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Last-minute-Urlaub: Was Reisende in Corona-Zeiten beachten müssen

  • Da mit Portugal ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen zum Virusvariantengebiet erklärt wurde, müssen viele Reisende ihre Planung kurzfristig umschmeißen.
  • Noch gibt es einige Regionen, in denen diesen Sommer günstig Urlaub gemacht werden. kann
  • Diese Übersicht liefert Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Last-minute-Buchung.
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Die Mitteilung, dass Portugal wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zum Virusvariantengebiet erklärt wurde, hat die Urlaubspläne vieler Deutscher auf den Kopf gestellt. Das Land ist ein beliebtes Reiseziel – und weil es zwischenzeitlich sogar die niedrigsten Infektionszahlen in Europa hatte, stand es 2021 auf noch mehr Wunschlisten. Wer seinen Urlaub in Portugal trotz der Einstufung dennoch antritt, muss nach der Rückkehr nach Deutschland zwei Wochen in Quarantäne – ohne die Möglichkeit zu haben, diese durch negative Corona-Tests zu verkürzen.

Wer das nicht in Kauf nehmen möchte und stattdessen lieber anderswo Urlaub machen will, benötigt schnell einen neuen Plan. Bei Last-minute-Reisen gibt es jedoch einiges zu beachten. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wo kann ich derzeit noch günstig Urlaub machen?

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Auch in diesem Jahr ist Urlaub in Deutschland sehr gefragt. Nach Angaben der Ferienhaussuchmaschine „Holidu“ ist die Zahl der Suchanfragen nach Ferienhäusern seit Mai um mehr als 500 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Doch trotz der großen Nachfrage gibt es noch immer Regionen, in denen günstig Urlaub gemacht werden kann. Datenerhebungen zeigen, dass es im Bayerischen Wald sowie dem Thüringer Wald in den Sommermonaten noch Unterkünfte für 94 Euro pro Tag gibt. Auch im Mittelwald und dem Harz sind Unterkünfte mit 110 Euro beziehungsweise 112 Euro noch recht erschwinglich.

Wer seinen Urlaub gerne außerhalb Deutschlands verbringen möchte, sollte sich in Italien, Frankreich oder Kroatien nach Ferienunterkünften umschauen: Dort gibt es noch freie Kapazitäten, und auch die Preise sind noch bezahlbar. Laut „Hometogo“ liegt der Medianpreis pro Nacht und Unterkunft in Italien im Juli bei 126 Euro, im August bei 131 Euro. In Frankreich kostet die Übernachtung 130 beziehungsweise 135 Euro, und in Kroatien werden im Juli 132 Euro und im August 140 Euro verlangt. Zum Vergleich: Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca liegt der Medianpreis im Juli bei 254 Euro, im August bei 244 Euro.

Wie kann ich beim Buchen des Mietwagens Geld sparen?

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Da die Vermieter von Mietwagen ihre Flotten wegen der Corona-Pandemie stark verkleinern mussten und die Nachfrage dadurch weitaus größer ist als das Angebot, steigen die Preise vielerorts weiter an. Laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC) kostet beispielsweise ein Kleinwagen auf Sardinien in der ersten Augustwoche rund 128 Euro pro Tag. Auf Mallorca müssen Touristen und Touristinnen für ein Auto etwa 90 Euro pro Tag zahlen. Deutlich weniger Geld müssen Reisende dem ADAC zufolge auf Gran Canaria, Lanzarote und Rhodos auf den Tisch legen – dort liegt der Preis bei unter 50 Euro am Tag.

Unabhängig vom Urlaubsort können Reisende bezüglich des Mietwagens Geld sparen, indem sie sich richtig versichern. Der ADAC empfiehlt prinzipiell eine Vollkaskoversicherung mit Diebstahlschutz, aber ohne Selbstbeteiligung. Außerdem sollten Reisende häufige Kostenfallen wie die Kilometeranzahl vermeiden. Während bei deutschen Autovermietungen die Kilometerzahl häufig unbegrenzt ist, ist dies bei Anbietern in anderen Ländern oft nicht der Fall. Der ADAC rät vor der Buchung, die voraussichtlich benötigten Kilometer zu überschlagen und diese mit dem Angebot an Inklusivkilometern der Vermieter abzugleichen.

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Söder fordert vom Bund Regelungen für Reiserückkehrer
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Außerdem sagte der bayerische Ministerpräsident, die Impfkampagne dürfe nun nicht abflauen. Dabei könne eine Verkürzung der Impfintervalle helfen, so Söder.  © Reuters

Wie sichere ich mich vor einer Reise am besten ab?

Reisende müssen sich künftig keine Sorgen mehr darum machen, im Falle einer Pleite ihres Reiseveranstalters am Urlaubsort zu stranden. Denn der Bundestag hat die Einrichtung eines millionenschweren Pleiteschutzes beschlossen, der Vorauszahlungen der Kunden, den Rücktransport gestrandeter Urlauberinnen und Urlauber sowie deren Unterbringung bis zum Rücktransport garantieren soll. Dennoch sollten sich Reisende vor dem Urlaub absichern.

Denn neben der Angst zu stranden müssen sich Reisende in Zeiten von Corona beispielsweise mit der Frage beschäftigen, wer zahlt, wenn sich der Urlaub quarantänebedingt verlängert. Und was passiert, wenn Urlauber und Urlauberinnen im Ausland wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus müssen? Ein weiteres Thema sind die Stornokosten, wenn Reisende kurz vor der Abreise in häusliche Quarantäne müssen oder doch lieber stornieren wollen.

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Um Touristen und Touristinnen mehr Planungssicherheit zu geben, haben viele Versicherer im Laufe des vergangenen Jahres ihre Leistungskataloge angepasst. Bei einigen Anbietern sind Corona-Versicherungen sogar kostenlos im Reisepaket enthalten. Verbraucherschützer raten dennoch, stets genau zu prüfen, welche Risiken im Detail abgedeckt sind. Die neuen Corona-Versicherungen der Reiseanbieter seien keine Rundum-sorglos-Pakete, sagte Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg bereits im März. Sie seien eher als Ergänzung zum bestehenden Versicherungsschutz zu sehen.

RND/jaf

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