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Hotels an der Ostsee wieder offen: Steigen jetzt die Preise für den Urlaub?

Blick auf das Ostseebad Binz auf Rügen. Die Hotels in der ersten Reihe sind in der Hauptsaison naturgemäß teurer.

Blick auf das Ostseebad Binz auf Rügen. Die Hotels in der ersten Reihe sind in der Hauptsaison naturgemäß teurer.

Reisen nach Schleswig-Holstein sind schon länger wieder möglich, nun hat auch das Urlaubsland Nummer eins der Deutschen die Öffnung für Touristinnen und Touristen verkündet: Ab dem 4. Juni dürfen alle Deutschen wieder Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern machen, Tagestouristinnen und -touristen dürfen kurze Zeit später, ab dem 11. Juni, wieder einreisen. Wer sich jetzt noch ein Zimmer oder eine Ferienwohnung sichern will, muss mitunter tief in die Tasche greifen.

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In den beliebten Ostseebädern Warnemünde, Binz auf Rügen und Heringsdorf seien Doppelzimmerpreise von 300 Euro und mehr im Juli und August keine Seltenheit – dabei handle es sich aber überwiegend um Häuser der ersten Reihe, schreibt die „Ostsee Zeitung“.

Hotelzimmer für 300 Euro und mehr an der Ostsee

Im Zuge der Corona-Pandemie könnten Unternehmen jedoch Preiserhöhungen vornehmen. Grund dafür sind die Einnahmeausfälle des vergangenen Jahres sowie die hohen Kosten für die Umsetzung der Hygieneauflagen „Die Anforderungen an die Reinigung sind deutlich gestiegen. Wir geben die damit verbundenen Mehrkosten nur zum Teil an unsere Kunden weiter“, sagt der Sprecher des Verbandes der Ferienwohnungseigentümer Daniel Rousta gegenüber der Zeitung. Er vermietet selbst eine Ferienwohnung.

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Der Landestourismusverband appelliert jedoch an die Hoteliers und Ferienwohnungsvermietenden in Mecklenburg-Vorpommern, in der bevorstehenden Saison auf größere Zuschläge zu verzichten. „Es ist eine Gratwanderung“, sagte Geschäftsführer Tobias Woitendorf gegenüber der „Ostsee Zeitung“. „Die Unternehmen wollen ihre Verluste der letzten Monate ausgleichen und müssen dafür Geld verdienen.“ Allerdings dürften die Erwartungen der Urlauberinnen und Urlauber nicht überstrapaziert werden. „Nach oben ist der Himmel nicht offen“, so Woitendorf. Andernfalls könnte das Land dauerhaft Gäste verlieren.

Urlaub in Deutschland war schon 2020 teurer

Bereits im vergangenen Sommer mussten Urlaubende tiefer in die Tasche greifen: „Die Ausgaben bei Urlaubsreisen im Inland sind 2020 im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen“, sagte Ulf Sonntag, Leiter der Marktforschung am Institut für Tourismusforschung in Nordeuropa im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Sonntag ist verantwortlich für die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die seit 51 Jahren veröffentlicht wird. Bei den durchschnittlichen Reiseausgaben im Inland habe es von 2019 auf 2020 ein Plus von gut 35 Euro pro Person und Reise sowie ein Plus von vier Euro pro Person und Tag gegeben.

Besonders betroffen von Preiserhöhungen waren die beliebten Reiseziele, wie eine Untersuchung des Vergleichsportals Idealo und des Statistikanbieters Statista zeigt: Denn im August 2020 stiegen die Hotelpreise im bundesweiten Durchschnitt um elf Prozent – trotz teils starker Preisrückgänge in den Nichtferienregionen. Für Oktober 2020 meldete Idealo in beliebten Ostseebädern einzelne Ausschläge bei den Hotelzimmerpreisen von mehr als 50 Prozent. Dieser Trend könnte sich 2021 fortsetzen – nachdem das Niveau zwischen 2016 und 2019 sehr stabil gewesen sei, so Sonntag.

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Wer spontan bucht, zahlt am meisten drauf

Ob es diesen Sommer noch teurer werden könnte? Damit rechnet der Landestourismusverband MV nicht. Er erwartet ein ähnliches Preisniveau wie 2020. Bislang seien knapp zwei Drittel der Unterkünfte in dem beliebten Bundesland ausgebucht.

Spontanbucherinnnen und -bucher müssen daher wohl mehr Geld in die Hand nehmen – für Restplätze sind die Preise oftmals entsprechend hoch. Denn, so erklärt Sonntag: „Wenn nur begrenzte Kapazitäten im Angebot sind und diese stark nachgefragt sind, dann steigen die Preise.“

RND/gei

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