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Airline warnt Passagiere vor Babys im Flugzeug – Diskussion im Netz

  • Keine Lust auf Kindergeschrei beim Fliegen?
  • Bereits seit geraumer Zeit macht eine japanische Airline bei der Sitzplatzbuchung kenntlich, wo bereits Personen mit einem Baby sitzen.
  • Ein Tweet entfachte nun erneut eine Diskussion über das Tool.
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Die Fluggesellschaft Japan Airlines bietet Passagieren bei der Buchung ihrer Sitzplätze einen besonderen Service an: Ein Babysymbol kennzeichnet Sitze, auf denen „eventuell ein Kind sitzen wird“. Neu ist das nicht, die Airline bietet diesen besonderen Service bereits seit dem Jahr 2019 an. Aber aufgrund eines Tweets ist nun erneut eine Diskussion darüber entbrannt.

„Passagiere, die mit Kindern zwischen acht Tagen und zwei Jahren reisen und ihren Sitzplatz auf der JAL-Webseite auswählen, werden auf dem Sitzplatzauswahlbildschirm mit einem Kindersymbol angezeigt“, schreibt die Airline zur Erklärung ihres Tools. Mitreisende können so bereits vor dem Flug entscheiden, ob sie in der Nähe der Familie mit Kind sitzen wollen oder alternativ in einem anderen Teil des Flugzeuges einen Platz buchen.

Allerdings funktioniert das nur bei Buchungen, die über die Website der Airline getätigt werden. Und sollte das Flugzeug gewechselt werden, sei es möglich, dass das Symbol möglicherweise nicht mehr angezeigt wird.

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Auf dem Sitzplan für Flugzeuge von Japan Airlines werden Babyplätze angezeigt. © Quelle: Japan Airlines
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So reagieren Flugreisende auf die gekennzeichneten Babysitzplätze

Die kanadische TV-Show „Breakfast Television“ griff nun das Thema in einer Diskussionsrunde auf und fragte auch die Zuschauenden auf Twitter: „Was haltet ihr davon?“ Die Reaktionen im Netz sind überwiegend positiv: „Super Idee“, „Ich liebe es!“ und „Toll, wenn man keine Kinder mag“ lauten einige der Kommentare. Eine Twitter-Userin schreibt auch: „Ich würde sogar mehr dafür bezahlen. Als alleinerziehende Mutter von drei Kinder reiste ich früher oft, um mich zu entspannen. Jetzt will ich keine Kinder mehr neben mir. Deshalb buche ich auch nur noch Adults Only Resorts.“

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Eine andere Nutzerin hingegen hält die Altersspanne nicht für angemessen: „Mit einem Kind zwischen acht Tagen und zwei Jahren zu reisen ist eigentlich ein Traum. Richtig lustig wird es erst danach.“ Auch eine weitere Mutter zeigt sich begeistert: „Ich könnte das Tool nicht mehr lieben! Ich hasse es, wenn Menschen ins Flugzeug kommen und mir das ‚Ach du Schei...’-Gefühl vermitteln, wenn sie erkennen, dass sie neben mir und meinen beiden Babys sitzen müssen.“

In einem Kommentar wird sogar vorgeschlagen, kinderfreie Zonen im Flugzeug einzuführen. Tatsächlich gibt es die sogar schon bei einer weiteren asiatischen Fluggesellschaft: Wer bei Scoot, einem Ableger von Singapore Airlines, mit einem 787 Dreamliner fliegt, kann einen Sitzplatz in der „ScootinSilence“-Zone reservieren. Dort sind Kinder unter zwölf Jahren nicht erlaubt.

Doch nicht alle Nutzerinnen und Nutzer sind begeistert, so heißt es in einem Kommentar: „Wir waren doch alle mal Babys und haben geschrien. Wir sollten lernen, toleranter zu sein.“

Tipps für Reisende, die nicht neben einem Baby sitzen wollen

Bei deutschen Airlines gibt es solche Funktionen bislang nicht, auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) teilt die Lufthansa mit: „Bei Lufthansa ist eine solche Kennzeichnung nicht geplant. Regelmäßige Kundenbefragungen haben keinen diesbezüglichen Bedarf ergeben.“

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Wer dennoch das Risiko, neben einem Kleinkind zu sitzen, minimieren will, sollte zum Beispiel einen Sitzplatz möglichst weit von den Trennwänden entfernt buchen. Außerdem dürfen laut Japan Airlines Kinder, die zwischen acht Tagen und zwei Jahren alt sind, aus Sicherheitsgründen nicht in den Ausgangsreihen sitzen.

RND/bv

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