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Inzidenz unter 100, Notbremse gelockert: Was bedeutet das für den Urlaub?

  • Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100, greifen mit der Bundesnotbremse einheitliche, konkrete Regeln – auch für Reisende.
  • Sinken die Corona-Fallzahlen in einer Region, sind wieder die Länder gefragt.
  • Das sind die Pläne der Bundesländer zu Hotels, Ferienwohnungen, Camping und Co.
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Die dritte Corona-Welle ebbt ab – und bei vielen Menschen in Deutschland steigt die Hoffnung auf Urlaub. Doch während etwa das touristische Übernachtungsverbot bei steigenden Inzidenzwerten bundesweit einheitlich greift, sind bei sinkenden Fallzahlen in einem Landkreis wieder die Verordnungen der jeweiligen Länder gefragt. Zudem gilt die sogenannte Notbremse nur befristet bis zum 30. Juni.

Welche Regelungen gibt es in den Bundesländern zu Öffnungen von Hotels, Ferienunterkünften und Campingplätzen – wenn es denn schon welche gibt? Und in welchen Regionen ist bereits ein Kurzurlaub zu Christi Himmelfahrt denkbar? Ein Überblick.

Diese Bundesländer haben ein konkretes Datum für Lockerungen im Tourismus

  • Bayern: Ab dem 21. Mai, und damit pünktlich zum Pfingstwochenende, sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze bei stabiler Inzidenz unter 100 öffnen.
  • Thüringen: Bereits am Donnerstag, 6. Mai, ist in Thüringen eine neue Verordnung in Kraft getreten. Hotels bleiben selbst bei einer Inzidenz unter 100 geschlossen, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen in Regionen mit niedrigen Fallzahlen aber öffnen.
  • Schleswig-Holstein: Ab dem 17. Mai dürfen Geimpfte, Genesene und negativ Getestete landesweit in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben übernachten – sofern die Inzidenz unter 100 liegt. Allerdings müssen sich Touristen bei Anreise sowie alle drei Tage während ihres Aufenthalts testen lassen.
  • Niedersachsen: Ab Montag, 10. Mai, gelten in Niedersachsen Lockerungen für Landkreise, die an fünf aufeinanderfolgenden Tagen einen Inzidenzwert unter 100 vorweisen. Dort dürfen Betriebe wieder Urlauber empfangen – allerdings zunächst nur aus dem eigenen Bundesland. Zwei Wochen später soll geprüft werden, ob auch Gäste aus dem Rest der Bundesrepublik nach Niedersachsen reisen dürfen. Außerdem beschränkt die Landesverordnung die Auslastung von Hotels auf höchstens 60 Prozent.
  • Sachsen: Auch wenn der Inzidenzwert in ganz Sachsen noch weit über 100 liegt, plant auch dort die Landesregierung Öffnungen im Tourismus. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang unter 100, sollen Campingplätze und Ferienwohnungen öffnen, unter 50 Hotels und Pensionen. Die aktualisierte Landesverordnung tritt am Montag, 10. Mai, in Kraft.
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Diese Bundesländer planen Lockerungen für Urlaub in Deutschland

  • Brandenburg: Das Bundesland Brandenburg will am 11. Mai seine Landesverordnung überarbeiten. Geplant sind Öffnungen für den Tourismus unter freiem Himmel – und das voraussichtlich rechtzeitig zu Pfingsten. Ab wann die Lockerungen tatsächlich gelten werden, ist aber noch nicht in Stein gemeißelt.
  • Baden-Württemberg: Auch Baden-Württemberg plant, die Landesverordnung zu aktualisieren und Öffnungen von Hotels bei niedrigen Inzidenzwerten zu ermöglichen. Ab wann das genau der Fall sein wird, ist laut Informationen des SWR allerdings noch unklar. Vor den Pfingstferien solle ein konkretes Datum benannt werden.
  • Rheinland-Pfalz: Ob in Rheinland-Pfalz zu Pfingsten kontaktarmer Urlaub in Ferienunterkünften und auf Campingplätzen möglich wird und welche Öffnungsperspektiven für Hotels denkbar sind, entscheidet das Kabinett am Freitag.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Touristische Übernachtungen sind in Mecklenburg-Vorpommern untersagt. Die aktuelle Landesverordnung gilt bis zum 22. Mai. Eine Woche vorher soll darüber entschieden werden, ob das Übernachtungsverbot in Regionen mit niedriger Inzidenz aufgehoben werden soll. Bisher hat die Landesregierung für eine Öffnung stets einen Inzidenzwert um 50 als Richtwert vorgegeben. Seit dieser Woche erlaubt das Bundesland geimpften Tagestouristen und Zweitwohnungsbesitzern die Einreise.
  • Sachsen-Anhalt: Tourismus soll auch in Sachsen-Anhalt wieder möglich werden – wann und wie ist jedoch noch unklar. Ab kommender Woche sollen Lockerungen für Landkreise mit niedrigen Inzidenzzahlen angekündigt und spätestens am Freitag über die Änderung der Landesverordnung abgestimmt werden.
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In diesen Bundesländern stehen Entscheidungen zu Lockerungen noch aus

  • Hamburg: In Hamburg bleiben Hotels weiter für Urlauber geschlossen – trotz Inzidenz unter 100. Bislang sind keine Pläne zu Lockerungen im Tourismus bekannt.
  • Hessen: Auch in Hessen steht die Entscheidung zu Lockerungen noch aus. Sie wird in der kommenden Woche erwartet.
  • Bremen: Ab wann wieder Urlaub in Bremen und Bremerhaven möglich sein könnte? Unklar. Konkrete Öffnungsperspektiven für das Gastgewerbe gibt es aktuell nicht.
  • Berlin: Bislang gibt es in Berlin keine Aussicht auf Öffnungen im Tourismus. Wenn alles gut laufe, spielten touristische Angebote in Berlin zum Sommer hin wieder eine Rolle, so Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller in dieser Woche. Er plädierte für bundesweite Absprachen über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien.
  • Saarland: Öffnungspläne für Hotels sind im Bundesland Saarland bislang nicht in Sicht. Dafür gelten bereits jetzt in Landkreisen, in denen die Bundesnotbremse nicht mehr greift, Lockerungen nach dem „Saarland-Modell“. Es sieht unter anderem Öffnungen in der Gastronomie vor.
  • Nordrhein-Westfalen: Auch in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellem Stand noch keine Lockerungen für Urlauber geplant. Drei touristische Modellprojekte mussten zuletzt ihren Start verschieben, weil die Inzidenzzahlen in den Regionen deutlich über 100 gelegen hatten.

RND/cs

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