteres Ärgernis für Urlauber

Auch für Urlauber ist die Gebühr ein weiteres Ärgernis bei der dieses Jahr ohnehin schon schwierigen und wegen all der Regeln verwirrenden Urlaubsplanung. Schließlich ist die Chance groß, dass Taxis, die von ihnen verlangte Abgabe künftig an ihre Fahrgäste weitergeben werden. Und da bei vielen Reisenden die Reisekasse Corona-bedingt ohnehin nicht allzu voll ist, können auch die umgerechnet 6 Euro bei einigen schmerzhaft sein.

RND/jaf

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen