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Rom: Irischer Tourist ritzt Initialen in Kolosseum

  • Ein Urlauber aus Irland soll sich in einem der sieben Weltwunder verewigt haben.
  • Er wird beschuldigt, seine Initialen in eine Säule des Kolosseums in Rom geritzt zu haben.
  • Das Vergehen kann mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder rund 2000 Euro Geldbuße geahndet werden.
Leonie Greife
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Eine rund 2000 Jahre alte Geschichte und der Status als Weltkulturerbe reichen offenbar nicht aus, um Urlauber davon abzuhalten, ihre Spuren im Kolosseum zu hinterlassen. Erst im vergangenen Jahr hat die Stadt Rom deshalb stärkere Kontrollen in dem antiken Amphitheater angekündigt. Außerdem wird nun jeder Vorfall als Sachbeschädigung angezeigt.

Grund war die Zunahme an Vandalismus. So hatten alleine in den ersten Monaten des Jahres zwei Besucher ihre Initialen in die Steine geritzt. Ein anderer Tourist hatte einfach ein Stück der Mauer abgebrochen, das er als Souvenir mitnehmen wollte. Trotz der strengeren Maßnahmen kam es Anfang der Woche zu einem neuen Vorfall.

Neuer Fall von Vandalismus im Kolosseum

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Der Sicherheitsdienst erwischte einen 32-jährigen Urlauber aus Irland dabei, wie er mit einem Metallstift sechs Zentimeter große Initialen in eine Säule im ersten Stockwerk der Sehenswürdigkeit ritzte. Wenn er verurteilt wird, muss er mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder einer rund 2000 Euro hohen Geldstrafe rechnen.

“Das Kolosseum muss genau wie jedes Monument, das unser aller Geschichte repräsentiert, für künftige Generationen erhalten werden”, sagte die Archäologin Federica Rinaldi, die für das Amphitheater zuständig ist, gegenüber “CNN”. Seine Initialen in die Steine zu ritzen sei nicht nur eine Straftat. Es scheine auch eine Geste der Aneignung zu sein. Ihr Rat an die Urlauber: “Machen Sie lieber ein Selfie!”

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