Kroatien plant kostenlose Schnelltests für Urlauber

  • Mit dem Programm „Safe Stay in Croatia“ will sich Kroatien als sicheres Reiseland positionieren.
  • Ein Sicherheitskonzept sieht unter anderem kostenlose Schnelltests für Touristen vor.
  • Das Land hofft, dass die Urlauber bald zurückkommen – sie werden dringend gebraucht.
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Die dritte Corona-Welle lässt in Kroatien aktuell jegliche Hoffnung auf ausländische Gäste versanden. Dennoch soll der Tourismus schnell wieder anlaufen, möglicherweise bereits zu Pfingsten. Die Regierung hat dafür ein eigenes Programm initiiert: Mit „Safe Stay in Croatia“ will sich Kroatien als sicheres Reiseziel positionieren.

Label soll sicheres Reisen garantieren

Das Ministerium für Tourismus und Sport hat das Label eingeführt, das an Hotels, Restaurants, Beförderungsunternehmen und andere touristische Einrichtungen vergeben wird, die Gesundheits- und Hygienestandards umgesetzt haben. Es soll Urlaubern besondere Sicherheit garantieren – gerade in unsicheren Zeiten.

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Laut der „Tagesschau“ sollen zudem kostenlose Schnelltests für Touristen angeboten werden. „Wir planen, touristische Testspots einzurichten, an denen wir sowohl Antigen- als auch PCR-Schnelltests anbieten würden“, wird die kroatische Tourismusministerin Nikolina Brnjac in dem Bericht zitiert.

Wirtschaft hängt stark am Tourismus

Die Rückkehr der Reisenden wird sehnlichst erwartet. Kein anderes EU-Land ist wirtschaftlich so stark vom Tourismus abhängig wie Kroatien: 2019 zählte der nationale Tourismusverband rund 21 Millionen Urlauber, ein Großteil davon kam aus Deutschland. Der Tourismus trägt zu 18,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei – und liegt damit im EU-weiten Vergleich deutlich vorn.

Dieses Jahr könnte für die kroatische Reisebranche besser werden als das vergangene, sagte Tourismusministerin Brnjac bei der Vorstellung des Programms. „Aber alles hängt vom Infektionsgeschehen und den damit verbundenen Beschränkungen ab.“ Aus Großbritannien verzeichne man bereits eine Zunahme an Buchungen.

Wann die deutschen Urlauber zurückkehren, bleibt abzuwarten. Für Teile Kroatiens besteht laut Angaben des Auswärtigen Amtes eine Reisewarnung, erst vergangenen Freitag setzte das Robert-Koch-Institut die Gespanschaft Krapina-Zagorje auf die Liste der Risikogebiete.

RND/cs

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