• Startseite
  • Reise
  • Hotels in Corona-Krise: Verband stuft Situation als katastrophal ein

Corona-Krise: Verband stuft Situation für Hotels als katastrophal ein

  • Die Corona-Krise sorge für katastrophale Umsätze, so Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Berlin.
  • Er befürchtet eine Insolvenzwelle in der Branche, wenn die Corona-Krise wie bisher anhält.
  • Denn: Im September seien die Zimmer um rund 73 Prozent günstiger gewesen als im Jahr zuvor.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Für das Hotelgewerbe in Berlin gibt es nach Einschätzungen aus der Branche noch keinen Lichtblick. Im Gegenteil, die jüngsten Zahlen bewertet Tomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer der Dehoga Berlin, als alarmierend. “Es ist so schlimm, es übertrifft alle Befürchtungen, die ich hatte”, sagte er am Freitag. “Ich mag das gar nicht aussprechen. Wenn das so bleibt, dann werden wir hier eine Insolvenzwelle vor uns haben.”

So waren die Umsätze in den vergangenen Monaten

Lengfelder weist auf den Umsatz pro verfügbarem Zimmer hin, für die Hotellerie eine entscheidende Kennzahl. Im September lag der Wert in Berlin bei 31,60, im Jahr davor bei 115,30 Euro. "Ein Minus von 72,6 Prozent. Das ist eine Katastrophe", sagte Lengfelder. Zuvor hatten "Bild"-Zeitung und "B.Z." (Freitag) berichtet. Üblicherweise gehört der September für die Hotelbranche zu den starken Monaten.

Anzeige

Zwischen Mitte März und Ende September sanken die Werte von 84,8 auf 21,8 Euro. Vom 15. März bis 25. Mai durften Berlins Hotels wegen der Corona-Pandemie keine Touristen mehr beherbergen, die Umsätze brachen entsprechend ein.

Anzeige

Verband hofft auf Besserung durch die Herbstferien

Lengfelder hält es für denkbar, dass die Zahlen im Oktober etwas besser werden wegen Besuchern, die in den Herbstferien in die Hauptstadt kommen. "Das wird ein paar Punkte bringen", so der Dehoga-Geschäftsführer. "Aber dann habe ich größte Bauchschmerzen, dann kommt die kalte und nasse Jahreszeit, in der Städtetourismus sowieso nicht so spannend ist. Und Messen, Kongresse, Firmenfeiern finden nicht statt." Die Aussichten seien entsprechend: "Das wird sich zum Jahresende noch deutlich verschlechtern. Ich glaube, das ist überhaupt Keinem bewusst, auch keinem Politiker."

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen