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Nach mehr als einem Jahr: Reisen nach Kanada für geimpfte Deutsche wieder möglich

Der Bow Lake im Banff National Park ist ein beliebtes Reiseziel in Kanada.

Der Bow Lake im Banff National Park ist ein beliebtes Reiseziel in Kanada.

Kanada ist ein beliebtes Fernreiseziel, im Jahr 2019 erkundeten rund eine halbe Million Deutsche das Land. Doch in der Corona-Pandemie schottete sich Kanada ab und schloss für mehr als ein Jahr die Grenzen. Erst vor etwa einem Monat begann Kanada, sich wieder zu öffnen und erlaubte geimpften US-Amerikanerinnen und -Amerikanern wieder die Einreise. Seit Dienstag, 7. September, sind auch Reisen aus Deutschland und den anderen europäischen Ländern wieder möglich sein. Das teilt die Canada Border Services Agency (CBSA) mit.

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Kanada: Diese Einreiseregeln gelten ab 7. September

Touristinnen und Touristen müssen vor Ort nicht in Quarantäne. Einreisen dürfen jedoch nur Menschen, die vollständig mit einem von der kanadischen Regierung akzeptierten Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft sind. Das gilt für Reisende ab zwölf Jahren – Ausnahmen für Genesene gibt es nicht.

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Zusätzlich zum Impfnachweis muss ein negativer PCR-Test (auf Englisch oder Französisch) vorgewiesen werden, der bei Abflug nicht älter als 72 Stunden sein darf. Dieser wird beim Check-in vom Airline-Personal kontrolliert. Antigentests werden nicht anerkannt. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter fünf Jahren, wie die kanadische Regierung mitteilt.

Reisende müssen sich zudem vor Abflug auf „ArriveCan“ registrieren (online oder per App) und dort unter anderem die Impfnachweise sowie die Reisedaten hinterlegen. Die Bestätigung darüber muss bereits beim Check-in am Flughafen vorgelegt werden. Zwischen der letzten Impfung und dem Tag der Einreise müssen mindestens 14 Tage liegen, erst dann gilt sie als vollständig. Wer dieses Kriterium nicht erfülle, werde an der Grenze abgewiesen, heißt es von den Behörden.

Einige Touristinnen und Touristen müssen jetzt rechnen: Wenn die Impfung beispielsweise am 1. September war, dann kann der oder die Reisende frühestens am 16. September nach Kanada reisen. Und wer auf dem Weg nach Kanada internationale Datumsgrenzen oder Zeitzonen überschreitet, muss mindestens 14 Tage nach der letzten Dosis ankommen. Das heißt: Wer beispielsweise die letzte Dosis an einem Donnerstag erhalten hat und zwei Wochen später am Mittwoch in Kanada ankommt, darf nicht einreisen. Er oder sie müsste am oder nach dem Donnerstag zwei Wochen später anreisen. Anerkannt werden in Kanada die Impfstoffe Pfizer-Biontech, Moderna, Astrazeneca und Jansen/Johnson & Johnson. Auch Kreuzimpfungen, also Kombinationen dieser Impfstoffe, werden akzeptiert.

Corona-Lage in Kanada besser als in Deutschland

Möglich ist die Einreise nach Kanada über die Flughäfen Toronto, Vancouver, Montréal, Calgary, Halifax, Québec, Ottawa, Winnipeg und Edmonton. Es ist eines der wenigen Länder, die trotz anhaltender Corona-Pandemie wieder Urlauberinnen und Urlauber unabhängig ihrer Herkunftsländer ins Land lassen. Die USA beispielsweise lassen aktuell nur Personen aus bestimmten Ländern einreisen, Deutschland gehört nicht dazu. Die Infektionszahlen in Kanada bewegen sich auf moderatem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 66,6 (Stand: 6. September).

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Mehrheit für strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte

Striktere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte etwa beim Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen treffen laut einer Umfrage mehrheitlich auf Zustimmung.

In Kanada gibt es keine landesweit einheitlichen geltenden Corona-Regeln. Die einzelnen Provinzen können je nach Infektionsgeschehen eigene Bestimmungen erlassen. Generell gilt in Zügen, Bussen und auf Fähren eine Maskenpflicht oder die dringende Empfehlung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts sollte ein ausreichender Abstand eingehalten werden.

RND/gei

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