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Corona-Tests sind wieder kostenlos – wo Reisende einen benötigen

Ab sofort sind Corona-Tests einmal pro Woche wieder für alle kostenlos.

Rund einen Monat nachdem die kostenlosen Corona-Tests wieder abgeschafft wurden, können ab sofort wieder alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einen Test pro Woche umsonst durchführen. Die Politik führte diese Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland wieder ein. Die Corona-Tests sollen zunächst bis zum 31. März 2022 für Bürgerinnen und Bürger kostenlos bleiben. Zum leichten Vorteil für viele Reisende: Denn mittlerweile gelten in allen Bundesländern verschärfte Corona-Regeln.

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Ob nun bei einem Städtetrip oder bei einem Urlaub an der Nord- und Ostsee – in den meisten Regionen Deutschlands gilt mindestens die 3G-Regelung. Das heißt, beispielsweise in Restaurants, Theater oder Hotels haben nur Getestete, Geimpfte oder Genesene Zutritt. An Orten, wo nur geimpfte und genesene Personen (2G) willkommen sind, wird derzeit kein Corona-Test benötigt. Doch das könnte sich bald ändern. So kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn an, dass künftig auch Geimpfte und Genesene bei öffentlichen Veranstaltungen einen Test nachweisen sollen. Genauere Details zur sogenannten 2G-Plus-Regel nannte er aber noch nicht.

Andrang von Personen, die in einem Container Testzentrum den Kasematten am Rheinufer in Düsseldorf einen kostenlosen Corona-Schnelltest vornehmen lassen wollen.

Andrang von Personen, die in einem Container Testzentrum den Kasematten am Rheinufer in Düsseldorf einen kostenlosen Corona-Schnelltest vornehmen lassen wollen.

Wo Reisende überall einen Corona-Test machen können

Zwar erleichtert ein kostenloser Corona-Test pro Woche nicht erheblich die Urlaubskasse, doch bei Auslandsreisen in Länder, die eine Einreise mit einem Antigentest erlauben, ist der kostenlose Corona-Test nützlich. Und auch für einen Tagesausflug zum Entspannen in Deutschland reicht ein Test allemal.

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Noch setzen die meisten Bundesländer auf 3G. Einen Test können Reisende an vielen Flughäfen machen oder in folgenden Einrichtungen: Arztpraxen, Apotheken und medizinische Labore, Rettungs- und Hilfsorganisationen, Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigungen und Drogerien. Viele aktuelle Teststationen haben die Bundesländer oder die dortigen Kassenärztlichen Vereinigungen zusammengefasst: Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen.

Wo Urlaubende außerdem ein Corona-Test benötigen und was bei einem positiven Testergebnis droht, zeigt dieser Überblick.

In diesen Bundesländern gilt derzeit noch die 3G-Regel

  • Mecklenburg-Vorpommern: In dem Bundesland gilt beispielsweise in Kinos 3G, in Kneipen, Restaurants und bei Veranstaltungen ist 2G schon länger optional. Nicht genesene oder geimpfte Reisende müssten sich also vor ihrem Ostsee-Urlaub darüber informieren, wo sie mit einem Corona-Test speisen können.
  • Schleswig-Holstein: Ausflüge und Urlaub in Schleswig-Holstein sind unter Einhaltung der 3G-Regel möglich. In Restaurants, Bars und anderen Freizeiteinrichtungen wie etwa im Kino gilt seit Ende September in den meisten Innenräumen die Nachweispflicht über Impfung, Genesung oder negativen Corona-Test
  • Rheinland-Pfalz: Für alle Veranstaltungen, den Amateursport und für Besuche der Gastronomie gilt in Innenbereichen die 3G-Regel.
  • Nordrhein-Westfalen: In NRW gilt in Museen oder in der Innengastronomie grundsätzlich die 3G-Regel. In touristischen Unterkünften und bei Busreisen gilt eine Testpflicht bei Anreise und erneut nach je weiteren vier Tagen. Für den Besuch in einer Disco muss sogar ein negativer PCR-Test (maximal 24 Stunden alt) vorgezeigt werden.
  • Saarland: Für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) gibt es im Saarland praktisch keine Einschränkungen. Selbst am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen gilt keine Maskenpflicht mehr, wenn alle einen 3G-Nachweis vorlegen. Mit dem neuen „Saarland-Modell plus“ werde „das nächste Kapitel im Umgang mit Corona“ aufgeschlagen, hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gesagt.
  • Niedersachen: Derzeit gilt 3G mit Option auf 2G etwa für Hotels, Restaurants, die Kultur oder größere Veranstaltungen. 2G in der Innengastronomie wird ab einer bestimmten Corona-Warnstufe verpflichtend, diese Stufe ist aber landesweit noch nicht erreicht.
  • Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt soll die 3G-Regel konsequent umgesetzt werden. Diese beinhaltet, dass eine Testpflicht in der Innengastronomie oder Kultureinrichtungen eintritt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz eine Woche lang über 100 liegt und entweder die Krankenhausaufnahmen oder die Belegung der Intensivbetten regional einen bestimmten Wert überschreiten. Veranstalter selbst können alternativ auch auf die 2G-Option setzen.
  • Bremen: Solange in Bremen die niedrigste Warnstufe 0 gilt, entfällt die 3G-Regel in Innenräumen. Das ist derzeit noch der Fall. Sobald aber die Warnstufe 1 erreicht wird, greift die 3G-Regelung. In Bremerhaven ist diese Warnstufe beispielsweise erreicht. Bei einer höheren Warnstufen dürfen Restaurants, Theater, Clubs und Sportstätten die 2G-Regel anwenden.
  • Baden-Württemberg wird voraussichtlich Ende dieser oder Anfang nächster Woche den Wert von 390 Covid-Patienten auf den Intensivstationen erreichen. Dann tritt die sogenannte Alarmstufe in Kraft – und damit das 2G-Prinzip: Kinos, Restaurants, Theater, Galerien, Museen, Messen, Volksfeste, Vereinsfeiern und viele andere Bereiche bleiben dann für Ungeimpfte tabu. Solange dies nicht der Fall ist gilt 3G.
  • Bayern: In Bayern soll ab Dienstag, 16. November, flächendeckend die 2G-Regel in Kraft treten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zudem bereits angekündigt, für Clubs und Diskotheken sogar den Standard 2G plus zulassen zu wollen. Bis dahin gilt in Hotels und in der Gastronomie 3G.

In diesen Bundesländern gilt 2G oder 3G-Plus

Berlin, Brandenburg, Hamburg und Sachsen setzen auf die 2G-Regelung. Leichte Abweichungen gibt es in Thüringen und Hessen. Landkreise in der höchsten Warnstufe 3 sollen in Thüringen bereits seit Ende Oktober die 2G-Regel oder die 3G-plus-Regel zur Pflicht machen. Beim 3G-plus-Modell reicht ein Antigenschnelltest nicht: Nur Geimpfte, Genesene und Menschen mit negativem PCR-Test dürfen ins Restaurant oder ins Hotel. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) kündigte allerdings die Einführung eines landesweiten 2G-Modells ein. Details sollen kommende Woche Dienstag, 16. November, besprochen werden.

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In Hessen ist die 2G-Regelung optional. Seit dem 11. November greift in vielen Bereichen ebenfalls die 3G-Plus-Regel. Ungeimpfte benötigen einen aktuellen PCR-Test, um die Innenbereiche von Veranstaltungen, Messen und Kulturbetrieb, Freizeiteinrichtungen, Sportstätten, Kulturstätten, Gaststätten, Spielbanken und Spielhallen sowie Prostitutionsstätten betreten zu können.

Kostenloser Corona-Test positiv – was ist passiert mit der Reise?

Bei einem positiven Corona-Schnelltestergebnis müssen sich Reisende anschließend einem PCR-Test unterziehen. Fällt auch dieser positiv aus besteht eine Quarantänepflicht bis zur Genesung. Eine kostenlose Stornierung der Reise ist dann nicht möglich: „Erkrankt ein Reisender vor Reiseantritt an dem Coronavirus, dann handelt es sich dabei um einen persönlichen Grund. Ein kostenfreier Rücktritt von der Pauschalreise ist also nicht möglich“, sagt Reiserechtsanwalt Paul Degott. Somit bleibt der Urlauber grundsätzlich auf den Stornierungskosten sitzen. Das gilt auch für Individualreisende.

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Wer eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat, die auch bei einer Corona-Erkrankung einspringt, kann die Stornokosten auf diese umwälzen. Allerdings schließen viele Reiserücktrittsversicherungen den Pandemiefall explizit aus. Einige Reiseveranstalter bieten seit geraumer Zeit einen zusätzlichen Corona-Versicherungsschutz an. Doch dieser greift meist erst nach dem Reiseantritt. Urlaubende sollten sich also bereits vor einer Buchung mit den jeweiligen Angeboten auseinander setzen und sich informieren.

RND/bv/dpa

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