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Lockerungen für Reisende in Deutschland: Das planen die Urlaubsregionen

  • Die Deutschen träumen vom Urlaub – viel mehr ist derzeit auch nicht möglich.
  • Aber viele Länder in Europa haben ihre Grenzen für Touristen geschlossen, und die Hotels in Deutschland dürfen keine Urlauber beherbergen.
  • Wann ist mit Lockerungen zu rechnen? Ein Überblick über die Pläne.
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In Deutschland sinkt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen. Am 10. Februar wollen Bund und Länder erneut darüber beraten, ob die aktuellen Lockdownbestimmungen über den 15. Februar hinaus verlängert werden sollen oder Lockerungen möglich sind.

Einige Länderchefs zeigen sich schon jetzt offen. Wie hoch sind die Chancen für Hotelöffnungen Richtung Ostern oder spätestens Sommer? Ein fixes Datum wird es wohl nicht geben, das Infektionsgeschehen wird entscheidend sein. Ein Blick in die Pläne der bei Urlaubern besonders beliebten Bundesländer an Ostsee, Nordsee und in den Bergen.

Stufenpläne in Schleswig-Holstein und Niedersachsen

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Niedersachsen hat einen Stufenplan angekündigt, die möglichen Lockerungen orientieren sich an der Zahl der Neuinfektionen. Vorgesehen ist Ministerpräsident Stephan Weil zufolge „eine Art erweitertes Ampelsystem über sechs Stufen von einem geringen Infektionsgeschehen bis zu einem eskalierenden Infektionsgeschehen”, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Hotels könnten demzufolge ab einer Inzidenz von unter 50 wieder öffnen. Theater und Kinos dürften den Betrieb wieder aufnehmen, wenn der Wert unter 25 sinkt.

Urlaub an Ostsee und Nordsee erst bei wenig Infektionen

Schleswig-Holstein will mit einem vierstufigen Plan arbeiten, berichten die „Kieler Nachrichten“. Er soll Hotels, Gastronomie und anderen Einrichtungen eine Orientierung geben. Touristische Unterkünfte und Campingplätze dürften demnach bei Stufe zwei wieder Urlauber beherbergen – wenn der Inzidenzwert 21 Tage stabil unter 50 liegt. Voraussetzung dafür soll aber der Einsatz von Corona-Schnelltests sein, dafür werde derzeit ein Testregime erarbeitet.

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Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sieht für Mecklenburg-Vorpommern keine raschen Lockerungen. Sie wolle erst nach dem nächsten Gipfel von Bund und Ländern am 10. Februar entscheiden. Derzeit ist die Einreise aus anderen Bundesländern nach MV für touristische Zwecke verboten.

Der Landestourismusverband und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatten als Grundlage für mögliche Öffnungen ebenfalls einen Stufenplan mit fünf Phasen vorgeschlagen, darüber berichtete die „Ostsee Zeitung“. Hotels, Pensionen, Ferienparks, Campingplätze und Jugendherbergen sollen dem Strategiepapier nach in Phase zwei (Inzidenz unter 75, bundesweites Reisen gelockert) wieder öffnen dürfen, allerdings zunächst nur für Einwohner des Bundeslandes.

Die Einreise aus anderen Bundesländern könnte in Phase drei (Inzidenz unter 75) wieder erlaubt werden – kommen dürften dann Urlauber mit festen Buchungen aus Regionen in Deutschland, die eine Inzidenz von unter 50 aufweisen. In Phase vier (Inzidenz unter 50) könnten Gruppenreisen mit Obergrenzen und Corona-Testpflicht wieder stattfinden, in Phase fünf (Inzidenz ebenfalls unter 50) dann dürften Tagesgäste aus anderen Bundesländern und außerhalb Deutschlands anreisen.

Für einen Urlaub in den Bergen zieht es die Deutschen nach Bayern oder Baden-Württemberg – beide Bundesländer halten sich jedoch in der Lockerungsdebatte zurück. Ministerpräsident Markus Söder etwa weist darauf hin, dass Bayern im Jahr 2020 erst ab einer „Inzidenz unter zehn breiter gelockert” hätte.

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Reisen ins Ausland: Schwierig bis unmöglich

Auch die Aussichten auf Auslandsreisen sind derzeit nicht unbedingt rosig. Sie sind zwar – anders als touristische Übernachtungen in Deutschland – nicht verboten. Allerdings machen starke Beschränkungen und Regeln Reisen schwierig bis unmöglich. Wegen der Corona-Mutationen schließen einige Länder aktuell ihre Grenzen für Touristen, darunter Portugal, Tschechien und Norwegen. In den anderen Ländern gelten wie auch in Deutschland Beschränkungen für die Einreise – wie eine Coronatest- oder Quarantänepflicht. Wann diese Regeln gelockert werden könnten, ist aktuell völlig unklar.

In Deutschland wurden die Regeln zuletzt sogar verschärft. Für Reiserückkehrer gilt: Wer aus einen Risikogebiet (Inzidenz über 50) kommt, muss sich digital anmelden, spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und dann für zehn Tage in Quarantäne. Der Zeitraum kann erst mit einem zweiten Corona-Test ab dem fünften Tag verkürzt werden. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet (Inzidenz über 200) oder einem Virusvariantengebiet kommt, muss bereits vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen. Die Anmelde- und Quarantäneregeln gelten analog zur Einreise aus einem Risikogebiet.

In Europa gibt es nur wenige Regionen, die nicht als Risikogebiet gelten und die Einreise erlauben, darunter die griechischen Urlaubsinseln.

Italien lockert Corona-Beschränkungen

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Ein Land handelt allerdings entgegen dem europäischen Trend: Italien hat überraschend die Corona-Regeln gelockert. Das Land unterteilt seit Herbst die Regionen in einem Ampelsystem in Zonen – und hat nun die meisten Regionen auf die gelbe und damit niedrigste Risikoeinstufung herabgesetzt. Dazu zählen auch Latium, Lombardei, Venetien, Piemont, Emilia-Romagna, Abruzzen, Kalabrien, Marken, Friaul und Aostatal.

Mittleres Infektionsrisiko (orange) besteht damit noch in Südtirol, Umbrien und Apulien sowie auf den Inseln Sardinien und Sizilien. In gelben Regionen gelten Lockerungen, Restaurants dürfen wieder eingeschränkt öffnen, Sehenswürdigkeiten ebenfalls. Skigebiete sollen am 15. Februar wieder öffnen dürfen.

Wer Urlaub in Italien machen will, muss außer einer Einreiseerklärung auch einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Aber: Erschwert werden touristische Reisen durch das Verbot, innerhalb Italiens in eine andere Region zu reisen. Diese Regel wurde vor Weihnachten eingeführt und hat nach Angaben des Auswärtigem Amtes weiterhin Bestand. Außerdem gilt trotz der Lockerungen eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr.

mit Material von dpa

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