• Startseite
  • Reise
  • Kekulé für schärfere Corona-Reiseregeln: „Fünf Tage Quarantäne für Ungeimpfte“

Virologe Kekulé: „Wir brauchen jetzt fünf Tage Quarantäne für ungeimpfte Einreisende“

  • In einigen europäischen Ländern steigen die Corona-Infektionszahlen wieder rasant an.
  • In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 6,2 noch niedrig.
  • Damit das so bleibt, fordert der Virologe Alexander Kekulé eine fünftägige Quarantäne für ungeimpfte Reisende.
Anzeige
Anzeige

Die Corona-Infektionszahlen steigen in vielen Urlaubsländern wieder stark an. Seit Sonntag gilt ganz Spanien einschließlich der Urlaubsinsel Mallorca und den Kanaren als Risikogebiet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort aktuell bei 199. Zypern wurde von der Bundesregierung sogar als Hochinzidenzgebiet eingestuft, da der Inselstaat den kritischen Wert von 200 mit einer Inzidenz von über 600 mittlerweile weit überschritten hat. Portugal ist ebenfalls Hochinzidenzgebiet.

Auch die Niederlande haben zurzeit mit einem explosionsartigen Anstieg der Infektionszahlen zu kämpfen – der Inzidenzwert liegt aktuell bei 94,1. Nachdem das Land am 26. Juni fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben hatte, musste die niederländische Regierung die Maßnahmen nun wieder verschärfen. Seit Samstag sind Clubs und Diskos wieder dicht, für die Gastronomie gilt ab Mitternacht eine Sperrstunde.

Kekulé fordert schärfere Einreisebestimmungen

Anzeige

In Deutschland ist der Inzidenzwert mit 6,2 im Moment noch gering. Damit das so bleibt, fordert der Virologe Alexander Kekulé nun eine fünftägige Quarantäne für Einreisende. Auf Twitter schreibt er: „Um die niedrige Inzidenz zu halten, brauchen wir jetzt für ungeimpfte Einreisende aus fast allen Urlaubsländern fünf Tage Quarantäne plus anschließende PCR.“

Die Reaktionen auf den Tweet sind gemischt: Während einige Kommentatoren kritisieren, dass Ungeimpfte dadurch diskriminiert würden und es zudem noch unklar sei, ob Geimpfte das Virus nicht auch übertragen könnten, stimmen andere Kekulé voll und ganz zu. „Ja, genau so sollten wir das machen. Nur so können wir Schlimmeres verhindern“, schreibt ein Follower beispielsweise.

Kritik am britischen Premierminister Johnson

Anzeige

Kürzlich meldete sich Kekulé auch bei „Markus Lanz“ zu Wort, wo er den Umgang des britischen Premierministers Boris Johnson mit dem Coronavirus kritisierte. Mit der geplanten Abschaffung aller Maßnahmen gegen Corona am 19. Juli steuere man dort auf ein „Durchseuchungsexperiment“ zu. Das halte er für unverantwortlich.

In Großbritannien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 311,6. Am vergangenen Mittwoch wurde das Vereinigte Königreich vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Damit ist die Ein- und Ausreise für Urlauber und Urlauberinnen wieder deutlich einfacher.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Unterschied zwischen Virusvarianten- und Hochinzidenzgebiet

Wer aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland einreist, muss sich bereits vor der Einreise auf Corona testen lassen – ein Antigenschnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test 72 Stunden. Zudem müssen Reisende nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne. Für Geimpfte und Genesene gelten keine Ausnahmen.

Anders sieht das nach einem Urlaub in einem Hochinzidenzgebiet aus: Zwar unterliegen alle Reisenden einer Testpflicht, Geimpfte oder Genesene müssen sich nach ihrer Rückkehr aber nicht in Quarantäne begeben. Ungeimpfte müssen sich hingegen bis zu zehn Tage lang in Quarantäne begeben. Der Zeitraum kann mit einem zweiten negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden.

RND/jaf

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen