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Auswärtiges Amt rät von Kreuzfahrtreisen ab: So reagieren die Reedereien

Die „Mein Schiff 3“ unterwegs in internationalen Gewässern. Kreuzfahrten sind derzeit meist nur noch mit vollständigem Impfschutz möglich.

Das Auswärtige Amt rät in der aktualisierten Version ihrer Covid-19-Hinweise von der Teilnahme an Kreuzfahrten ab. Es bestehe das Risiko, dass im Falle eines Covid-19-Ausbruchs an Bord – auch unter geimpften Reisenden – von den zuständigen Behörden im Ausland eine mehrtägige Schiffsquarantäne verhängt wird. Ein zeitnaher Rücktransport nach Deutschland sei dann ausgeschlossen, heißt es. Lediglich Flusskreuzfahrten innerhalb Europas mit besonderen Hygienekonzepten und Kreuzfahrten, die in Deutschland beginnen und nirgends sonst anlegen, seien davon ausgenommen.

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Darauf reagiert Guido Laukamp, Chef des Kreuzfahrtanbieters Nicko Cruises, verärgert. Es brächte ihn „auf die Palme“ und führe zu einer „Behinderung des Geschäfts“, wird er von „Reisevor9“ zitiert. Auch wenn der Hinweis keine Reisewarnung ist, würden die Aussagen Kunden verunsichern. Es sei nicht angebracht, von Kreuzfahrten abzuraten, da die Branche intensiv an Hygienekonzepten gearbeitet hätte.

Tui Cruises verweist auf erfolgreiche Kreuzfahrten seit über einem Jahr

Auch Tui Cruises und Aida Cruises verweisen in dem Zusammenhang auf das Hygienekonzept vor den Reisen und an Bord sowie auf die vielen erfolgreich durchgeführten Kreuzfahrten seit der Wiederaufnahme. „Tui Cruises führt seit Juli 2020 wieder Kreuzfahrten durch, bisher waren über 250.000 Gäste an Bord. Damit haben wir bewiesen, dass Kreuzfahrten mit dem richtigen Gesundheitskonzept auch in Pandemiezeiten sicher möglich sind“, heißt es von der Reederei auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland zu den neuen Covid-19-Hinweisen des Auswärtigen Amts.

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Es gebe neben dem bewährten Präventions- und Hygienekonzept verpflichtende Corona-Tests für Reisende und die Crew sowie eine Impfpflicht auf fast allen „Mein Schiff“- und Hapag-Lloyd-Cruises-Kreuzfahrten für Personen ab 18 Jahren. Das Gesundheitskonzept sei mit den Behörden des jeweiligen Zielgebiets vorab abgestimmt und beinhalte auch den Umgang mit Corona-Fällen an Bord. Im Falle eines Verdachts übernehme Tui Cruises die gesamte Organisation für gegebenenfalls notwendige Tests an Bord, Quarantäneunterkunft an Land, Betreuung im Fahrtgebiet und die Rückreise nach Hause.

Aida Cruises setzt auf vollständige Impfschutz der Reisenden

„Dass die Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle zum Schutz vor COVID-19 greifen, haben wir seit dem Neustart unseres ersten Schiffes im Oktober 2020 unter Beweis gestellt“, antwortet Aida Cruises auf Anfrage des RND. „Tausende von Gästen schenken uns jede Woche ihr Vertrauen und verleben einen entspannten Urlaub an Bord unserer aktuell neun Schiffe.“ Zusammen mit den Destinationen und einem internationalen Team medizinischer Experten seien die Regelungen für die Wintersaison 2021/2022 nochmals erweitert worden.

Zusätzlich zur Testpflicht gilt der vollständige Impfschutz als Voraussetzung auf allen Kreuzfahrten in der Karibik und im Orient – und zwar für Reisende jeden Alters (auch für Genesene). Auf den Kanaren, im Mittelmeer und in Nordeuropa ist diese Regelung aktuell für alle Gästen ab 12 Jahren gültig. Im Fall einer notwendigen Quarantäne im Zielgebiet organisiert auch Aida Cruises kostenfrei die Unterbringung und anschließende Rückreise nach Hause, so die Reederei.

RND/bv

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